Immer mehr Unternehmen entscheiden sich im Zuge der All-IP-Umstellung für eine VoIP-Telefonanlage und profitieren somit von zahlreichen Vorteilen wie einer flexiblen Skalierbarkeit oder maximaler Flexibiltät. Wie VoIP-Telefonanlagen funktionieren, welche Unterschiede es bei On-Premise und On-Demand-Modellen gibt, wer die beliebtesten VoIP-Anbieter sind und was es Neues zum Thema IP-Telefonie gibt, erfahren Sie in diesem Ratgeber.


1. Was ist eine VoIP-Telefonanlage?

1. Was ist eine VoIP-Telefonanlage?

Bei einer VoIP-Telefonanlage, auch IP-PBX genannt, handelt es sich um eine Telefonanlage bei der kein herkömmlicher Telefonanschluss mehr erforderlich ist, sondern die Gespräche über eine Internetverbindung geführt werden. Die Sprachinformationen werden dabei in kleinen Datenpaketen über ein Datennetzwerk anstatt über das herkömmliche Telefonnetz transportiert. Hierbei kommt das Netzwerkprotokoll SIP (Session Initiation Protocol) zum Einsatz. Da die VoIP-Telefonanlage das Datennetzwerk nutzt, um sich mit den Telefonen oder anderen IP-fähigen Endgeräten zu verbinden, ist eine Telefonverkabelung am Firmenstandort nicht länger notwendig. Mittels VoIP-Gateway lassen sich VoIP-Telefonanlagen an klassische Telefonleitungen anschließen, wodurch der Umstieg mit wenig Aufwand verbunden ist.

1.1 Welche Möglichkeiten habe ich?

Unternehmen, die sich für eine VoIP-Telefonanlage interessieren, stehen vor einer schwierigen Entscheidung. Sie haben die Wahl zwischen einer physischen VoIP-Telefonanlage, die lokal am Firmenstandort installiert wird und einer gehosteten Lösung, die von einem Serviceprovider als Dienst in der Cloud bereitgestellt wird.

Sowohl eine On-Premise als auch eine On-Demand-Lösung bieten Vorteile. Je nach den Anforderungen Ihres Unternehmens, eignet sich eine der Varianten jedoch besser.

Deshalb wollen wir im Folgenden darauf eingehen, was für eine On-Premise und was für eine On-Demand-Lösung spricht, damit Sie das Für und Wieder abwägen können und die für Sie geeignetste Lösung finden.

2. Cloud oder On-Premise?

2. Cloud oder On-Premise?

Ob sich Ihr Unternehmen bei der Auswahl einer VoIP-Telefonanlage eher für eine On-Premise oder eine On-Demand Lösung entscheiden sollte, hängt von mehreren Faktoren wie beispielsweise der Netzwerksituation, den Geschäftsanforderungen und Ihrer finanziellen Situation ab. In den nächsten Kapiteln werden wir darauf eingehen, für wen eine VoIP-Telefonanlage im Allgemeinen geeignet ist und werden die unterschiedlichen Lösungen auf Ihre Vor- und Nachteile überprüfen.

2.1 FĂĽr wen ist eine VoIP-Telefonanlage geeignet?

2.1 FĂĽr wen ist eine VoIP-Telefonanlage geeignet?

Telefonanlagen für VoIP eignen sich grundsätzlich für alle Unternehmen, die bestmöglich für das Internet- Zeitalter gerüstet sein möchten und von der maximalen Flexibilität und Ortsunabhängigkeit sowie vom riesigen Funktionsumfang einer IP-basierten Anlage profitieren möchten. Kleine- und mittelständische Unternehmen können sich genau wie Großunternehmen die Vorteile einer IP basierten Telefonanlage zu Nutze machen. Vor allem für Unternehmen, in denen die Mitarbeiter häufig intern kommunizieren, oft neue Mitarbeiter hinzukommen oder es mehrere Unternehmensstandorte gibt, stellt VoIP- Telefonie eine geeignete Lösung dar. Denn betriebsintern können die Mitarbeiter kostenlos telefonieren und Kosteneinsparungen bei den Verbindungsentgelten realisieren. Jedoch ist in gewissen Situationen entweder eine On-Premise-Lösung oder eine On-Demand-Lösung von Vorteil.

2.1.1 Wann eignet sich eine On-Premise und wann eine On-Demand Lösung?

Ein Bildschirm, auf dem ein Gebäude vs. Wolke abgebildet ist.

Wenn sich Ihr Unternehmensstandort beispielsweise in einer Region befindet, in der Ultrabreitband verfügbar ist, können Sie in jedem Fall über eine Cloud-Lösung nachdenken.

Befindet sich Ihr Standort jedoch an einem Ort, in dem es nur eine Internetverbindung mit geringen Datenübertragungsraten gibt, ist es ratsam, auf eine On-Premise-Lösung zurückzugreifen. Um nämlich eine gute Sprachqualität mit einer Cloud-Telefonanlage zu gewährleisten, benötigen Sie ca. 100kBit/s pro Sprachkanal in Up- und Downloadrichtung.

Die Netzbetreiber treiben den Ausbau von Breitband-InternetanschlĂĽssen jedoch kontinuierlich weiter, sodass schlechte DatenĂĽbertragungsraten in Zukunft wohl immer seltener werden.

Die Entscheidung für oder gegen eine On-Premise oder On-Demand Lösung hängt aber vor allem auch von der Unternehmensgröße ab. Gerade für kleine- und mittelständische Unternehmen sind On-Demand-Lösungen meist besser geeignet als On-Premise-Lösungen.

Was es mit On-Premise und On-Demand-Lösungen auf sich hat und welche Vor- und Nachteile die einzelnen Modelle bieten, wollen wir nun näher erläutern.

2.2 On-Premise

Bei einer On-Premise oder Inhouse- Lösung befindet sich die PBX genau wie Ihre bisherige Telefonanlage in Ihrem Unternehmen. Die Telefonanlage wird käuflich erworben und anschließend selbst im eigenen Netzwerk betrieben. Bei der On-Premise-Lösung müssen Sie als Nutzer das System auf Ihren Servern selbst installieren und absichern.

2.2.1 Vorteile einer On-Premise-Lösung

2.2.1 Vorteile einer On-Premise-Lösung

Die folgenden Vorteile überzeugen immer noch einige Anbieter eher auf eine On-Premise-Lösung zurückzugreifen, auch wenn der Trend eher Richtung On-Demand-Lösung geht:

  • Beibehaltung der vollen Kontrolle
    Mit der vor Ort installierten IP-Telefonanlage behalten Sie die volle Kontrolle über alle geschäftskritischen Daten. Diese bleiben vertraulich und werden nicht an Dritte weitergegeben.

