Der Einsatz eines Softphones bringt dem Anwender viele Vorteile: Er profitiert von mehr FlexibilitĂ€t und einem grĂ¶ĂŸeren Funktionsumfang. Was ein Softphone ist, wann der Einsatz sinnvoll ist und welche Vor- und Nachteile ein Softphone mit sich bringt, erfahren Sie in diesem Artikel. Zudem informieren wir Sie darĂŒber, welches Softphone fĂŒr welches Betriebssystem geeignet ist.

1. Was ist ein Softphone?

1. Was ist ein Softphone?

Das Placetel-Softphone.
Die OberflÀche des Placetel Softphones

Bei einem Softphone handelt es sich um eine Software, die auf dem PC, dem Laptop oder einem mobilen EndgerĂ€t installiert wird, um die VoIP-Telefonie auch ohne IP-Telefone nutzen zu können. Dadurch ist es möglich, Anrufe ĂŒber VoIP ganz einfach ĂŒber den PC zu tĂ€tigen. Die BenutzeroberflĂ€che eines Softphones gleicht hĂ€ufig der eines gewöhnlichen Telefons. So befinden sich auf der OberflĂ€che meist tastenĂ€hnliche Felder mit Zahlen.

Andernfalls kann der Nutzer die Telefonnummer aber auch ganz einfach ĂŒber die Zahlen auf seiner Tastatur eingeben. Um die Sprache zu ĂŒbermitteln, wird das Mikrofon bzw. der Lautsprecher am jeweiligen EndgerĂ€t verwendet. Wichtig ist auch, dass der PC ĂŒber eine Soundkarte verfĂŒgt. Bei hohem Telefonaufkommen empfiehlt sich jedoch die Verwendung eines Headsets.

Das Softphone von Skype.
Die OberflÀche von Skype





Von der technischen Seite her, funktioniert ein VoIP-Softphone im Endeffekt wie ein IP-Telefon.

Der Verbindungsauf- und abbau wird ĂŒber das SIP-Protokoll eingeleitet und ĂŒber das RTP werden die Daten ĂŒbertragen.

2. FĂŒr wen ist ein Softphone sinnvoll?

2. FĂŒr wen ist ein Softphone sinnvoll?

Softphones eignen sich grundsĂ€tzlich fĂŒr alle Unternehmen, egal ob kleine- und mittelstĂ€ndische oder große Unternehmen, die grĂ¶ĂŸere Hardwareinvestitionen möglichst vermeiden wollen. Durch den Umstieg auf die VoIP-Telefonie und die Nutzung eines Softphones lassen sich fĂŒr Unternehmen Kosteneinsparungen realisieren, da SIP-Clients IP-Telefone komplett ersetzen können und viele Softphones sogar kostenlos im Internet downgeloadet werden können. Gerade fĂŒr Startups, die noch nicht wissen, wie sich ihr Unternehmen in Zukunft entwickeln wird, bieten Softphones dementsprechend eine hervorragende Alternative, um teure Anschaffungskosten zu vermeiden.

Aber auch fĂŒr Unternehmen, die Außendienstmitarbeiter im Einsatz haben oder deren Mitarbeiter hĂ€ufig im Home Office arbeiten oder auf GeschĂ€ftsreise sind, bieten Softphones einen großen Vorteil. Alle Mitarbeiter bleiben jederzeit und ĂŒberall ĂŒber ihren Laptop oder ĂŒber das Smartphone erreichbar. Und dank VoIP-Telefonie fallen hierbei nicht einmal Extrakosten an.

3. Softphones vs. physische IP-Telefone

3. Softphones vs. physische IP-Telefone

FĂ€llt Ihre Wahl auf eine virtuelle Telefonanlage, mĂŒssen Sie sich in einem nĂ€chsten Schritt entscheiden, ob Sie die ArbeitsplĂ€tze im Unternehmen mit herkömmlichen EndgerĂ€ten, also Tischtelefonen (z.B. IP-Telefonen) ausstatten möchten oder ob Ihre Mitarbeiter alternativ auf SIP-Clients bzw. Softphones zurĂŒckgreifen sollen. Letztere Lösung bietet fĂŒr die Business-Kommunikation viele Vorteile, aber auch einige Nachteile ĂŒber die wir Sie im Folgenden informieren möchten.

