Falls Ihr Anschluss noch nicht auf IP-Telefonie umgestellt wurde, wird das in nicht allzu langer Zeit geschehen. Was IP-Telefonie ist, wie sie funktioniert, welche Vor- und Nachteile sie bietet und wie Sie Ihre ISDN-Telefonanlage trotz der Umstellung weiter betreiben können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.


1. Was ist IP-Telefonie?

1. Was ist IP-Telefonie?

IP-Telefonie, auch VoIP (Voice over IP) oder Internettelefonie genannt, bezeichnet das Telefonieren ĂŒber ein Datennetzwerk. Mittels IP-Telefonie können Daten und Telefonate nun ĂŒber ein und dasselbe Netzwerk gefĂŒhrt werden. Im Gegensatz zu analogen TelefonanschlĂŒssen, sind IP-AnschlĂŒsse an das Breitband gekoppelt und ermöglichen so vereinfacht ausgedrĂŒckt die Telefonie ĂŒber den Internetanschluss. Da die neue Technologie Netzbetreibern und Nutzern viele Vorteile bietet, verliert die herkömmliche analoge und ISDN-Telefonie immer weiter an Bedeutung und wird letztendlich komplett auf VoIP-Telefonie umgestellt werden.

Bei der GesprĂ€chsĂŒbertragung wird die Sprache in Datenpakete umgewandelt. Diese werden in kleinen Einheiten ĂŒber das Internetprotokoll an den EmpfĂ€nger gesendet. Bei diesem angekommen, werden die einzelnen IP-Pakete wieder als Sprachinformation entpackt. FĂŒr den Verbindungsauf- und abbau kommt normalerweise das Session Initiation Protocol (SIP) zum Einsatz. Bei SIP-basierten Systemen verfĂŒgt jeder GesprĂ€chsteilnehmer ĂŒber eine SIP-Adresse, mit der sich jedes EndgerĂ€t an einem SIP-Server anmeldet. Soll nun eine GesprĂ€chsverbindung aufgebaut werden, erhĂ€lt das EndgerĂ€t des Anrufers die IP-Adresse des EmpfĂ€ngers vom SIP-Server.

Um per VoIP ĂŒber die Internetverbindung zu telefonieren, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur VerfĂŒgung. Die Anschaffung zusĂ€tzlicher Hardware ist in den meisten FĂ€llen jedoch nicht erforderlich. So können Sie zum Beispiel auch Ihren PC, Ihren Laptop oder Ihr Smartphone zum Telefonieren verwenden. HierfĂŒr ist es jedoch notwendig, eine Software auf Ihrem EndgerĂ€t zu installieren. Kostenlose Versionen sind hierfĂŒr jedoch erhĂ€ltlich. Eine andere Möglichkeit besteht darin, IP-Telefone oder herkömmliche Telefone fĂŒr die Internettelefonie zu verwenden. Letztere können meist mittels Adapter an den Router angebunden werden.

Wenn in Ihrem Unternehmen nur selten telefoniert wird und Sie kein Geld fĂŒr IP-Telefone ausgeben möchten, so können Sie durchaus auch einfach ĂŒber die integrierten Mikrofonen und Lautsprecher Ihres Computers oder Laptops telefonieren. Bei einem erhöhten Telefonaufkommen, empfiehlt es sich jedoch, sich ein Headset oder ein Telefon zuzulegen.

Egal auf was Ihre Wahl letztendlich auch fĂ€llt, fĂŒr die Nutzung der IP basierten Telefonie gilt eine schnelle und stabile Breitband-Internetverbindung als Voraussetzung, damit eine gute SprachqualitĂ€t gewĂ€hrleistet werden kann. Hierbei werden in etwa 100 kbit/s pro Sprachkanal in Sende- und Empfangsrichtung benötigt.

2. All-IP Umstellung und ISDN-Abschaltung

2. All-IP Umstellung und ISDN-Abschaltung

In letzter Zeit kommen vor allem Unternehmen um das Thema “IP-Telefonie” kaum noch herum. Grund dafĂŒr ist vor allem die Abschaltung des ISDN-Netzes, die von den großen Telekommunikationsanbietern in den kommenden Jahren geplant ist. Die Deutsche Telekom möchte die All-IP-Umstellung bereits bis Ende 2018 abgeschlossen haben. Da Ihr Unternehmen von der Umstellung ebenfalls betroffen ist, möchten wir Ihnen im Folgenden die GrĂŒnde fĂŒr die Umstellung erklĂ€ren und Ihnen aufzeigen, welche Möglichkeiten Sie in Bezug auf die IP-Umstellung haben. Denn auch wenn einige Anbieter die All-IP-Umstellung erst etwas spĂ€ter durchfĂŒhren, so ist das Aus von ISDN doch unausweichlich und wird spĂ€testens 2022 kommen.

2.1 GrĂŒnde fĂŒr die Umstellung

1. Alle Dienste ĂŒber ein Netz empfangbar
Wurden Telefonie und Internet bis vor Kurzem noch ĂŒber zwei unterschiedliche Leitungen abgewickelt, so lassen sich TelefongesprĂ€che dank Voice-over-IP (VoIP) mittlerweile auch im IP-Netz ĂŒbertragen. Und auch alle anderen Dienste wie Mobilfunk, Fax oder TV können nun ĂŒber ein einziges Netzwerk empfangen werden.