  • Vereinfachte Integration von In-House-Lösungen
    Da die Software-Pflege in Ihrer Verantwortung liegt, können Sie vorhandene interne Softwarelösungen wie beispielsweise CRM-Systeme zur einfacheren Kundenbetreuung ganz einfach in die lokale Telefonanlage integrieren.

  • Sein eigener Herr ĂĽber die Ausfallzeiten sein
    Da die VoIP-Telefonanlage auf Ihren Servern installiert wird und Sie für anfallende Updates und die Instandhaltung verantwortlich sind, haben Sie die Ausfallzeiten der Telefonanlage immer selbst im Griff. Gibt es aufgrund einer technischen Störung Schwierigkeiten mit der Internetverbindung, greift die Telefonanlage auf lokale traditionelle Telefonleitungen zurück, damit der Betrieb aufrechterhalten werden kann.
2.2.2 Nachteile einer On-Premise-Lösung

2.2.2 Nachteile einer On-Premise-Lösung

  • Investitionskosten
    Unternehmen, die sich für eine On-Premise-Lösung entscheiden, müssen mit relativ hohen Anschaffungskosten rechnen.

  • Kosten fĂĽr Bereitstellung, Wartung und laufende Systemverwaltung
    AuĂźerdem fallen Kosten fĂĽr die Bereitstellung einer eigenen Server-Infrastruktur sowie eine WartungsgebĂĽhr fĂĽr Updates und Support an. Des Weiteren brauchen Sie geschultes IT-Personal.

  • Höherer Aufwand
    Bei einem On-Premise-Modell muss der Nutzer mit einem höheren Aufwand rechnen, da er sich selbst um die Installation, die Absicherung, Aktualisierung und Instandhaltung der SIP Telefonanlage kümmern muss. Zudem muss sich der Nutzer um eine sorgfältige Auswahl des Internetanbieters und der Routing- und Firewall-Ausrüstung kümmern, da ansonsten gegebenenfalls Komplikationen mit Routern und Firewalls der Internetanbieter auftreten können. So kann es beispielsweise vorkommen, dass die Router/Firewalls nicht den Anforderungen des SIP-Protokolls entsprechen.

  • Häufig keine richtige Skalierbarkeit
    Viele Anbieter einer On-Premise-Lösung bieten keine richtige Skalierbarkeit, sodass die Nutzer gezwungen sind, eine umfangreiche Erweiterung mit einer aufwendigen Aufrüstung durchführen zu lassen.

2.3 Warum eine On-Demand (Cloud-) Lösung besser sein kann

Bei einer On-Demand Lösung wird die Telefonanlage im Gegensatz zu einer On-Premise-Lösung nicht im eigenen Unternehmen installiert, sondern in einem Rechenzentrum des VoIP-Anbieters gehostet. In den Geschäftsräumen steht also keine physische Telefonanlage mehr, sondern dem Nutzer werden alle Funktionalitäten der TK-Anlage über das Internet in der Public Cloud zur Verfügung gestellt.

Bild eines Rechenzentrums

Cloud-Telefonanlagen bieten gegenüber herkömmlichen Telefonanlagen (ISDN und analog) als auch gegenüber einer On-Premise-Lösung eine Menge Vorteile, weshalb sie sich zunehmender Beliebtheit erfreuen und immer mehr Unternehmen überzeugen, auf eine gehostete Cloud-Telefonanlage umzusteigen. Mit den folgenden Vorteilen einer Cloud-Telefonanlage wollen wir Ihnen aufzeigen, warum eine On-Demand-Lösung vor allem für kleine- und mittelständische Unternehmen in den meisten Fällen besser geeignet ist.

2.3. Vorteile einer Cloud-Telefonanlage

2.3.1 Vorteile einer Cloud-Telefonanlage

  • Keine zusätzlichen Investitionskosten
    Im Gegensatz zu einer On-Premise-Lösung fallen für Sie bei einer Cloud-Telefonanlage keine zusätzlichen Anschaffungskosten an. Vor allem Startups und KMUs greifen daher häufig auf eine On-Demand-Lösung zurück, da auf Unternehmensseite keine Kosten für eine Telefonanlage, zusätzliche Hardware, die Installation oder geschultes IT-Personal entstehen.
Bild eines durchgestrichenen Wartungsschildes
  • Wartungsfreiheit
    Die Verantwortung fĂĽr die Bereitstellung, die Wartung und anfallende Updates der virtuellen Telefonanlage liegt allein beim Provider. Sie als Nutzer brauchen sich dadurch um nichts kĂĽmmern. Alle Updates werden automatisiert durchgefĂĽhrt.

  • Höchstmögliche Sicherheit
    Viele Unternehmen hegen nach wie vor Sicherheitsbedenken gegenüber Cloud-Telefonanlagen. Diese sind jedoch völlig unbegründet, solange Sie bei der Auswahl Ihres Anbieters auf bestimmte Kriterien (Link zu Cloud-Telefonanlagen/ Kriterien für die Anbieter-Auswahl) achten. Seriöse Cloud-TK-Anbieter können Ihnen höchstmögliche Sicherheit bieten, da die Technologie der Telefonanlage meist in verschiedenen Hochleistungs-Rechenzentren in Deutschland gehostet und abgesichert wird. Dadurch können Ihnen die Anbieter in den meisten Fällen eine Ausfallsicherheit von über 99% garantieren. Zudem werden kontinuierliche Sicherheitsupdates der Telefonanlage durchgeführt. Wird die Telefonanlage im eigenen Unternehmen installiert, können häufig nicht dieselben hohen Sicherheitsstandards wie mit einer On-Demand-Lösung eingehalten werden.

  • Hohe Benutzerfreundlichkeit
    Für das Bedienen einer virtuellen Telefonanlage ist kein fachliches Know-How erforderlich. Alle Einstellungen können über eine Benutzeroberfläche im Browser vorgenommen werden. Innerhalb von wenigen Minuten ist die Telefonanlage eingerichtet und Sie können lostelefonieren.
    Screenshot der Placetel Benutzeroberfläche


  • Flexible Skalierbarkeit
    Da wir uns in dynamischen Zeiten befinden, spielt eine hohe Flexibilität und Skalierbarkeit gerade für kleine Unternehmen eine große Rolle.
    Einfache Skalierung: Links zwei Mitarbeiter, rechts sind es 12 Mitarbeiter

    Aus einem Zweimannbetrieb kann auch schnell mal ein größerer Betrieb werden.