3.1 FĂŒnf Vorteile von Softphones

3.1 FĂŒnf Vorteile von Softphones

1. Kosteneinsparungen

Durch die Nutzung eines Softphones können viele Kosteneinsparungen realisiert werden. Zum einen entfallen die Kosten fĂŒr die Anschaffung von IP-Telefonen. Viele Softphones können kostenlos im Internet erworben werden. Aber auch wenn Sie ein Softphone finden, bei dem ein kostenloser Download nicht möglich sein sollte, so ist die Lizenz fĂŒr die Software höchstwahrscheinlich immer noch sehr viel gĂŒnstiger als die Anschaffung eines SIP-Telefons.

Zum anderen ist es ĂŒber eine Cloud-Telefonanlage möglich, von ĂŒberall auf der Welt, wo Sie einen Internetzugang haben, ĂŒber das Firmennetz zu telefonieren. Dadurch fallen fĂŒr TelefongesprĂ€che keine Extrakosten an.

2. OrtsunabhÀngigkeit

Ein Mann, der in einem Park mit dem Laptop arbeitet und dabei telefoniert.

Auch fĂŒr mobile EndgerĂ€te sind Softphones erhĂ€ltlich. Diese Apps erlauben es Mitarbeitern, auch auf einer GeschĂ€ftsreise im Ausland ĂŒber ihre lokale Durchwahl auf jedem EndgerĂ€t, auf dem das Softphone installiert ist, Anrufe zu tĂ€tigen oder fĂŒr Kunden und Kollegen jederzeit unter ihrer BĂŒrorufnummer erreichbar zu bleiben. Freelancer, Außendienstmitarbeiter oder Mitarbeiter im Home Office können so ganz einfach in die UnternehmensablĂ€ufe integriert werden.

3. Bessere Skalierbarkeit

Ein weiterer Vorteil ist die maximale Skalierbarkeit, die durch das Softphone möglich wird. Der SIP-Client ist nach der Installation und wenigen Mausklicks direkt einsatzbereit. Dadurch ist es möglich, flexibel auf den Mitarbeiterbedarf zu reagieren, ohne vorher erst die Hardware konfigurieren zu mĂŒssen.

4. GrĂ¶ĂŸerer Funktionsumfang als bei klassischen Telefonen

Der Funktionsumfang eines Softphones ĂŒbersteigt den eines SIP-Telefons bei weitem. Neben den klassischen Funktionen eines klassischen Telefons wie Weiterleitung, Durchstellen, Makeln und Halten verfĂŒgt ein Softphone ĂŒber weitere software-basierte Features. Als Beispiel können hierfĂŒr das Feature “Click-2-Call”, bei dem die Rufnummern per Klick aus dem Browser angewĂ€hlt werden können) und das Instant Messaging genannt werden.

5. Durch Updates immer auf dem neuesten technischen Stand

Durch Updates des SIP-Clients wird gewÀhrleistet, dass das Softphone immer auf dem neuesten technischen Stand ist und man neue Entwicklungen und Zusatzfunktionen jederzeit mitbekommt.

Alle Vorteile nochmal auf einen Blick:

Kosteneinsparungen
OrtsunabhÀngigkeit
Bessere Skalierbarkeit
GrĂ¶ĂŸerer Funktionsumfang
Immer auf dem neuesten technischen Stand

3.2 Drei Nachteile von Softphones

3.2 Drei Nachteile von Softphones

1. AbhÀngigkeit von stabiler Internetverbindung

Wird ĂŒber ein Softphone telefoniert, ist eine stabile Internetverbindung ein Muss. Andernfalls kann es zu GesprĂ€chsabbrĂŒchen kommen.

2. PC muss eingeschaltet bleiben

Wird ein Softphone fĂŒr den PC verwendet, muss dieser selbstverstĂ€ndlich immer im betriebsbereiten Zustand sein, damit telefoniert werden kann. StĂŒrzt der PC ab oder fĂ€llt ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum aus, kann auch nicht mehr telefoniert werden und der jeweilige Mitarbeiter ist nicht mehr erreichbar.

3. Installation von Spyware oder Adware

Bei einigen Softphones wird Spyware oder Adware auf dem PC mitinstalliert. Damit kann das Benutzerverhalten analysiert werden und persönliche Daten werden ĂŒber das Internet an den Hersteller ĂŒbermittelt. Das muss jedoch nicht immer negativ sein. Teilweise wird die Spyware auch dazu verwendet, automatische UpdateĂŒberprĂŒfungen durchzufĂŒhren. Außerdem kann man sich mit der Installation einer Anti-Spyware-Software vor der Weitergabe von persönlichen Daten schĂŒtzen.

