Die Tage von ISDN und klassischer Telefonie sind gez√§hlt, denn die Telekom stellt nach und nach alle ihre Netze auf All-IP um. Was hinter dem Begriff All-IP steckt, warum er das Aus f√ľr ISDN und klassische TK-Anlagen bedeutet, worauf Sie besonders achten sollten und was auf Sie zukommt, erfahren Sie im folgenden Artikel.


1. Was ist All-IP?

1. Was ist All-IP? Definition und Erklärung

Die Telekom stellt zurzeit alle ihre Anschl√ľsse auf die All-IP Technologie um. Die bisher verwendete analoge Telefon-Technik wird dann durch VoIP (Voice-over-IP) ersetzt, die das Telefonieren √ľber das Internet bezeichnet. Das anf√§ngliche Ziel der Telekom war es, die vollst√§ndige Umstellung bis Ende 2018 abgeschlossen zu haben.

All-IP bezeichnet die Umstellung der bisher verwendeten √úbertragungstechniken in Telekommunikationsnetzen auf ein einheitliches IP-basiertes System. Die Abk√ľrzung IP steht f√ľr ‚ÄúInternet Protokoll‚ÄĚund bezeichnet eine Kommunikationstechnik im Internet, mit der Informationen digital und paketvermittelt √ľbertragen werden k√∂nnen.

Durch All-IP ist es Telekommunikationsanbietern nun m√∂glich, dem Kunden alle Dienste wie Telefonie, Fax, TV, Internet und Mobilfunk in nur einem einzigen Netzwerk, dem sogenannten Next Generation Netzwerk (NGN), zur Verf√ľgung zu stellen. Hierf√ľr ist ein Internet- Anschluss vollkommen ausreichend. Ein separater ISDN-Anschluss wird nicht mehr ben√∂tigt.

All-IP-Anschluss: So funktioniert die VoIP-Technik dahinter

Im Gegensatz zu analogen oder ISDN-Telefonanschl√ľssen sind IP-Telefonanschl√ľsse an das Breitband gekoppelt. Bei Voice over IP werden die Telefongespr√§che also nicht mehr √ľber Telefonanschl√ľsse abgewickelt, sondern √ľber das Internet. Beim All-IP-Anschluss ist, anders als bei einer DSL-Leitung mit analogem oder ISDN-Anschluss, kein Splitter mehr f√ľr die Trennung der f√ľr Internet und Telefonie verwendeten Frequenzbereiche notwendig.

Stattdessen kann der Router, der eine direkte Verbindung zur Telefonbuchse hat, sofort mit der DSL-Leitung verbunden werden. Analoge oder digitale Telefone sowie Faxe k√∂nnen dann, falls der Router √ľber eine Telefonanlagenfunktion verf√ľgt, mit dem Router verbunden werden. Wenn Sie eine IP-Telefonanlage oder ein IP-f√§higes Telefon besitzen, k√∂nnen Sie dieses auch unmittelbar an den Router anschlie√üen.

Bei der VoIP-Telefonie wird die Sprache in Datenpakete transformiert und √ľber das IP-Netzwerk an den Empf√§nger √ľbertragen und dort wieder als Sprachinformation zusammengesetzt. Um eine Verbindung aufzubauen, wird das Session Initiation Protocol (SIP) verwendet. Die tats√§chlichen Sprachinformationen werden √ľber das Internet und das Internet -Protokoll in Echtzeit √ľbertragen.

2. Die Vorteile von All-IP

2. Die Vorteile von All-IP: Der neue Standard der Business Telefonie?

Viele Unternehmen verwenden die neue Technik bereits seit Jahren erfolgreich in ihrem Business. Und es zahlt sich aus, denn All-IP bietet f√ľr Unternehmen viele Vorteile. So kann beispielsweise die interne und die externe Kommunikation durch All-IP wesentlich effektiver gestaltet werden. Auch Vodafone-Technik-Chef Eric Kuisch ist der Meinung, dass All-IP die Grundlage f√ľr die Kommunikation der Zukunft darstellt:

‚ÄúAll-IP ist die Zukunftstechnologie, die Mobilfunk und Festnetz miteinander vereint. Sie macht Kommunikation f√ľr Kunden einfacher, flexibler, schneller- und macht moderne Festnetzanwendungen wie Chats oder Videotelefonie erst m√∂glich.‚ÄĚ (Vodafone/Pressearchiv)

Ein √úberblick √ľber die Vorteile von All-IP:

  • Einfachere Einrichtung
    Ein √§u√üerst wichtiger Vorteil, den All-IP-Anschl√ľsse gegen√ľber herk√∂mmlichen Telefonanschl√ľssen bieten, ist die √§u√üerst einfache Handhabung. Dank der neuen Technik ist ein DSL-Splitter oder ein NTBA nicht mehr l√§nger notwendig. Stattdessen k√∂nnen Sie Ihren Router direkt an die Telefondose anschlie√üen.