Hierfür ist es wichtig, dass die Telefonanlage sich flexibel an die Ansprüche des Unternehmens anpassen kann. Mit einer Cloud-Telefonanlage ist das gar kein Problem. Sie wächst ganz einfach mit Ihrem Unternehmen mit. Rufnummern können Sie beliebig be- und abbestellen und zahlen so nur für die Nebenstellen, die Sie auch wirklich brauchen.

  • Hohe Mobilität
    IP-Telefonanlagen können sie vor allem durch ihre hohe Mobilität und Flexibilität punkten. Die VoIP-Anlage kann nach der Einrichtung von jedem beliebigen Standort aus und mit unterschiedlichen Endgeräten (Smartphone, PC, Tablet oder Telefon) eingesetzt werden. Vorausgesetzt der Nutzer hat eine Internetverbindung. Das ermöglicht es Ihnen unterschiedliche Standorte und Mitarbeiter, die im Home Office arbeiten, an dieselbe Telefonanlage anzubinden. Auf Wunsch bleiben Sie mithilfe der Funktion “Fixed Mobile Convergence” jederzeit unter Ihrer Bürorufnummer erreichbar - und das weltweit. So ist gewährleistet, dass Sie keinen Anruf mehr verpassen- egal wo Sie sich gerade befinden.

2.4 Zusammenfassung

Ob für Sie nun eine On-Premise oder eine On-Demand Lösung geeigneter ist, hängt letztendlich von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Beziehen Sie in Ihre Überlegung unbedingt Faktoren wie die Netzwerksituation und die Kosten-/Nutzen-Frage mit ein. Wenn Sie auf die vollständige Kontrolle der IP-Telefonanlage bestehen und sich selbst um die Instandhaltung der Anlage kümmern möchten, ist eine On-Premise-Lösung vermutlich die richtige Wahl für Sie. Gerade für Startups und Kleine- und Mittelständische Unternehmen empfiehlt es sich aber auf eine Cloud-Telefonanlage zu setzen, da hierbei keine Investitionen in Hardware anfallen und sie von einer höchstmöglichen Flexibilität profitieren. Achten Sie aber unbedingt auf eine ausreichende Breitband-Internetverbindung, da diese für die reibungslose Nutzung der VoIP-Telefonanlage unerlässlich ist.

3. Funktionsweise der IP-Telefonanlage

3. Wie funktioniert die IP-Telefonanlage?

Im Folgenden wollen wir kurz auf die Voraussetzungen und die Technik von VoIP-Telefonanlagen eingehen. Für den reinen Anwender ist das Verständnis der Funktionsweise nicht erforderlich, aber möglicherweise interessant. Administratoren einer lokalen Installation sollten mit der Funktionsweise einer VoIP-Telefonanlage jedoch vertraut sein. IP-Telefonanlagen können als Hosted PBX, als Software-Lösung oder als PC ähnliche Hardware als On-Premise-Lösung genutzt werden. Die folgenden Erläuterungen beziehen sich nicht wie meist üblich auf eine Cloud-Telefonanlage, sondern auf eine physische, im Unternehmen installierte VoIP-Telefonanlage.

3.1 Voraussetzungen

Für die Nutzung einer IP-basierten Hardware-Telefonanlage sind außer der TK-Anlage selbst eine ausreichend schnelle Breitband-Internetverbindung wie beispielsweise DSL, IP-fähige Endgeräte, die SIP unterstützen, ein SIP-Trunk und je nach dem ein VoIP-Gateway erforderlich. Die VoIP-Telefonanlage kann mittels VoIP-fähiger Hardware-Telefone (IP-Telefonen) oder mittels einer Software, einem sogenannten SIP-Client, der als Telefon agiert, genutzt werden.

3.2 Technik

Eine VoIP-Telefonanlage besteht aus einem oder mehreren VoIP-Telefonen, einem IP-Telefonanlagen-Server und einem optionalen VoIP-Gateway, über das herkömmliche Telefonleitungen (PSTN-Leitungen) angebunden werden können.

Lokale SIP-Telefonanlagen lassen sich ĂĽber SIP-Trunks an das Internet anbinden und per VoIP(SIP) mit einem Trunking-Dienst wie Placetel verbinden.

Infografik, die SIP-Trunking erklärt.

VoIP-Anbieter sind in der Lage, über SIP eine beliebige Anzahl an Sprachkanälen mit der Telefonanlage ihrer Kunden zu verknüpfen. Dadurch ist es möglich eingehende Gespräche vom SIP-Trunking Provider zu erhalten und an die Teilnehmer, die an der Telefonanlage angemeldet sind, weiterzuleiten und auch ausgehende Telefonate über den SIP-Trunking Anbieter zu führen.

Der IP-Telefonanlagen Server kann mit einem Proxy-Server verglichen werden. SIP-Clients, bei denen es sich um Hardphones (IP-Telefon) oder Softphones (Software-Telefon) handeln kann, melden sich zunächst am Server an.

Bei einer IP-Telefonanlage werden die Telefone nicht länger in die TAE-Buchse oder in eine ISDN-Box oder in einen Splitter eingestöpselt. Stattdessen werden sie an den DSL-Router oder ein VoIP-fähiges Kabelmodem angebunden, über die eine Anbindung an das Internet besteht.

Die IP-Telefone sowie die Computer der Mitarbeiter werden über das Unternehmensnetzwerk direkt mit der Telefonanlage verbunden. So wird eine Verbindung zu externen Nebenstellen hergestellt. Für den Gesprächsauf- und abbau sowie für die Verbindungskontrolle ist das SIP-Protokoll zuständig und mittels VoIP (Voice over IP) werden die analogen Sprachsignale in digitale Datenpakete umgewandelt, sodass sie über das Internet weitergeleitet werden können. Das SIP-Protokoll sorgt dafür, dass alle angeschlossenen IP-Endgeräte miteinander kommunizieren können.

Die IP-Telefonanlage verfügt über Informationen zu allen angemeldeten Telefonen/Nutzern und deren SIP-Adressen. Diese Informationen dienen zum dazu, interne Gespräche zu verbinden oder ausgehende Gespräche mittels VoIP-Gateway oder eines VoIP-Anbieters weiterzuleiten.

Nutzt der Gesprächspartner keine IP-Telefonie oder einen anderen Provider, werden die analogen Sprachsignale mittels Gateway ins herkömmliche Telefonnetz eingespeist.