Bild des IP-Netzes, das mit dem Internet, der Telefonie, dem Mobilfunk und dem Fernsehen verbunden ist.

Das hat zur Folge, dass die ISDN- und AnaloganschlĂŒsse abgeschaltet werden sollen, und das nachdem ISDN nun seit ca. 20 Jahren als digitale Standardtechnologie im Telefonnetz gilt. Irgendwann ist aber jede Technologie nun einmal ĂŒberholt und der parallele Betrieb zweier Netzwerke verursacht fĂŒr die Netzbetreiber unnötige Kosten. Aufgrund der All-IP-Umstellung, mĂŒssen IP-Telefonate nicht mehr in ein analoges Netz ĂŒbertragen werden, wodurch Kosten und Energie gespart werden können.

2. Ersatzteile fĂŒr ISDN-AnschlĂŒsse seltener lieferbar
Da ISDN- und AnaloganschlĂŒsse auf Ethernet-IP umgestellt werden sollen und nach und nach abgeschaltet werden, weil sie einfach veraltet sind, können Ersatzteile fĂŒr eben diese AnschlĂŒsse auch immer seltener geliefert werden, was die Wartung dieser Anlagen zunehmend erschwert.

3. Das Netz der Zukunft
Durch die All-IP-Umstellung wird der Ausbau eines zukunftsfÀhigen Netzes vorangetrieben, das dank neuer Features wie Unified Communications und Videokonferenzen eine bessere und effektivere Zusammenarbeit ermöglicht.

2.2 Welche Möglichkeiten habe ich auf IP-Telefonie umzustellen?

Damit die Umstellung auf VoIP reibungslos verlĂ€uft, ist es fĂŒr Unternehmen wichtig, sich bereits jetzt mit dem Thema auseinanderzusetzen und die fĂŒr sie beste Möglichkeit zu finden.

Nutzt Ihr Unternehmen bereits das Internet Protokoll fĂŒr die SprachĂŒbertragung? Dann ist eine Umstellung Ihrer Telefonanlage auf einen VoIP-Anschluss höchstwahrscheinlich problemlos möglich, ohne dass Sie Ihre EndgerĂ€te bzw. Telefonanlage ersetzen mĂŒssen.

Anders verhĂ€lt es sich, wenn Sie in Ihrem Unternehmen noch ĂŒber eine ISDN-TK-Anlage telefonieren. In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit, die Umstellung ĂŒber einen SIP TK-Anlagenanschluss zu vollziehen oder aber die Dienste einer Cloud-Telefonanlage zu nutzen. Auf beide Möglichkeiten gehen wir unter Punkt 5 genauer ein.

3. Wie funktioniert IP-Telefonie?

3. Wie funktioniert IP-Telefonie?

Bei der IP-Telefonie werden die Telefone nicht lĂ€nger in die TAE-Buchse der Telefondose, in eine ISDN-Box oder in einen Splitter eingestöpselt, sondern in den DSL-Router oder in ein VoIP-fĂ€higes Kabelmodem. Auch im Hintergrund spielt sich bei der Internettelefonie ein ganz anderer technischer Vorgang ab. So werden den Verbindungen keine festen Leitungen mehr zugeteilt. Der Router digitalisiert die akustischen Sprachzeichen, komprimiert sie wenn nötig, wandelt sie in Datenpakete um und versendet sie anschließend ĂŒber das Internet zum Telefon-Server des Anbieters. Die einzelnen Datenpakete enthalten unter anderem Informationen ĂŒber den Absender, den EmpfĂ€nger und den Nachrichtenstatus.

Auch ein TelefongesprĂ€ch ĂŒber VoIP lĂ€sst sich wie ein herkömmliches TelefongesprĂ€ch in drei grundlegende Schritte gliedern:

  1. Den Verbindungsaufbau
  2. Die GesprĂ€chsĂŒbertragung
  3. Den Verbindungsabbau
Darstellung des Verbindungsaufbaus bei der IP-Telefonie

FĂŒr den Verbindungsaufbau, kommt eine sogenannte SIP-Adresse zum Einsatz. Die AbkĂŒrzung SIP steht fĂŒr Session Initiation Protocol. Da jede SIP-Adresse einmalig vergeben wird, ist es möglich, anhand dieser Adresse jeden Nutzer zu identifizieren. Die SIP-Adresse ist nicht mehr lĂ€nger an einen bestimmten Anschluss gebunden, sodass man weltweit unter seiner Rufnummer erreichbar bleiben kann. Sollte Ihr GesprĂ€chspartner noch nicht auf die IP-Telefonie umgestiegen sein, ist das aber auch kein Problem, denn mittels eines Media-Gateways ist es möglich, Ihre Daten ins herkömmliche Telefonnetz einzuspeisen. Durch diesen Übergabepunkt kann ein normales Telefon ein VoIP-Telefon erreichen und umgekehrt. Diese speziellen Gateways können sowohl fĂŒr ISDN als auch fĂŒr einen analogen Telefonanschluss verwendet werden.