  • Kostenersparnis durch Komplettangebot:
    Mit All-IP ist es m√∂glich, alle Services wie Fernsehen, Telefon, Internet und Mobilfunk in einem Angebot zu b√ľndeln. Dadurch, dass alle Dienste von nur einem Anbieter bezogen werden k√∂nnen, wird das Angebot f√ľr den Kunden in vielen F√§llen preislich g√ľnstiger sein, als wenn er verschiedene Anbieter f√ľr die einzelnen Dienste br√§uchte.

  • Ortsunabh√§ngige Nutzung sorgt f√ľr eine h√∂here Erreichbarkeit
    Unabh√§ngig davon, wo sich ein Mitarbeiter befindet, ist er auf allen Ger√§ten unter seiner Festnetznummer erreichbar - vorausgesetzt, ein Breitbandzugang ist verf√ľgbar. Dadurch, dass der Mitarbeiter √ľber eine einzige Rufnummer erreichbar ist, sowohl im B√ľro als auch unterwegs, wird die Erreichbarkeit der einzelnen Mitarbeiter erh√∂ht. Des Weiteren ist es m√∂glich, zu jeder Rufnummer einen virtuellen Anrufbeantworter einzurichten.

Immer mehr Menschen arbeiten im Home-Office. Denn durch die fortschreitende Digitalisierung ist eine ortsunabhängige Erreichbarkeit gewährleistet.

  • Ausgezeichnete Sprachqualit√§t
    Durch die Umstellung auf IP-Telefonie profitieren Sie au√üerdem dank der High-Definition-Voice Technologie von einer ausgezeichneten Sprachqualit√§t - ganz ohne Rauschen oder Hall. Hierf√ľr sind jedoch geeignete Endger√§te wie HD-Voice-taugliche Telefone und VoIP-Telefonanlagen notwendig. Auch die meisten Smartphones unterst√ľtzen seit 2013 HD-Voice. Wichtig ist, dass nicht nur das eigene Telefon HD-Voice f√ľr eine ausgezeichnete Sprachqualit√§t unterst√ľtzen muss, sondern auch das Endger√§t, der Router und die Technik des Gespr√§chspartners.

  • H√∂here Geschwindigkeit
    Schnelleres Internet ist ein weiterer gro√üer Vorteil der IP-Telefonie. Frequenzbereiche, die zuvor f√ľr Analog- und ISDN-Telefonie (Annex A/B) reserviert waren, werden durch die Umstellung frei. Das f√ľhrt dazu, dass mehr Daten transportiert werden k√∂nnen. Der Upload ist bei herk√∂mmlichen DSL-Anschl√ľssen dann mehr als doppelt so hoch. Durch h√∂here Bandbreiten (bis zu 100 Mbit/s), kann auch ein schnellerer Datenaustausch mit Kunden, Lieferanten und Partnern gew√§hrleistet werden.

  • Bessere Zusammenarbeit und Effizienz dank hervorragender Vernetzung
    Durch die All-IP Umstellung ergeben sich ganz neue Möglichkeiten der Vernetzung. Mobile Endgeräte können zum Beispiel in Telefonanlagen integriert werden. So können Mitarbeiter, die gerade unterwegs sind, nicht nur von Kunden unter Ihrer Festnetz-Durchwahl angerufen werden, sondern sie können auch ganz einfach in Telefonkonferenzen oder in Videokonferenzen miteinbezogen werden.

    Ist ein Mitarbeiter nicht erreichbar, bekommt er eine auf die Mailbox gesprochene Nachricht als Audio-Datei per E-Mail zugeschickt. Alle Endger√§te, egal ob Smartphone, PC, Tablet oder Telefon sprechen die gleiche Sprache und k√∂nnen nach Bedarf die Aufgaben und Funktionen anderer Devices √ľbernehmen.