3.2.1 Umwandlung einer ISDN-Telefonanlage in eine IP-Telefonanlage

Vom technischen Standpunkt aus, lässt sich auch eine ISDN-Telefonanlage über einen SIP TK-Anlagenanschluss an das Next Generation Network (NGN) anschließen. Beim Next Generation Network handelt es sich um eine Netzwerktechnologie, die alle herkömmlichen Telekommunikationsnetze wie Telefonnetze, Mobilfunknetze und Kabelfernsehnetze durch eine paketvermittelnde Netzinfrastruktur ersetzt.

Im Zentrum befindet sich das IP-Netz, drum herum steht das Internet, TV, die Telefonie und der Mobilfunk.

Alle Dienste wie Telefonieren, Surfen und Fernsehen basieren auf dem Internet-Protokoll und können so über ein einziges Netzwerk angeboten werden.

Für den Anschluss ans NGN ist es erforderlich, dass Ihre bestehende ISDN-Telefonanlage SIP-fähig ist. Ist das nicht der Fall, lassen sich die meisten Telefonanlagen jedoch über ein Media Gateway an das Internet anschließen. Das ist jedoch vom Anbieter abhängig.

Analoge Signale werden mittels SIP-Trunk und ggf. mithilfe eines Media Gateways in digitale Signale umgewandelt. Dadurch können Sie Ihre bestehende ISDN-Telefonanlage behalten und trotzdem von den günstigen Verbindungsentgelten der Internettelefonie profitieren. Wenn Sie sich später dann doch dazu entschließen sollten, auf eine Cloud-Telefonanlage umzusteigen, kann das vorhandene SIP-Trunking einfach in diese integriert werden. Da Sie über SIP-Trunks die Vorteile des NGNs jedoch nur eingeschränkt nutzen können, sollte Sie diese Möglichkeit eher als Übergangslösung ansehen und langfristig auf eine Telefonanlage aus der Cloud umzusteigen, um auch weiterhin alle ISDN-Funktionen wie “Halten”, “Vermitteln”, “Besetzt” oder “Transfer” nutzen zu können. Diese gehen nämlich durch SIP-Trunking zum Teil verloren.

4. Was ist IP-Telefonie?

4. Was ist VoIP bzw. IP-Telefonie?

VoIP (Voice over IP), auch IP-Telefonie (kurz für Internet-Protokoll-Telefonie oder Internettelefonie) genannt, ist eine Technologie bei der Telefonate über ein Datennetzwerk übertragen werden. Mittels VoIP ist es nun möglich, die Datenübertragung und die Telefonie über ein und dasselbe Netzwerk zu führen. Hierdurch ergeben sich sowohl für den Netzbetreiber als auch für den Anwender viele Vorteile, weshalb die herkömmliche analoge und ISDN-Telefonie immer weiter an Bedeutung verliert und letztendlich vollständig durch die VoIP-Telefonie ersetzt werden wird.

Bei der IP-Telefonie werden die analogen Sprachsignale für die Übertragung im Internet in digitale Signale umgewandelt. Beim Empfänger werden die einzelnen IP-Pakete dann wieder als Sprachinformation zusammengesetzt. Für den Verbindungsauf- und Abbau wird in den meisten Fällen das Session Initiation Protocol (SIP) genutzt. Hierbei registriert sich jeder Gesprächsteilnehmer mit seiner SIP-Adresse bei einem SIP-Server. Damit ein Verbindungsaufbau erfolgen kann, wendet sich das Endgerät des Anrufers an den SIP-Server und bekommt von diesem die IP-Adresse des Empfängers.

Über das Cloud-Netzwerk ist das IP-Telefon, das Smartphone, der Computer und das herkömmliche Telefon mit der VoIP-Telefonanlage verbunden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie per Voice over IP über die Internetverbindung telefonieren können: Mittels Software können Sie Ihren PC, Laptop oder Ihr Smartphone verwenden. Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz von IP-Telefonen oder herkömmlichen Telefonen, die mittels Adapter an den Router angeschlossen werden.

Wenn Sie nur gelegentlich Telefonate führen und sich keine IP-Telefone anschaffen möchten, können Sie durchaus einfach über die integrierten Lautsprecher und Mikrofone Ihres Computers oder Laptops telefonieren. Bei vielen Telefongesprächen empfiehlt es sich aber eher ein Headset oder ein Telefon zu nutzen.

Unabhängig davon, für welches Endgerät Sie sich letztendlich entscheiden, ist eine ausreichende Breitband-Internetverbindung für die Nutzung der Internettelefonie Voraussetzung, um eine gute Sprachqualität sicherzustellen. Hierbei gilt ein Richtwert von 100 kbit/s pro Sprachkanal in Up- und Downloadrichtung.

5. Beliebteste VoIP-Anbieter

5. Wer sind die beliebtesten VoIP-Anbieter?

Seitdem die Telekommunikationstechnologie von ISDN auf VoIP umgestellt wird, ringen zahlreiche VoIP-Anbieter verstärkt mit ihren Angeboten um die Aufmerksamkeit der Kunden. Diese ähneln sich nicht selten in den Grundfunktionalitäten und können meist flexibel an die Unternehmensgröße angepasst werden. Insgesamt gibt es zurzeit mehr als 80 verschiedene VoIP-Anbieter, von denen sich die Mehrheit jedoch auf den B2C-Bereich spezialisiert hat.

Um Ihnen einen besseren Überblick über die VoIP-Anbieter zu ermöglichen, wollen wir Ihnen im Folgenden die beliebtesten VoIP-Anbieter in Deutschland vorstellen. Die Auswahl haben wir jedoch auf Angebote für Firmenkunden begrenzt. Das soll Ihnen dabei helfen, die Anbieter besser vergleichen zu können und so den geeignetsten Provider für die Anforderungen Ihres Unternehmens zu finden.

Sipgate

Der Internet-Telefonie-Anbieter Sipgate ist seit 2004 am Markt und gilt damit als erster deutscher VoIP-Anbieter. Die Lösungen des Unternehmens richten sich sowohl an Privat- als auch an Firmenkunden. Die Einrichtung der Cloud-Telefonanlage lässt sich ganz einfach über den Browser vornehmen. Bereits bestehende Rufnummern können Sie kostenlos zu Sipgate portieren. Neue Orts- und Mobilfunknummern lassen sich jederzeit hinzubuchen. Verschiedene Standorte, ausländische Niederlassungen, externe Mitarbeiter oder auch Home Offices können ganz leicht an die VoIP-Telefonanlage angebunden werden. Alle Rufnummern und Funktionen können Sie bei Sipgate auch jederzeit mobil nutzen. Das bedeutet, dass selbst falls das Internet einmal ausfallen sollte, Sie auch jederzeit unter Ihrer Bürorufnummer vom Handy erreichbar bleiben.