Alle Nachteile auf einen Blick:

AbhÀngigkeit von stabiler Internetverbindung
PC muss eingeschaltet bleiben
Installation von Spyware oder Adware


Vor- und Nachteile - GesamtĂŒbersicht:

Vorteile

  • Kosteneinsparungen
  •         
  • OrtsunabhĂ€ngigkeit
  •         
  • Bessere Skalierbarkeit
  •         
  • GrĂ¶ĂŸerer Funktionsumfang
  •  
  • Immer auf dem neuesten Stand

Nachteile

  • AbhĂ€ngigkeit von stabiler Internetverbindung
  •         
  • PC muss eingeschaltet bleiben
  •         
  • Installation von Spyware oder Adware
  •     


4. Welches Softphone fĂŒr welches Betriebssystem?

4. Welches Softphone fĂŒr welches Betriebssystem?

Softphones fĂŒr Windows

Softphones fĂŒr Mac

Softphones fĂŒr Linux

Softphones fĂŒr Android

Die folgenden Softphones können Sie im Google Play Store herunterladen:

Softphones fĂŒr iOS

Die folgenden Softphones können Sie im Apple App Store herunterladen:

5. Unterschiede bei den SIP-Clients

5. Unterschiede bei den SIP-Clients

Im Allgemeinen wird zwischen zwei Softphone-Arten unterschieden:

  1. Provider-spezifische SIP-Clients
  2. Provider-offene SIP-Clients

Bei Provider-spezifischen SIP-Clients handelt es sich um Software, die vom jeweiligen Provider selbst entwickelt und fĂŒr die eigenen Nutzer zur VerfĂŒgung gestellt wird. Hierunter fĂ€llt zum Beispiel das Softphone von Placetel. Nutzt der User die providereigene Lösung, treten keine KompatibilitĂ€tsprobleme auf und die FunktionalitĂ€t aller Features, die der Provider anbietet, kann gewĂ€hrleistet werden.

Provider-offene Softphones werden von unabhĂ€ngigen Softwareunternehmen entwickelt. Dadurch können sie mit einem beliebigen VoIP-Provider genutzt werden. Beispiele hierfĂŒr sind Zoiper, X-Lite, Bria, ect. Softphones sind im Hinblick auf den Funktionsumfang, das Design und den Kostenaspekt sehr unterschiedlich. Viele der soeben vorgestellten Softphones sind kostenlos erhĂ€ltlich. Bria ist eine erweiterte kostenpflichtige Lösung von X-Lite und ist fĂŒr Windows und Mac ab rund 40€ pro Nutzer erhĂ€ltlich.

UnabhĂ€ngig von allen Unterschieden sollte ein SIP-Client jedoch ĂŒber bestimmte Funktionen verfĂŒgen:

✓ Klassische Telefonfunktionen wie Halten, Makeln, Durchstellen und das Einstellen von Weiterleitungen
✓ Audio- und Videotelefonate und Konferenzen
✓ Telefonbuch mit Kontaktinfos und Anrufhistorie
✓ Instant Messaging
✓ Click-2-Call

6. Zusammenfassung

6. Zusammenfassung

Softphones bieten viele Vorteile und können vor allem fĂŒr GeschĂ€ftsreisen oder fĂŒr Außendienstmitarbeiter Ă€ußerst praktisch sein, denn sie erlauben es, weltweit unter seiner BĂŒrorufnummer erreichbar zu bleiben. Aber Softphones eignen sich auch fĂŒr Firmen, die von höchstmöglicher Skalierbarkeit profitieren möchten, um jederzeit flexibel auf den Mitarbeiterbedarf reagieren zu können.

Bevor sich ein Unternehmen jedoch fĂŒr ein bestimmtes Softphone entscheidet, sollten zunĂ€chst alle Features und Funktionen definiert werden, die fĂŒr das Unternehmen wichtig sind. Wir von Placetel empfehlen das Softphone Zoiper, da es fĂŒr alle Betriebssysteme erhĂ€ltlich, kostenlos, benutzerfreundlich und sehr zuverlĂ€ssig ist.