    Die Unabh√§ngigkeit von Ort und Endger√§t des Users stellt die Grundlage f√ľr effizientes Zusammenarbeiten dar. So k√∂nnen Teams Daten ganz einfach miteinander teilen und Aufgaben gemeinsam bearbeiten. Abstimmungen k√∂nnen dank Sprachtelefonie, Voicemail, E-Mail, Instant Messaging oder Collaboration-Plattform schneller und effizienter durchgef√ľhrt werden.

  • H√∂here Anzahl paralleler Gespr√§che
    Die komplette Kommunikation l√§uft bei All-IP √ľber einen einzigen Netzwerkzugang. Anhand dieses IP-Anschlusses k√∂nnen Sie anders als bei einem herk√∂mmlichen ISDN-Anschluss eine Vielzahl an Gespr√§chen gleichzeitig f√ľhren. Die Anzahl paralleler Kan√§le ist nun nicht mehr auf zwei beschr√§nkt, sondern h√§ngt von der Daten√ľbertragungsrate des Anschlusses sowie von der Anzahl der vom Provider zur Verf√ľgung gestellten Telefonnummern ab.

  • Zukunftsf√§higkeit: Viele neue n√ľtzliche Funktionen
    Die All-IP Technik ist zukunftssicher und bringt eine Vielzahl interessanter und hilfreicher Anwendungen mit, die die Kommunikation vereinfachen und Daten- und Sprachservices verschmelzen lassen. So können Sie mittels Protokollen wie T.38 ganz einfach auch Faxgeräte in All-IP-Netzwerken nutzen. Des Weiteren lassen sich Anrufer vorqualifizieren und an den richtigen Ansprechpartner weiterleiten.

Bei der Umstellung auf All-IP werden Sie langfristig von einem gesicherten Support profitieren und können sich auf interessante Entwicklungen in der Zukunft freuen.
Auch der Journalist Hannes R√ľgheimer gibt auf der Vodafone-Seite zu verstehen, dass es keinen Grund gibt, der ISDN-Abschaltung traurig entgegen zu sehen:

‚ÄúAngesichts dieser Vorteile sollten Unternehmen aller Gr√∂√üenordnungen der sich nun verabschiedenden ISDN-Technik keine Tr√§nen nachweinen. Die IP-Zukunft hat gerade erst begonnen und h√§lt viele handfeste Vorteile bereit.“ (featured-magazin f√ľr digitale Kultur-Vodafone)


3. Umstellung auf All-IP

3. Umstellung auf All-IP- Sie sind betroffen? Das ist zu tun:

Wie bereits erw√§hnt, l√§uft die Umstellung von ISDN auf All-IP im Festnetz der Deutschen Telekom bereits auf Hochtouren. Das beweisen auch Zahlen, die die Telekom im Mai 2018 preisgab. Demnach hatte der Telekommunikationsriese zu diesem Zeitpunkt bereits 1,8 Millionen gesch√§ftliche Telefonanschl√ľsse auf IP umgestellt, was 85% aller Gesch√§ftskundenanschl√ľssen entspricht. Im April 2017 lag die Anzahl der Gesch√§ftskunden, die auf All-IP umgestiegen sind, erst bei 45%.

Aber warum ist der Wechsel von ISDN auf All-IP unausweichlich?

3.1 Hintergr√ľnde der Umstellung

3.1 Hintergr√ľnde der Umstellung

Die ISDN-Abschaltung liegt zum einen an der inzwischen veralteten Technik. Zum anderen wird seit Jahren der Aufbau eines zweiten Netzes f√ľr den Internetzugang und die Datenkommunikation vorangetrieben. Der Betrieb von ISDN ist f√ľr die Telekom nur noch teuer.

Aus diesem Grund hat die Deutsche Telekom schon haufenweise K√ľndigungen an Firmenkunden geschrieben. Unternehmen, die noch ISDN-Anschl√ľsse haben, sollten sich jetzt auf den Umstieg auf IP vorbereiten, denn er ist unausweichlich. Ihr jetziger Telefonanbieter hat zwei M√∂glichkeiten: Er wird Sie entweder irgendwann zu All-IP zwangsmigrieren oder Ihren Vertrag k√ľndigen.