Bei Sipgate können Sie Komplettpakete mit über 100 Funktionen für bis zu 3, 5 oder 10 Mitarbeitern oder flexible Lösungen für Unternehmen ab 11 Mitarbeitern mit einer Größe von bis zu 10.000 Mitarbeitern buchen. Zwischen den einzelnen Paketen können Sie je nach den Bedürfnissen Ihres Unternehmens ganz einfach wechseln. Alle Optionen sind außerdem monatlich kündbar. Zu den über 100 Funktionen zählen unter anderem viele Mobilfunk, - Fax und Voicemail-Funktionen als auch Features wie zeitgesteuerte Weiterleitungen, eine eigene Wartemusik, das Einrichten von Warteschleifen sowie Dreierkonferenzen.

Bei der Tarifauswahl können Sie sich zwischen Komplettpaketen ohne und mit Deutschland oder EU-Flatrate entscheiden. Das Komplettpaket bis zu 3 Mitarbeitern ohne Flatrate erhalten Sie für 19,95 im Monat. Möchten Sie das gleiche Paket inklusive der Deutschland-Flatrate buchen, zahlen Sie 49,95€ pro Monat. Für die gleiche Mitarbeiterzahl kostet Sie das Komplettpaket inklusive EU-Flatrate 69,95€.

Toplink

Das in Darmstadt ansässige Telekommunikationsunternehmen vermarktete seine ersten VoIP-Produkte bereits 2005. Die VoIP-Lösungen des Unternehmens richten sich ausschließlich an Geschäftskunden und konzentriert sich vor allem auf den deutschen Mittelstand. Die toplink GmbH betreibt ein eigenes Datennetz mit Übertragungsraten von bis zu 10Gbit/s und verfügt über ein eigenes Telefonnetz in Deutschland in den 5200 Anschlussbereichen der Deutschen Telekom GmbH. Zwei Lösungen des VoIP-Anbieters wollen wir Ihnen nun im Folgenden vorstellen.

  • SIP Business

    Mit dem Produkt “SIP Business” bekommen Sie bei Toplink einen frei skalierbaren Telefonanschluss auf VoIP-Basis, der Ihren ISDN-Anschluss vollständig ersetzen kann. SIP Trunking von Toplink erlaubt es, Ihre Telefongespräche in ausgezeichneter Sprachqualität über VoIP verschlüsselt zu übertragen. Hierfür müssen Sie lediglich Ihre Telefonanlage via SIP Business Anschluss an das Netz anschließen. Hierbei ist eine leistungsstarke Internetverbindung erforderlich. Sobald die Anlage ans Netz angebunden ist, können Sie auch schon lostelefonieren und mehr als 40 verschiedene Funktionen wie beispielsweise Anrufweiterleitungen,Standortkopplung oder Rufgruppen nutzen.

    SIP Trunks können Sie bereits ab 39,00€ pro Monat und ab 6 Sprachkanälen buchen. Eine Festnetz Flatrate für Deutschland kann ab 7€ monatlich pro Kanal hinzugebucht werden. Die Mobilfunkflatrate bekommen Sie für 10€ monatlich pro Kanal. Die Mindestvertragslaufzeit dieses Angebots beträgt einen Monat.

  • Cloud-Telefonanlage

    Mit der Cloud-Telefonanlage von Toplink lassen sich alle Abteilungen, Niederlassungen und Außendienstmitarbeiter über das Internet vernetzen und können sogar kostenlos miteinander telefonieren. Die VoIP-Telefonanlage verfügt über 160 Funktionen wie beispielsweise die Sprachverschlüsselung, Voicemail inkl. Benachrichtigung per Mail, das Halten von Konferenzen, das Verteilen von Anrufen auf verschiedene Gruppen, die Rufweiterleitung und Rufumleitung sowie das Einspielen individueller Wartemusik. Über eine Benutzeroberfläche im Browser haben Sie außerdem die Möglichkeit monatlich neue Nebenstellen hinzu- oder abzubestellen.

    Die Höhe der monatlichen Kosten richtet sich nach der Anzahl Ihrer Mitarbeiter. Die Pakete reichen von 5 bis zu 400 Angestellten. Ein Unternehmen mit bis zu 5 Mitarbeitern zahlt einen Grundpreis von 19, 00 â‚¬ im Monat zuzĂĽglich Flatrates und Minutenpreisen. FĂĽr jede weitere Nebenstelle, die Sie hinzubuchen möchten, fallen noch einmal 7,99€ an. Das Modell mit bis zu 15 Mitarbeitern erhalten Sie fĂĽr 59€ monatlich. Weitere Nebenstelle können Sie fĂĽr 6,99€ monatlich dazubuchen. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 12 Monate.

Placetel

Der VoIP-Anbieter Placetel wurde 2007 in Köln gegründet und ist ein Dienst der BroadSoft Germany GmbH. Die Telefonanlage wird in deutschen Hochsicherheits-Rechenzentren gehostet, weshalb der Anbieter mit 99,9% eine sehr hohe Ausfallsicherheit und hohe Sicherheitsvorkehrungen garantieren kann, die den deutschen Datenschutzbestimmungen gerecht werden.

Mit Placetel haben Sie die Möglichkeit entweder Ihre klassische Telefonanlage via SIP-Trunk an das Internet anzubinden oder direkt auf eine Cloud-Telefonanlage umzusteigen.

  • SIP-Trunking

    Das SIP-Trunking von Placetel können Sie mit jeder VoIP-fähigen Telefonanlage nutzen. Die SIP-Trunks lassen sich ganz einfach online administrieren. Durch den IP-Anschluss für Ihre klassische Telefonanlage können Sie Kostenvorteile von bis zu 50% realisieren. Für die Einrichtung falls keine Gebühren an. Der Grundpreis für SIP-Trunking beträgt monatlich lediglich 1,00€ zuzüglich der Verbindungsentgelte pro Sprachkanal. Diese belaufen sich auf 1 Cent/Minute für das deutsche Festnetz und 9,9 Cent/Minute für das Mobilfunknetz. Ihre Nummern Ihres bisherigen Anbieters können Sie einfach zu Placetel portieren. Ein großer Vorteil von Placetel ist, dass es keine Mindestlaufzeiten gibt. Sie sind völlig flexibel und können das Produkt zudem 30 Tage lang kostenlos testen.