Um die Internettelefonie zu nutzen, ist es notwendig, dass Sie jederzeit ĂŒber eine stabile und ausreichende Internetverbindung verfĂŒgen, damit der Router permanent online bleibt und die Datenpakete problemlos ĂŒbertragen werden können. FĂŒr die VoIP-Telefonie können Sie entweder den heimischen Internetanschluss oder das mobile Netz am Smartphone nutzen.

3.1 Wie funktioniert der Verbindungsauf- und abbau bei VoIP?

3.1 Wie funktioniert der Verbindungsauf- und abbau bei VoIP?

Im Gegensatz zur SprachĂŒbertragung kommt fĂŒr die IP-basierte Telefonie fĂŒr den Auf-und Abbau von VoIP-Verbindungen ein anderes Protokoll zum Einsatz, nĂ€mlich das Session-Initiation-Protocol (SIP). Dieses Netzprotokoll sorgt fĂŒr eine herstellerĂŒbergreifende Integration von VoIP-Komponenten. Bei SIP-basierten Systemen verfĂŒgt jeder Teilnehmer ĂŒber eine eigene SIP-Adresse.

Beispiel einer SIP-Adresse
Diese gleicht vom Aufbau einer E-Mail Adresse. Eine SIP-Adresse könnte beispielsweise so aussehen: “sip:0123456789@example.de”.

Eine SIP-Adresse besteht aus zwei Komponenten. Zum Einen enthÀlt sie den SIP-User des Teilnehmers und zum anderen den Domainnamen des Registrar-Servers.

Um eine Verbindung aufbauen zu können, ist es notwendig, dass der Anrufer (A-Teilnehmer) die IP-Adresse des EmpfĂ€ngers kennt. DafĂŒr melden sich die EndgerĂ€te der GesprĂ€chsteilnehmer mit ihrer IP-Adresse, ihrem Benutzernamen und ihrem Passwort bei einem Registrar-Server an. So wird dem Nutzer das ortsunabhĂ€ngige Telefonieren ermöglicht, denn er kann sich an jedem beliebigen SIP-EndgerĂ€t weltweit anmelden, auf all seine Telefondienste zugreifen und seine Rufnummer behalten. Voraussetzung hierfĂŒr ist lediglich eine Internetverbindung.

Soll nun eine Verbindung zwischen zwei Teilnehmern zustande kommen, schickt das EndgerĂ€t des Teilnehmers A eine Mitteilung mit der Rufnummer des Teilnehmers B an den Server seines Providers A. Daraufhin gibt der Server die Information an den den Server des Providers B weiter, damit dieser das EndgerĂ€tes des Teilnehmers B ansprechen kann. Hat dieser Schritt problemlos funktioniert, klingelt EndgerĂ€t B und schickt eine Nachricht zurĂŒck an EndgerĂ€t A. Dadurch erkennt es, dass der andere Teilnehmer gefunden wurde und antwortet mit einem Tonsignal. Beim erfolgreichen Verbindungsaufbau, findet die Kommunikation anschließend zwischen den EndgerĂ€ten und nicht mehr ĂŒber den SIP-Server statt.

Zum Beenden der GesprĂ€chsĂŒbertragung, sendet ein EndgerĂ€t ein entsprechendes SIP-Paket an seinen Server. Daraufhin benachrichtigt der Server das andere EndgerĂ€te ĂŒber den Verbindungsabbau und das GesprĂ€ch wird beendet.

3.2 Wie funktioniert die GesprĂ€chsĂŒbertragung?

3.2 Wie funktioniert die GesprĂ€chsĂŒbertragung?

Wie bereits erwĂ€hnt, werden bei der VoIP-Telefonie keine analogen Sprachinformationen mehr ĂŒbertragen, sondern einzelne digitale Datenpakete. Damit das möglich ist, mĂŒssen die akustischen Signale, die analog durch ein Mikrofon aufgenommen werden, aber als erstes in analoge elektrische Signale transformiert werden. Diese werden anschließend digitalisiert und in viele kleine Pakete aufgeteilt. Danach erfolgt der Versand der Datenpakete ĂŒber ein öffentliches oder ein privates Netz.

FĂŒr die Übermittlung der Daten ist die Art der Codierung entscheidend, denn diese bestimmt die QualitĂ€t des GesprĂ€chs. Einige Codecs dienen im Gegensatz zum Standard G.711 dazu, eine möglichst geringe Datenrate zu erreichen. Codecs wie G.722 werden fĂŒr Telefonate in HD-QualitĂ€t gewĂ€hlt. Zwar sorgen sie so fĂŒr eine hervorragende SprachqualitĂ€t, andererseits benötigen sie auch eine deutlich höhere Datenrate.

Sind die Daten am EndgerĂ€t des EmpfĂ€ngers angelangt, mĂŒssen sie in einem letzten Schritt wieder entschlĂŒsselt werden, denn nur so ist es uns als Menschen möglich, die erhaltenen Informationen zu verstehen. Telefone und Softphones wĂ€hlen normalerweise automatisch den qualitativ besten Codec, ĂŒber den beiden Seiten verfĂŒgen.