Die Deutsche Telekom baut das Netz der Zukunft auf. Um das jedoch realisieren zu k√∂nnen, muss sie die veralteten analogen Anschlusstypen abschalten und sie auf Ethernet- IP umstellen. Bis dahin plant die Deutsche Telekom (DTAG) bereits 53 Gro√üst√§dte in Deutschland, darunter Hamburg, M√ľnchen und Berlin, auf IP-Telefonie umgestellt zu haben.

Auch wenn einige wenige Anbieter wie z.B. Vodafone ihren Kunden noch eine längere Übergangszeit gewähren wollen, damit sie selbst entscheiden können, wann Sie auf die zukunftsfähige All-IP Technologie umstellen, so wird es doch spätestens 2022 kein ISDN mehr geben!

Das hat vor allem 3 Gr√ľnde:

  • Nur noch ein Netz: Mit der Umstellung wird verhindert, dass mehrere Technologien nebeneinander existieren. Das hat den Vorteil, dass IP-Telefonate nicht in ein analoges Netz √ľbertragen werden m√ľssen. So k√∂nnen Energie und Kosten gespart werden. Dem Kunden werden alle Dienste wie Telefonie, Fax, TV, Internet und Mobilfunk in nur einem einzigen Netzwerk zur Verf√ľgung gestellt.

  • Verf√ľgbarkeit von Ersatzteilen: Es wird immer schwieriger, erforderliche Ersatzteile f√ľr veraltete ISDN-Anschl√ľsse zu erwerben, da die Hersteller diese kaum noch produzieren.

  • Das Netz der Zukunft:
    All-IP ist die Zukunftstechnologie, die die Kommunikation immer einfacherer und schneller macht. Durch sie können neue Dienste wie Videokonferenzen oder Unified Communications genutzt werden.

    3.2 Was Sie f√ľr die Telekom IP-Umstellung tun m√ľssen

    3.2 Was Sie f√ľr die Telekom IP-Umstellung tun m√ľssen

  1. √úberpr√ľfen Sie, ob Sie eine Telefondose, einen passenden Internet-Router sowie ein dazu passendes DSL-Kabel haben.

    Voraussetzung f√ľr die erfolgreiche Umstellung auf einen IP-Anschluss ist eine Telefondose, ein passender Internet-Router sowie ein dazu passendes DSL-Kabel. Da das bisherige Kabel die neue Technik nicht unterst√ľtzt, kann es nicht l√§nger verwendet werden.

    Ein passender Internet-Router verf√ľgt √ľber zwei Telefonbuchsen (TAE-Buchsen), an denen sich analoge Endger√§te wie Telefone, Anrufbeantworter oder Faxger√§te anschlie√üen lassen. Falls bei der Verwendung des Faxger√§tes Probleme auftreten sollten, kann es helfen, eine niedrige √úbertragungsrate (meist 9600 Bit/s) einzustellen.

    Die Umstellung gestaltet sich f√ľr Sie √§u√üerst einfach. Sie m√ľssen lediglich den Splitter und das NTBA entfernen, sobald der Anschluss auf das Internet-Protokoll umgestellt wurde. Anschlie√üend stecken Sie das Kabel f√ľr den neuen Router in die TAE-Buchse des Breitbandanschlusses, verbinden das Telefon mit dem Router und richten den Internet- und Telefonzugang im Browser ein.

    Falls Sie ein ISDN-Telefon weiterverwenden m√∂chten, ben√∂tigen Sie einen IP-f√§higen Router mit einem integrierten Anschluss f√ľr ISDN-Endger√§te (S0-Port). An diesen S0 Port des Routers/ Adapters wird Ihr ISDN Telefon dann angeschlossen. Haben Sie ein schnurloses Telefon? Dann schlie√üen Sie einfach die Basisstation an den S0-Port des Routers an.

    Bei Telefonanlagen muss im Einzelfall gepr√ľft werden, ob Sie am IP-Anschluss weiter genutzt werden k√∂nnen. Bei vielen ist dies jedoch der Fall. Hierbei wird die ISDN-Anlage am S0-Port oder einem Adapter angeschlossen. Hybride TK-Anlagen lassen sich einfach auf die IP-Technologie umstellen.