  • Cloud-Telefonanlage

    Die Cloud-Telefonanlage von Placetel richtet sich vor allem an kleine- und mittelständische Unternehmen und zeichnet sich durch enorme Flexibilität aus. So besteht bei den Produkten “Placetel FREE”, “Placetel PROFI” und “Placetel UC-One” keine Mindestvertragslaufzeit, sodass Sie Ihren Vertrag jederzeit kündigen können. Des Weiteren passt sich die TK-Anlage an Ihre Geschäftssituation an, indem Sie exakt so viele Nebenstellen buchen können, wie Sie zurzeit benötigen. Mit nur wenigen Klicks können Sie jederzeit Rufnummern be- oder abbestellen.

    Placetel bietet Ihnen vier verschiedene Cloud-Telefonanlagen-Modelle. Für bis zu drei Mitarbeiter gibt es den kostenlosen Placetel FREE Tarif. Das Produkt Placetel PROFI mit über 150 Telefonanlagen-Funktionen erhalten Sie für 2,90€ zuzüglich Verbindungsentgelten pro Nebenstelle im Monat. Eine Flatrate für das deutsche Festnetz können Sie für 4,00€ pro Monat hinzubuchen. Unter den Funktionen finden Sie beispielsweise Features wie das Sprachwahlmenü, das Einrichten von Warteschlangen und Anrufgruppen sowie Telefonkonferenzen und die Möglichkeit elektronische Faxe zu versenden. Mit dem Tarif “Placetel PROFI Complete” für monatlich 13,90€ pro Rufnummer erhalten Sie ein Miet-IP-Telefon und eine Flatrate für das Deutsche Festnetz und das Mobilfunknetz inklusive. Das Produkt Placetel UC-One bietet Ihnen für monatlich 8,90€ pro Nebenstelle eine Premium Telefonanlage mit Unified Communications.

    Mit Unified Communications können Sie all Ihre Kommunikationsmedien (Laptop, Smartphone, Tablet, IP-Telefon) auf einer Plattform bündeln und die unterschiedlichsten Anwendungen nutzen, um Ihre Kommunikationsprozesse zu vereinfachen. Ihnen stehen auf einer Benutzeroberfläche sämtliche Telefonanlagen-Funktionen sowie Features wie beispielsweise Video-Konferenzen in HD-Qualität, Desktop- und Filesharing, Instant Messaging und die Presence-Funktion zur Verfügung.

Easybell

Easybell ist ein Tochterunternehmen der börsennotierten Ecotel Communication AG. Das Telekommunikationsunternehmen bietet Kommunikationslösungen für Privat- und Geschäftskunden jeglicher Größe. Kunden können bei Easybell Komplettanschlüsse mit Internet und Telefon, IP-Telefonanschlüsse oder SIP-Trunks in Kombination mit Cloud-Funktionen erhalten.

Bei Easybell gibt es verschiedene Cloud-Telefonanlagen-Tarife je nach Größe Ihres Unternehmens. Von Tarifen für Startups bis hin zu Tarifen für Unternehmen mit hohem Telefonieaufkommen (bis zu 200 parallele Gespräche) ist alles dabei. Der kleinste Tarif ist ein Jahr gratis erhältlich und kostet danach 1,67€ pro Monat. Das Paket beinhaltet einen SIP-Trunk mit 2 Leitungen, sodass 2 parallele Gespräche geführt werden können. Dieser Tarif ist für bis zu 4 Nebenstellen geeignet. Hinzu kommt eine optionale Flatrate für monatlich 8,39€. Diese beinhaltet 1000 Minuten im deutschen Festnetz und 100 Freiminuten im deutschen Mobilfunk. Die monatliche Grundgebühr für den nächsthöheren Tarif “Business easy” beträgt 4,19€ zuzüglich der Verbindungsentgelte pro Monat. Mit diesem Paket können Sie 10 parallele Gespräche führen. Es eignet sich für bis zu 30 Nebenstellen. Der Vertrag ist monatlich kündbar.

QSC AG

Die QSC AG wurde 1997 als Beratungsgesellschaft im Bereich Telekommunikation gegründet. Seit 2000 ist das Unternehmen an der Börse notiert und bieten seinen Geschäftskunden unter anderem IT-Dienstleistungen und IP-Telefonie-Lösungen. Das Unternehmen zählt zu einem der größten deutschen Netzanbieter mit einem eigenen Sprach- und Datennetz und richtet sich vor allem an den deutschen Mittelstand.

Bei QSC können Sie sich entweder zwischen ISDN- und SIP-Telefonie oder direkt für eine Telefonanlage aus der Cloud entscheiden. Durch TÜV- und ISO-zertifizierte Rechenzentren bietet Ihnen das Unternehmen höchste Sicherheit. Der Provider verspricht erstklassige Sprachqualität, bedarfsgerechte ISDN- und SIP-Anschlüsse sowie eine Cloud-Telefonanlage, die flexibel an die Bedürfnisse Ihres Unternehmens angepasst werden kann.

Die Cloud-Telefonanlage von QSC ist ab monatlich 4,50€ pro Arbeitsplatz inklusive Fax, Telefonkonferenz-System und Mailbox erhältlich.

QSC bietet zudem ein Zusatzprodukt “ QSC-inbound call International” an, mit dem Sie Ihre QSC-SprachanschlĂĽsse Ihren Anforderungen entsprechend um internationale Rufnummern aus mehr als 116 Ländern erweitern können.

fonial

Die fonial GmbH wurde 2014 gegründet und ist ein Tochterunternehmen des Telekommunikationsanbieters QSC AG. Mit seiner VoIP-Telefonanlage spricht das Unternehmen vor allem kleine- und mittelständische Unternehmen an. Durch kontinuierliche Updates bleibt die Cloud-Telefonanlage immer auf dem neuesten technischen Stand und kann jederzeit durch die flexible Skalierbarkeit an die Bedürfnisse Ihres Unternehmens angepasst werden. Bei fonial stehen Ihnen mehr als 100 Funktionen zur Verfügung, darunter klassische Funktionen wie Mailbox, mobile Integration, Halten oder regelbasiertes Routing. Zudem können Sie auch auf Telefonanlagenfunktionen wie Web2Fax, Interactive Voice Response und Konferenzen zurückgreifen. Bei fonial gibt es keine Mindestvertragslaufzeiten, sodass Sie Ihren Vertrag monatlich kündigen können.

Als Unternehmen mit maximal 3 Rufnummern profitieren Sie bei fonial vom “fonial FREE” Tarif. Hier stehen Ihnen zwar nur die Basisfunktionen zur Verfügung, jedoch ist dieser Tarif völlig kostenlos. Sie zahlen also nur für die Verbindungsentgelte. Diese betragen für das kostenfreie Produkt im deutschlandweiten Festnetz 1,9 Cent pro Minute und für den deutschlandweiten Mobilfunk 19 Cent pro Minute. Wenn Sie sich für das Produkt “fonial Plus” entscheiden, können Sie eine unbegrenzte Anzahl an Mitarbeitern an die Telefonanlage anbinden. Bei diesem Tarif zahlen Sie monatlich 2,90€ zuzüglich der Verbindungsentgelte pro Rufnummer.