4. Welche Voraussetzungen gibt es fĂŒr IP-Telefonie?

4. Welche Voraussetzungen gibt es fĂŒr IP-Telefonie?

Um die Internettelefonie nutzen zu können, benötigen Sie lediglich drei Dinge:

  1. Einen Internetanschluss
  2. Einen VoIP-Anbieter
  3. Geeignete Hardware

Da Sie bei einem IP-Anschluss ĂŒber das Internet telefonieren, ist ein Internetanschluss (z.B. DSL) mit ausreichender Bandbreite unerlĂ€sslich, um eine hervorragende SprachqualitĂ€t zu gewĂ€hrleisten. Pro Sprachkanal fallen in Upload- und Downloadrichtung ca. 100kbit/s an Bandbreite an.

Außer eines Internetanschlusses, ist zudem eine gewisse Hardware erforderlich, um VoIP nutzen zu können. Hierbei sei aber direkt vorweg gesagt, dass es nicht erforderlich ist, sich zusĂ€tzliche Hardware anzuschaffen. Es gibt 4 Möglichkeiten, um ĂŒber VoIP telefonieren zu können, die wir Ihnen im Folgenden gerne vorstellen möchten:

1. VoIP mittels PC

Der Computer oder der Laptop wird ĂŒber einen Breitbandanschluss an das Internet angebunden. Um ĂŒber den PC telefonieren zu können, ist es notwendig, sich eine geeignete Software, ein sogenanntes Softphone zu installieren. Softphones sind in verschiedenen AusfĂŒhrungen und auch als kostenlose Varianten verfĂŒgbar. Wir von Placetel können das kostenlose VoIP-Softphone Zoiper sehr empfehlen. Des Weiteren muss der Computer ĂŒber ein Mikrofon und einen Lautsprecher verfĂŒgen. Bei hohem Telefonaufkommen ist es jedoch empfehlenswert, ein Headset zum Telefonieren zu nutzen.

2. VoIP mittels IP-Telefon

Eine weitere Möglichkeit um ĂŒber VoIP zu telefonieren, ist die Nutzung eines IP-Telefons. IP-Telefone gleichen den herkömmlichen Telefonen vom Aussehen her, unterscheiden sich aber in der verwendeten Technik. So unterstĂŒtzen IP-Telefone die DatenĂŒbertragung im Internet. Das IP-basierte Telefon schließen Sie ĂŒber einen freien LAN-Port Ihres Routers (beispielsweise FRITZ!Box von AVM) an das Internet an.

3. VoIP via analogem Telefon

Möchten Sie sich weder neue IP-Telefone anschaffen noch ĂŒber den PC telefonieren, so können Sie auch einfach Ihre bisher verwendeten analogen oder Ihre ISDN-Telefone behalten. HierfĂŒr ist es jedoch erforderlich, sich einen analogen Telefonadapter (ATA) bzw. einen ISDN-Telefon-Adapter (ITA) anzuschaffen. Der Adapter bietet zum einen die Möglichkeit das Telefon anzuschließen und schafft auf der anderen Seite eine Verbindungsmöglichkeit zu einem DSL-Modem und damit zum Internet. Der Adapter wandelt die analogen Signale dann in digitale Datenpakete um und umgekehrt.

4. VoIP ĂŒber das Smartphone
Bild eines Mannes, der ein Smartphone in der Hand hÀlt.

Die letzte Möglichkeit besteht darin, Ihr Smartphone fĂŒr die Internettelefonie zu verwenden.

HierfĂŒr können Sie sich fĂŒr Ihr iPhone oder Ihr Android Phone einfach eine App herunterladen und sich so die Anschaffung eines zusĂ€tzlichen IP-Telefons sparen. Mehr zu Mobile VoIP erfahren Sie hier.

5. IP-Telefonie mit ISDN-Telefonanlage

5. IP-Telefonie mit ISDN-Telefonanlage

Immer mehr Unternehmen setzen bedingt durch die All-IP Umstellung auf eine VoIP-Telefonanlage und profitieren von vielen Vorteilen. Wenn Ihr Unternehmen jedoch noch eine ISDN-Telefonanlage betreibt und kein Geld in eine neue VoIP-Telefonanlage investieren möchte, gibt es zwei Möglichkeiten fĂŒr Sie. Sie können Ihre bisherige ISDN-Telefonanlage behalten und mit einem SIP TK-Anlagenanschluss weiterbetreiben oder die Dienste einer Cloud-Telefonanlage nutzen.

5.1 SIP-Trunking

SIP-Trunking bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre bisherige ISDN-Telefonanlage auch nach der All-IP-Umstellung weiterzubetreiben und gleichzeitig Kostenvorteile zu realisieren. Möglich wird das durch einen SIP TK-Anlagenanschluss, mit dem Sie Ihre analoge Telefonanlage an das All-IP-Netz anbinden können. Voraussetzung hierfĂŒr ist jedoch, dass Ihre Telefonanlage SIP-fĂ€hig ist. Aber keine Sorge: Auch wenn sie es nicht ist, haben Sie im Allgemeinen die Möglichkeit, Ihre analoge Telefonanlage ĂŒber ein Media Gateway an das Internet anzuschließen. Hierbei kommt es jedoch auf Ihren Anbieter an. Ein SIP TK-Anlagenanschluss lĂ€sst sich von der Funktionsweise her im Endeffekt mit einem ISDN- oder PMX-Anschluss vergleichen. Da beim SIP-Trunking jedoch nicht alle ISDN-Funktionen wie gewohnt genutzt werden können, stellt dieses Modell eher eine Übergangslösung dar. Langfristig sollten Nutzer eher auf eine Cloud-Telefonanlage setzen, da Ihnen diese mehr Vorteile bietet und zukunftssicher ist.