  2. Suchen Sie Ihre Zugangsdaten f√ľr den Internetzugang.

  3. Kl√§ren Sie, was der Wegfall von ISDN f√ľr Sie konkret bedeutet.

    Ein ISDN-Anschluss wird h√§ufig nicht nur f√ľr die reine Sprachtelefonie verwendet. Probleme k√∂nnen z.B. bei Sonderdiensten wie Notrufsystemen, Alarmanlagen oder Aufzugnotrufen auftreten. Sie sollten auf Ihre Serviceanbieter zugehen und kl√§ren, ob die Sonderdienste mit einem IP-basierten Anschluss der Telekom einwandfrei funktionieren. Ist das nicht der Fall, m√ľssen Sie die Ger√§te ggf. austauschen. Auch bei Faxger√§ten kann es zum Teil zu Problemen kommen, z.B. wenn der Provider das VoIP-Fax-Protokoll T.38 nicht unterst√ľtzt.

  4. Sorgen Sie f√ľr ausreichend Bandbreite.

    Bei IP-Anschl√ľssen l√§uft die Telefonie nur noch √ľber einen Internetanschluss. Das bedeutet, dass Sie pro Sprachkanal freie Bandbreite der Internetleitung brauchen. Der Anschluss muss gen√ľgend Bandbreite in Upload- und Downloadrichtung liefern. Als Richtwert gelten hier 100 kbit/s pro Gespr√§ch. War Ihre Bandbreite bis jetzt gerade so ausreichend, m√ľssen Sie sich vermutlich nach einem neuen Tarif umschauen, damit Sie ohne Einschr√§nkungen telefonieren k√∂nnen.

    Wie Sie sich konkret auf die All-IP Umstellung der Telekom vorbereiten können, können Sie im offiziellen Telekom-Umstellungs-Guide nachlesen.

4. IP-Anschluss einrichten: Ihre Möglichkeiten

4. IP-Anschluss einrichten: Welche Möglichkeiten habe ich?

Um zu gew√§hrleisten, dass eine Umstellung auf All-IP reibungslos verl√§uft, sollten sich Unternehmen im Vorfeld mit dem Thema auseinandersetzen und sich f√ľr eine L√∂sung entscheiden. Es gibt mehrere M√∂glichkeiten, wie Sie die Umstellung bewerkstelligen k√∂nnen.

Wenn Sie Gl√ľck haben, verwendet das System Ihrer Firma bereits IP f√ľr die Sprach√ľbertragung. Ist das der Fall, m√ľssen die bisherigen verwendeten Endger√§te oder Ihre Telefonanlage h√∂chstwahrscheinlich nicht ausgetauscht werden und diese k√∂nnen dann problemlos auf einen All-IP-Anschluss umgestellt werden.

Unternehmen, die eine ISDN-TK-Anlage verwenden, haben verschiedene M√∂glichkeiten, auf All-IP umzustellen. Sie k√∂nnen zum Beispiel eine Cloud-Telefonanlage verwenden oder auf eine SIP-Trunk-L√∂sung zur√ľckgreifen.

SIP-Trunking

F√ľr Unternehmen, die ihre jetzige Telefonanlage weiter nutzen m√∂chten, bietet ein SIP TK-Anlagenanschluss eine gute Alternative. Die analoge Telefonanlage kann via SIP-Trunking an das All-IP-Netz angebunden werden. Voraussetzung hierf√ľr ist jedoch, dass die bestehende Telefonanlage SIP-f√§hig ist. Zudem k√∂nnen bei dieser Variante die Kostenvorteile von VoIP genutzt werden.

Aber auch Telefonanlagen, die nicht SIP-f√§hig sind, lassen sich- je nach Anbieter- in den meisten F√§llen √ľber ein Media Gateway an das Internet anschlie√üen. Dieses stellt einen ISDN-Anschluss zur Verf√ľgung, der √ľber einen SIP Trunk umgesetzt wird. Von der technischen Seite betrachtet, funktioniert der SIP TK-Anlagenanschluss wie ein ISDN- oder PMX-Anschluss, nur dass nicht alle klassischen ISDN-Funktionen genutzt werden k√∂nnen. Es ist jedoch zu empfehlen, direkt auf eine moderne Cloud-Telefonanlage umzusteigen, da das Nutzen eines SIP TK-Anlagenanschlusses eher als √úbergangsl√∂sung betrachtet werden sollte.