TeamFon

Das 2005 gegründete Unternehmen mit Sitz in München bietet mit seinem Produkt “TeamSIP Centrex” eine virtuelle Telefonanlage für Mittelständler und Konzerne zur Miete an. Das Produkt ist nach zwei bis drei Tagen einsatzbereit und kann um beliebig viele Nebenstellen erweitert werden. Alle Einstellungen werden über ein benutzerfreundliches Webinterface vorgenommen. Die TK-Anlage aus der Cloud verfügt über 180 Funktionen, darunter Features wie das Call Center, Outlook Integration, Individuelle Klingeltöne und UC-Funktionen wie Instant Messaging und die intelligente Rufweiterleitung.

Die monatliche GrundgebĂĽhr der TeamFon Cloud-Telefonanlage beträgt bei bis zu 10 Nebenstellen je 6,90 â‚¬ pro Nebenstelle. Mit steigender Nebenstellenanzahl nimmt der zu zahlende Preis pro Nebenstelle jedoch ab. Eine Flatrate ins deutsche Festnetz kann fĂĽr 4,90€ dazugebucht werden. Der Vertrag ist monatlich kĂĽndbar.

TelegraFON

Das Telekommunikationsunternehmen Telegra wurde 1998 gegründet. Dem Anbieter war die Einfachheit und Schnelligkeit der Telefonanlage besonders wichtig. Aus diesem Grund entwickelte er telegra FON - Die Telefonanlage, bei der sich alle Funktionen per Fingertipp über eine Web-App steuern lassen. Die Cloud-Telefonanlage von telegra wird in firmeneigenen, georedundanten Hochsicherheitszentren in Deutschland gehostet und richtet sich vor allem an Startups und mittlere Unternehmen. Der Anbieter verspricht dem Kunden innerhalb von 5 Minuten neue Rufnummern zu erhalten. Sie können sich entscheiden, ob Sie Ihr Smartphone mittels Software zu einem Telefon umfunktionieren wollen oder weiterhin ein Tischtelefon nutzen möchtest. Telegra empfiehlt hierfür Geräte der Marke SNOM, da diese mit telegra kompatibel sind.

Die Cloud-Telefonanlage von telegra kostet Sie monatlich 2,80€. Im Preis ist die Rufnummer sowie Funktionen wie Fax2Mail, Gruppenfunktion, Begrüßungsansagen und Wartemusik enthalten. Zusätzlich können Sie eine All-Net Flat innerhalb Deutschlands für 9,90€ im Monat hinzubuchen. Eine Mindestvertragslaufzeit gibt es nicht.

NFON

Die NFON AG wurde 2007 gegründet und hat mittlerweile in 13 europäischen Ländern Niederlassungen. NFON bietet eine Cloud-Lösung, die sich an Unternehmen aller Branchen und Größen mit 2 bis 249.000 Mitarbeiter richtet. Bei NFON profitieren Sie von mehr als 150 Funktionen sowie einer hohen Flexibilität, denn Sie können selbst festlegen, wie viele Nebenstellen Sie benötigen. Weitere Features können Sie zudem jederzeit hinzubuchen oder wieder abbestellen. Außerdem sind Sie nicht langfristig an den Anbieter gebunden. Ihr Vertrag ist monatlich kündbar. Der Cloud-Anbieter lockt mit einer abhörsicheren Sprachverschlüsselung und einer TÜV-zertifizierten Sprachqualität.

Wenn Sie bei NFON zwischen 1 bis 10 Endgeräte nutzen, zahlen Sie monatlich 8,50€ pro Endgerät. Hat Ihr Unternehmen zwischen 11 bis 20 Nebenstellen, vermindert sich die Betriebskosten auf 7,50€ pro Endgerät. Eine Flatrate muss für alle Nebenstellen gebucht werden und kostet für das deutsche Festnetz 4,90€ je Nebenstelle.


Zusammenfassung

Bei den vorgestellten VoIP-Anbietern handelt es sich ausschließlich um Provider, die Ihre Telefonanlage in deutschen Hochleistungs-Rechenzentren hosten und sich nach den deutschen Datenschutzrichtlinien richten. Sie überzeugen allesamt durch hohe Ausfallsicherheiten und auch in den Grundfunktionalitäten ähneln sie sich zum Teil sehr. So können Sie alle TK-Anlagen der Anbieter über eine Benutzeroberfläche im Browser leicht konfigurieren und in nur wenigen Minuten einrichten. Sie brauchen sich keine teure Hardware anschaffen, weil Sie vom Provider alle Funktionalitäten über die Cloud zur Verfügung gestellt bekommen und können mehrere Standorte an die Telefonanlage anbinden. Selbst im Ausland bleiben Sie über Ihre Festnetznummer erreichbar.

Auch wenn sich die VoIP-Telefonanlagen der einzelnen Anbieter in vielen Dingen ähneln, so gibt es doch große Unterschiede was das Preis-/Leistungsverhältnis sowie die Mindestvertragslaufzeit betrifft. Beziehen Sie diese Faktoren unbedingt in Ihre Entscheidung mit ein. Falls Sie sich für einen anderen Anbieter als die vorgestellten interessieren sollten, sollten Sie zunächst diese Kriterien für Ihre Auswahl (Link zum Ratgebertext Cloud-Telefonanlagen/Punkt 5) berücksichtigen.

6. Aktuelles zur IP-Telefonie

6. Aktuelles zur IP-Telefonie: Cloud löst alles ab

Vor zwei Jahrzehnten steckte das Internet noch in den Kinderschuhen. Die wenigsten waren regelmäßig online. Doch mit der fortschreitenden Digitalisierung änderte sich das schnell. Während sich der Anteil der Internetnutzer im Jahr 2001 lediglich auf 37% belief, waren es 2016 bereits knapp 80%.

Diagramm: Anteil der Internetnutzer in Deutschland in den Jahren 2001 bis 2016

Quelle: Statista

Mit dem Anstieg der Internetnutzer hat sich auch unser Kommunikationsverhalten drastisch verändert. Die Kommunikation ĂĽber soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste wie WhatsApp ist bereits zur Normalität geworden. Zudem nutzen immer mehr Menschen das Internet zum Telefonieren. Während im Jahre 2013 28% der privaten Internetnutzer ĂĽber das Internet telefonierten oder darĂĽber Videotelefonate fĂĽhrten, waren es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im ersten Quartal 2015 bereits 31%.