5.2 Cloud-Telefonanlage

Abbildung einer Cloud-Telefonanlage und Menschen, die diese auf dem Smartphone und dem Tablet nutzen.

FĂ€llt Ihre Entscheidung auf eine Cloud-Telefonanlage, haben Sie den großen Vorteil, dass Ihnen alle klassischen ISDN-Funktionen wie beispielsweise “Transfer”, “Vermitteln”, “Halten” oder “Besetzt” weiterhin erhalten bleiben. Zudem mĂŒssen Sie sich nicht mehr lĂ€nger um die Wartung, Instandhaltung und anfallenden Updates Ihrer Telefonanlage kĂŒmmern. Diese Aufgaben fallen in den Verantwortungsbereich Ihres ausgewĂ€hlten Providers. Durch kontinuierliche Updates wird auch gewĂ€hrleistet, dass Ihnen jederzeit neue Features z.B. wie Unified Communications zur VerfĂŒgung stehen, mit denen Sie die Zusammenarbeit Ihres Teams verbessern können.

Mit einer Cloud-Telefonanlage genießen Sie außerdem maximale FlexibilitĂ€t, denn das Hinzubuchen oder Abbestellen von Rufnummern können Sie jederzeit selbst ĂŒber eine intuitive BenutzeroberflĂ€che vornehmen. Die OrtsunabhĂ€ngigkeit ist ein weiterer Faktor, der viele Unternehmen dazu verleitet, auf eine Cloud-Telefonanlage umzusteigen. Niederlassungen können so selbst im Ausland mit der Cloud-Telefonanlage verknĂŒpft werden. Das Zugreifen auf die Telefonanlage ist zudem von jedem EndgerĂ€t möglich. Wenn Sie möchten, können Sie Ihre Anrufe sogar auf allen EndgerĂ€ten gleichzeitig klingeln lassen, sodass Sie keinen Anruf mehr verpassen.

6. Vor- und Nachteile der IP-Telefonie

6. Vor- und Nachteile der IP-Telefonie

Da auch Ihr Telefonanschluss ĂŒber kurz oder lang auf VoIP umgestellt wird, möchten wir Sie im Folgenden darĂŒber informieren, welche Vor- und Nachteile die IP-Telefonie fĂŒr Sie bedeutet.

6.1 Vorteile

  • Einfache Einrichtung und Konfiguration
    IP-AnschlĂŒsse ĂŒberzeugen gegenĂŒber herkömmlichen TelefonanschlĂŒssen mit einem besonders einfachen Handling. So sorgt die neue Technik dafĂŒr, dass anstatt eines DSL-Splitters oder eines NTBAs, nur noch ein Router gebraucht wird, der unmittelbar an die Telefondose angeschlossen werden kann.

    Bei den meisten VoIP-Anbietern haben Sie außerdem die Möglichkeit, Ihre IP-Telefonie-Einstellungen ĂŒber eine Web-BenutzeroberflĂ€che von jedem Internet-Zugang aus vorzunehmen. So können Sie ganz einfach Mitarbeiter anlegen, Weiterleitungen einrichten, bestimmte Rufnummern sperren lassen, Rufgruppen einrichten oder ein paralleles Klingeln auf verschiedenen EndgerĂ€ten einstellen.

  • Kosteneinsparungen
    Durch die IP-Technologie ist es Ihnen möglich, alle Dienste wie Telefonie, Internet und Mobilfunk in einem Angebot zu erhalten. Die BĂŒndelung aller Dienste in einem Komplettangebot bedeutet fĂŒr Sie als Kunden in den meisten FĂ€llen hohe Kosteneinsparungen, da Sie alle Serviceleistungen von einem Anbieter beziehen können. Denn eine Internet-Flatrate, die fĂŒr die Internettelefonie benötigt wird, zĂ€hlt heutzutage in fast jedem Haushalt zum Standard.

    Kunden der IP-Telefonie profitieren in der Regel außerdem von gĂŒnstigeren Verbindungsentgelten als bei der herkömmlichen Telefonie. Betriebsinterne Telefonate sind zudem komplett kostenfrei.

    Wenn Sie sich fĂŒr eine Cloud-Telefonanlage entscheiden sollten, brauchen Sie sich außerdem im Gegensatz zu einer ISDN-Anlage nicht mehr lĂ€nger um die Wartung, Instandhaltung und anfallende Updates zu kĂŒmmern. Dadurch können weitere Kosten- und Zeiteinsparungen realisiert werden.

  • Keine oder kurze Mindestvertragslaufzeit/KĂŒndigungsfrist
    Die meisten VoiP-Anbieter werben mit keinen oder extrem kurzen Mindestvertragslaufzeiten und KĂŒndigungsfristen. In der Regel betrĂ€gt die KĂŒndigungsfrist lediglich einen Monat, sodass hier auch Startups auf der sicheren Seite sind.