Und auch im Arbeitsbereich hat sich einiges verändert. Cloud Computing wird immer beliebter. In Zukunft werden sich immer mehr Arbeitsbereiche in die Wolke verlagern. Laut des Marktforschungsunternehmens IDC werden die weltweiten Investitionen in Business-Lösungen aus der Public Cloud bis 2019 deutlich steigen. Während die Höhe der Investitionen im Jahr 2015 noch etwas über 60 Milliarden Euro betrug, wird prognostiziert, dass die Investition im Jahre 2019 mehr als das das Doppelte betragen soll.

Auch im Telekommunikationsbereich denken immer mehr Unternehmen über eine Telefonanlage aus der Cloud nach. Grund hierfür ist vor allem die Ankündigung der Telekom die ISDN- und Analog-Telefonie bis Ende 2018 komplett auf die IP-Telefonie umzustellen. Das Betreiben zweier paralleler Netze ist für die Netzbetreiber einfach zu teuer und das klassische analoge TK-Netz und ISDN sind einfach nicht zukunftsfähig.

Vielen Unternehmen mangelt es bei Ihrer alten TK-Anlage an Mobilität und Flexibilität. Wir arbeiten heute mit mehreren Geräten gleichzeitig und wollen immer und überall auf unsere Daten zugreifen können und auch von unterwegs erreichbar sein. Dieses Problem lässt sich mittels Cloud-Telefonanlagen lösen. Aus diesem Grund werden immer häufiger Software as a Service-Angebote wahrgenommen. Sie ersetzen nach und nach die klassischen On-Premise-Modelle und analoge- und ISDN-Telefonanlagen, die als grauer Kasten im Keller herumstehen, gehören schon bald der Vergangenheit an.

Durch virtuelle Telefonanlagen bekommen Sie alle Funktionalitäten der Telefonanlage über die Cloud zur Verfügung gestellt. In nur wenigen Minuten ist Ihre Telefonanlage eingerichtet. Diese können Sie ganz einfach über eine Benutzeroberfläche im Browser konfigurieren. Sie können mit den unterschiedlichsten Endgeräten auf die Telefonanlage zugreifen und auch verschiedene Standorte in die Telefonanlage integrieren. Selbst im Ausland können Sie unter Ihrer Festnetznummer erreicht werden. Sie brauchen sich um nichts kümmern, denn der Provider kümmert sich um den Betrieb, die Wartung und anfallende Updates Ihrer Telefonanlage. Und das vollkommen kostenlos. So bleibt Ihre Telefonanlage immer auf dem technisch neuesten Stand.

7. FAQ

7. FAQ

1. Können klassische analoge oder ISDN-Telefone für die Internettelefonie verwendet werden?
Ja, das ist meist möglich. Hierfür werden aber ein entsprechender Analog-Telefon-Adapter (ATA) oder ein ISDN-Telefon-Adapter (ITA) benötigt. Dieser Adapter wird an den Router angeschlossen und kann dadurch eine Verbindung mit dem Internet herstellen.

2. Was unterscheidet IP-Telefone von herkömmlichen Telefonen?
IP-Telefone sehen herkömmlichen Telefonen sehr ähnlich. Im Gegensatz zu den Standard-Telefonen verfügen Sie aber über einen Netzwerkanschluss, sodass sie direkt eine Verbindung mit dem Internet herstellen können. Außerdem verfügen sie nicht selten über ein deutlich größeres Display mit integrierter Kamera.

3. Kann ich mein Faxgerät an einer IP-Telefonanlage weiterhin nutzen?
Ja das ist möglich. Zwar kommunizieren analoge Faxgeräte über eine andere Sprache als IP-Telefonanlagen, aber über ein VoIP Gateway, der das T.38 Protokoll unterstützt, sind Sie in der Lage, Ihre analogen Faxgeräte in das IP-Telefonsystem zu integrieren und Ihre Faxe zu versenden. Wie die Integration genau funktioniert, erfahren Sie in unserer Online-Hilfe.

4. Welche Bandbreite beansprucht ein Telefonat mittels VoIP?
Für das Führen von Gesprächen per Internettelefonie gilt ein Richtwert von 100 kbit/s in Sende- und Empfangsrichtung pro Sprachkanal.

5. Was bedeutet Voice over IP?
Bei Voice over IP, auch IP-Telefonie oder Internettelefonie genannt, werden die Sprachdaten im Gegensatz zur analogen- und ISDN-Telefonie nicht mehr länger über das klassische Telefonnetz (PSTN), sondern über Computernetzwerke, die auf Internet-Standards basieren, übertragen.

6. Was ist Software on Demand?
Software on Demand bedeutet, dass der Nutzer die Software nicht bei sich im eigenen Unternehmen installiert hat, sondern dass sie auĂźerhalb des Unternehmens betrieben wird. Der Kunde zahlt bei diesem Modell nach Verbrauch und Zeit.

7. Was bedeutet SaaS?
SaaS steht fĂĽr Software as a Service. Bei diesem Modell bezieht der Nutzer die Software ĂĽber einen Provider im Internet. Die Verantwortung fĂĽr den Betrieb, die Wartung und anfallenden Updates der Software liegt bei diesem Modell beim Dienstleister.

8. Was ist Cloud Computing?
Beim Cloud Computing wird dem Nutzer die Software ĂĽber einen externen Anbieter zur VerfĂĽgung gestellt. Er mietet die Software und ruft diese ĂĽber einen Internet-Browser auf. Dem Kunden entstehen bei diesem Modell keinerlei Kosten fĂĽr Hardware, IT-Infrastruktur oder Personal.

9. Was bedeutet SIP?
SIP (kurz für Session Initiation Protocol) ist ein Netzwerkprotokoll mit dem Kommunikationssitzungen zwischen zwei und mehr Gesprächsteilnehmern aufgebaut, gesteuert und beendet werden können. Das Signalisierungsprotokoll ermöglicht es verschiedene Funktionen wie Videokonferenzen, SMS oder Desktop- und Filesharing zu nutzen.

10. Was passiert, wenn ich mich fĂĽr SIP-Trunking entscheide? Muss ich dann auf ISDN verzichten?
Nein. Sie müssen nicht auf ISDN verzichten. Mit Hybrid-Lösungen ist es möglich, sowohl von den Vorteilen von SIP als auch von ISDN zu profitieren. Dadurch können Sie nicht nur Kostenvorteile realisieren, sondern profitieren zudem von einer besseren Erreichbarkeit.