  • OrtsunabhĂ€ngigkeit
    Da bei der IP-basierten Telefonie keine physische Telefonleitung zum Telefonieren benötigt wird, lÀsst sich ein IP-Telefoniezugang mit geeigneter VoIP-Hardware oder Software im Prinzip von jedem Internet-Zugang nutzen.

    OrtsunabhÀngigkeit dank IP-Telefonie

    Mithilfe spezieller Apps fĂŒr Ihr Smartphone, können Sie also auch unterwegs, egal ob im In- oder Ausland, nicht nur unter Ihrer Mobilfunknummer sondern auf Wunsch auch unter Ihrer BĂŒronummer erreicht werden. Diese Möglichkeit sorgt außerdem dafĂŒr, dass Sie ausgehende GesprĂ€che zum Festnetzpreis fĂŒhren können.

  • Hervorragende SprachqualitĂ€t
    Mit dem Umstieg auf die IP-Telefonie steht Ihnen dank der High-Definition-Voice Technologie eine hervorragende SprachqualitĂ€t zur VerfĂŒgung. Möchten Sie von der HD-Voice-Technologie profitieren, ist es jedoch wichtig zu wissen, dass diese nur verwendet werden kann, wenn auch die VoiP-Hardware oder Software, der Router sowie die Technik des GesprĂ€chsteilnehmers HD-Voice unterstĂŒtzt. Seit 2013 ist es auch mit den meisten Smartphones möglich, HD-Telefonie zu nutzen.

  • Höhere Geschwindigkeit
    Höhere Internetgeschwindigkeiten sind ein weiterer Vorteil der VoIP-Telefonie. Diese resultieren aus freiwerdenden Frequenzbereichen, die vor der Umstellung noch fĂŒr die ISDN- und Analog-Telefonie (Annex A/B) reserviert waren. Durch die freigewordenen Frequenzbereiche ist ein grĂ¶ĂŸerer Datentransport möglich. Beim Upload ist die Geschwindigkeit dann doppelt so hoch als bei bisherigen DSL-AnschlĂŒssen. Höhere Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s sorgen außerdem fĂŒr einen schnelleren Informationsaustausch zwischen Kunden, Partnern und Lieferanten.

  • Höhere Anzahl paralleler GesprĂ€che
    Ein IP-Anschluss ermöglicht das gleichzeitige FĂŒhren einer Vielzahl an GesprĂ€chen und ist nicht mehr wie bei einem herkömmlichen ISDN-Anschluss auf nur zwei parallele KanĂ€le beschrĂ€nkt. Wie viele GesprĂ€che gleichzeitig gefĂŒhrt werden können, richtet sich zum einen nach der DatenĂŒbertragungsrate des Anschlusses und zum anderen nach der Anzahl der gebuchten Telefonnummern.

  • Effektivere Kommunikation und Zusammenarbeit
    IP-Telefonie schafft die Voraussetzung fĂŒr eine bestmögliche Vernetzung zwischen allen Mitarbeitern, egal ob sie im Ausland sind oder im Homeoffice arbeiten. So können Mitarbeiter zum Beispiel von einem beliebigen Standort an Telefon- oder Videokonferenzen teilnehmen oder dank Features wie File-Sharing ihre Daten miteinander teilen. Zudem lassen sich interne Abstimmungen dank Instant Messaging, Voicemail oder der Nutzung einer Collaboration-Plattform schneller und leichter treffen.
    Durch Internettelefonie kann außerdem die Kundenkommunikation verbessert werden. Auch wenn Mitarbeiter gerade nicht im BĂŒro sind, können Kunden sie dank der problemlosen Integration von mobilen EndgerĂ€ten in die Telefonanlage unter ihrer gewöhnlichen BĂŒronummer erreichen.

    Konnte ein Mitarbeiter einen Anruf einmal nicht entgegennehmen, so wird er per E-Mail ĂŒber den verpassten Anruf informiert. Auch auf die Mailbox gesprochene Nachrichten erhĂ€lt er als Audio-Datei per Mail.

  • Neue Features sorgen fĂŒr ZukunftsfĂ€higkeit
    Einer der bedeutendsten Vorteile der VoIP-Telefonie ist, dass sich durch sie neue Funktionen entwickeln lassen, die mit der ISDN-Technik bisher nicht möglich waren. Als Beispiel kann hierfĂŒr das Einbinden von CRM-Systemen genannt werden. Das bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Kunden direkt aus dem CRM-System per Mausklick anzurufen. Erhalten Sie einen Anruf, haben Sie außerdem alle wichtigen Kundeninformationen auf einen Blick.

    Eine Frau, die an einer Videokonferenz teilnimmt.

    Die meisten VoiP-Provider bieten Ihren Kunden mehr als 150 Telefonfunktionen. Außer den klassischen Telefonanlagen-Funktionen wie Halten, Makeln, Telefonkonferenzen, BLF und Weiterleitungen, haben Nutzer beispielsweise Zugriff auf Features wie Videokonferenzen oder je nach gebuchter Option auf Unified Communications.

    6. 2 Nachteile

  • AbhĂ€ngigkeit von der Internetverbindung
    Wie bereits erwĂ€hnt, kann mit IP-Telefonie eine ausgezeichnete SprachqualitĂ€t erzielt werden, die ISDN in nichts nachsteht. Hierbei sei allerdings erwĂ€hnt, dass die SprachqualitĂ€t immer nur so gut sein kann wie das Übertragungsnetz selbst. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie in Ihrem Netzwerk immer ausreichend Bandbreite fĂŒr die einzelnen SprachkanĂ€le zur VerfĂŒgung haben und Ihre Internetverbindung stabil ist. FĂŒr die ausreichende Bandbreite gilt ein Richtwert von 100 kbit/s pro Sprachkanal. Bei einer instabilen DSL-Leitung kann die GesprĂ€chsqualitĂ€t darunter leiden. Die Folge wĂ€ren Aussetzer oder GesprĂ€chsabbrĂŒche. Besteht einmal keine Internetverbindung, kann auch nicht telefoniert werden, da VoIP ja nicht lĂ€nger genutzt werden kann. Um GesprĂ€chsabbrĂŒche zu vermeiden, raten wir Ihnen deshalb eine Breitbandanbindung mit garantierter VerfĂŒgbarkeit wie zum Beispiel SDSL zu nutzen.

  • Bisherige ISDN-Anlage muss unter UmstĂ€nden ersetzt werden
    Haben Sie sich erst vor Kurzem eine Telefonanlage angeschafft, wird diese sehr wahrscheinlich sowohl fĂŒr ISDN- als auch fĂŒr einen VoIP-Anschluss nutzbar sein. Solche hybriden Telefonanlagen kamen in den letzten Jahren vermehrt auf den Markt. Aber auch bei etwas Ă€lteren Anlagen können diese meist mit hilfe spezieller Router und Gateways weiterbetrieben können.

    Kritisch wird es bei Anlagen, die Ă€lter als fĂŒnf Jahre alt sind. Hier besteht die Gefahr, dass eine UmrĂŒstung hĂ€ufig nicht möglich ist oder sie so kostenintensiv ist, dass sich die Umstellung nicht lohnen wĂŒrde. In diesem Fall muss die ISDN-Anlage sehr wahrscheinlich ersetzt werden. Vor dem Kauf sollten Sie aber abwĂ€gen, ob Sie wirklich Geld in eine stationĂ€re Telefonanlage investieren möchten oder ob Sie sich die Anschaffungskosten nicht lieber sparen und sich fĂŒr eine Cloud-Telefonanlage entscheiden.

  • FunktionsunfĂ€higkeit bei einem Stromausfall
    Bei einem Stromausfall hat ein kabelgebundenes, analoges Telefon einen großen Vorteil. Seine Vermittlungsstellen sind nĂ€mlich mit einem Notstromaggregat ausgestattet, sodass es auch bei einem Stromausfall weiter verwendet werden kann. Die IP-Telefonie wird jedoch ĂŒber einen Router, der eine Internetverbindung herstellt, ermöglicht. Wird der Router nicht mehr lĂ€nger mit Strom versorgt, entfĂ€llt auch die Möglichkeit zu telefonieren. Dem kann aber mit einer Pufferbatterie (USV) entgegengewirkt werden. Bei einer Cloud-Telefonanlage gibt es bei einem Stromausfall eine weitere Lösung: Hier können Sie zum Beispiel problemlos ĂŒber Ihre mobile Breitbandverbindung auf Ihrem Smartphone weiter telefonieren oder eine Weiterleitung auf Ihre Mobilfunkrufnummer einstellen.

  • Schwierigkeiten mit ans Telefonnetz angeschlossenen GerĂ€ten möglich
    Da GesprĂ€chsdaten bei der IP-Telefonie teilweise komprimiert und in Bezug auf die Sprechfrequenzen optimiert werden, kann es bei einigen ans Telefonnetz angeschlossenen GerĂ€ten wie z.B. Hausnotruf-GerĂ€ten, EC-/Kreditkarten-Automaten, Alarmanlagen und ggf. auch FaxgerĂ€ten zu Problemen kommen. Die soeben genannten GerĂ€te sind entweder an spezielle ISDN-Funktionen sowie an eine Störsicherheit gebunden oder benötigen eine nach Möglichkeit bitgenaue Übertragung. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich vor der All-IP-Umstellung beim VoiP-Anbieter und beim GerĂ€tehersteller beraten zu lassen, bei welchen GerĂ€ten es nach der Umstellung zu Schwierigkeiten kommen könnte.

  • Notwendigkeit sicherer Passwörter
    Da die IP-Telefonie ĂŒber das Internet stattfindet, ist es erforderlich, sein Benutzerkonto mit einem sicheren Passwort zu schĂŒtzen. Ein sicheres Passwort sollte mindestens acht Zeichen lang sein, aus Groß- und Kleinbuchstaben bestehen und mindestens ein Sonderzeichen beinhalten. Bei den meisten VoIP-Anbietern ist es außerdem fĂŒr das Konfigurationscenter möglich, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einzustellen.

6.3 Zusammenfassung: Vor- und Nachteile eines IP-Anschlusses auf einen Blick

Zu behaupten, dass IP-Telefonie nur Vorteile mit sich bringt, wĂ€re schlicht und ergreifend gelogen. Denn im Grunde genommen gibt es kein Produkt, keine Dienstleistung und eben auch keine Technik, die den Nutzern nur Vorteile bringen. Es kann aber ganz klar gesagt werden, dass die Vorteile gegenĂŒber den Nachteilen bei VoIP ganz eindeutig ĂŒberwiegen. Mit VoIP ist Ihr Unternehmen fĂŒr die Zukunft mit den neuesten Features gerĂŒstet und Sie haben die Möglichkeit, jederzeit flexibel auf Ihre Unternehmenssituation zu reagieren und gleichzeitig Kosten zu sparen. Auf der anderen Seite muss man jedoch sehen, dass VoIP auf eine stabile Internetverbindung mit ausreichend Bandbreite angewiesen ist, da sonst AbzĂŒge in der SprachqualitĂ€t gemacht werden mĂŒssen.

Damit Sie das FĂŒr und Wider von VoIP noch einmal in Ruhe abwĂ€gen können, haben wir Ihnen die Vor- und Nachteile der IP-Telefonie im Folgenden gegenĂŒbergestellt.

GegenĂŒberstellung der Vor-und Nachteile der IP-Telefonie in einer Tabelle.


7. Wie kann ich VoIP auf dem Handy nutzen?

7. Wie kann ich VoIP auf dem Handy nutzen?

VoIP kann im Allgemeinen ĂŒberall da genutzt werden, wo eine Internetverbindung besteht, das bedeutet, auch auf Ihrem Smartphone. Um Mobile VoIP zu nutzen, ist es zunĂ€chst erforderlich, sich ein geeignetes SIP-Softphone auf dem Handy zu installieren.

Bei einigen Android-Herstellern steht Ihnen auf Ihrem Handy bereits ein Client fĂŒr VoIP-Telefonie zur VerfĂŒgung. HierfĂŒr mĂŒssen Sie in Ihren “Einstellungen” zu den “Anrufeinstellungen” navigieren. Danach klicken Sie auf “Einstellungen fĂŒr Internetanrufe” -> Konten fĂŒr Internetanrufe (SIP)”. Empfehlenswerter sind jedoch Softphones wie Zoiper, Acrobits oder Bria, die Sie sich im Google Play Store oder im Apple App Store herunterladen können. Als Placetel-Kunde haben Sie außerdem die Möglichkeit, die Placetel-Phone-App zu nutzen. Diese ist sowohl fĂŒr Android als auch fĂŒr iOS kostenlos erhĂ€ltlich und können hier heruntergeladen werden: Google Play Store und Apple App Store.

In der App können Sie die Callthrough-Funktion aktivieren. Mit dieser Funktion lassen sich GesprĂ€che auch bei einer schlechten Datenverbindung direkt ĂŒber Ihr Handynetz ĂŒber Placetel fĂŒhren. Bei der Callthrough-Funktion wird nicht ĂŒber das Datennetz, sondern ĂŒber das GSM-Sprachnetz telefoniert, das eine sehr gute SprachqualitĂ€t garantiert.

7.1 Vor- und Nachteile von Mobile VoIP

Mit Mobile VoIP ist es möglich, die gĂŒnstigen Tarife Ihres VoIP-Anbieters von ĂŒberall zu nutzen. Dabei ist es egal, ob Sie sich gerade im Ausland, im Homeoffice oder im BĂŒro befinden. So können Sie Telefonkosten sparen und bleiben zudem weltweit fĂŒr Ihre Kunden und Kollegen unter Ihrer BĂŒronummer erreichbar.

4 Vorteile von Mobile VoIP

Sind Sie in einem WLAN-Netzwerk eingeloggt oder haben eine 3G-Verbindung, telefonieren Sie intern ĂŒber die Placetel Phone App sogar kostenlos. Durch die Nutzung der App profitieren Sie jedoch nicht nur von zahlreichen Kostenvorteilen, sondern Sie haben zusĂ€tzlich Zugriff auf die verschiedensten Funktionen wie beispielsweise die Videotelefonie, den Nachrichtenversand oder die HD-Telefonie. FĂŒr letzteres ist es jedoch erforderlich, den Codec G.729 freizuschalten.

Eine Voraussetzung fĂŒr die Nutzung von Mobile VoIP ist eine stabile WLAN-Verbindung oder alternativ eine sehr gute 3G-Verbindung. Sollte das nicht der Fall sein, mĂŒssen Sie unter UmstĂ€nden mit Abstrichen bei der SprachqualitĂ€t rechnen. Das lĂ€sst sich aber durch die Callthrough-Funktion vermeiden. Ein weiterer Nachteil der Mobile-VoIP-Technik kann der Einfluss auf die Akku-Laufzeit sein. Ein SIP-Softphone kann die Akkulaufzeit verkĂŒrzen, sofern es keine PUSH-Benachrichtigungen unterstĂŒtzt und dauerhaft im Hintergrund aktiv ist. Achten Sie daher darauf, dass die App Ihres Anbieters PUSH-Benachrichtungen unterstĂŒtzt.