Cloudbasierte Lösung

Zwar bietet die Telekom seit 2016 √ľber Router und Gateways an, auch √§ltere Anlagen √ľber einen IP-Anschluss zu betreiben, aber viele klassische ISDN-Funktionen gehen durch SIP-Trunking verloren.

Wenn Sie in nächster Zeit Ihre ISDN-TK-Anlage ersetzen möchten, empfehlen wir Ihnen direkt die Dienste einer Cloud-Telefonanlage in Anspruch zu nehmen. Worauf Sie bei der Wahl eines geeigneten VoIP-Anbieters achten sollten, erfahren Sie hier.

Der Umstieg auf eine Virtuelle Telefonanlage bietet den Vorteil, dass Ihnen klassische ISDN-Features wie ‚ÄúHalten, ‚ÄúVermitteln‚ÄĚ, ‚ÄúTransfer‚ÄĚ oder ‚ÄúBesetzt‚ÄĚ erhalten bleiben. Des Weiteren ist es Ihnen m√∂glich, die komplette Administration wie die Rufnummernverwaltung oder die Aktivierung bzw. Deaktivierung von Unified-Communications-Diensten √ľber ein Web-Portal zu steuern. Das hei√üt, Sie haben alle Features in nur einer zentralen Anwendung geb√ľndelt.

5. Die häufigsten Fragen zu All-IP & der Telekom Umstellung (FAQ)

5. Die häufigsten Fragen zu All-IP & der Telekom Umstellung (FAQ)

  1. Wer ist von der Umstellung von ISDN auf All-IP betroffen?

    Grunds√§tzlich sind alle Kunden und Unternehmen von der Umstellung auf die IP Telefonie betroffen, die zum jetzigen Zeitpunkt eine ISDN-Leitung f√ľr ihre Telefonanlage und den Internetzugang verwenden.

    Durch die ISDN-Abschaltung wird dieses System von der Telekom in K√ľrze nicht mehr zur Verf√ľgung stehen und muss auf Voice-over-IP umgestellt werden. Aber auch alle anderen Provider werden in den n√§chsten Jahren auf All-IP umr√ľsten.

  2. Kann mich die Telekom zwingen auf All-IP umzusteigen?

    Nein, kein Provider kann Sie zwingen umzusteigen. Sie m√ľssen allerdings wissen, dass es langfristig keine Alternative geben wird. Zwar gibt es einige Anbieter, die Ihnen noch bis 2022 ISDN anbieten wollen, aber auf kurz oder lang wird es verschwinden. Weigern Sie sich von ISDN auf All-IP umzusteigen, kann die Telekom Ihren bestehenden Vertrag k√ľndigen. Dann m√ľssen Sie entweder ohne Telekommunikation auskommen oder ein Angebot eines anderen Providers einholen.

  3. Wie schnell muss mein DSL-Anschluss f√ľr All-IP sein?

    Um ein VoIP-Gespr√§ch zu f√ľhren, ist eine Bandbreite von mindestens 100 kBit/s in Sende- und Empfangsrichtung erforderlich. Selbst ein sehr langsamer DSL-Anschluss verf√ľgt √ľber eine Bandbreite von 384 kBit/s in Empfangsrichtung (Downstream) und 228 kBit/s in Senderichtung (Upstream). Mit dieser Bandbreite k√∂nnen parallel zwei Telefonate gef√ľhrt werden.

  4. Bezahlt die Telekom die Kosten f√ľr die Umstellung? Schlie√ülich handelt es sich um eine Zwangsumstellung und unsere TK-Hardware l√§uft noch einwandfrei.

    Anders als von vielen angenommen, handelt es sich bei der Telekom VoIP Umstellung nicht um eine Zwangsumstellung. Falls Sie diese Umstellung ablehnen, kann Ihr Anbieter jedoch Ihren Vertrag k√ľndigen. Dann haben Sie die M√∂glichkeit, sich einen anderen Provider zu suchen.

    Nehmen Sie das Angebot der Telekom an, wird der bisherige Anschluss durch einen All-IP Anschluss ersetzt. Der neue Anschluss wird in den meisten F√§llen pro Monat sogar g√ľnstiger sein als der alte ISDN-Anschluss.

  5. Was geschieht nach dem Umstieg mit meiner TK-Anlage?

    Hierbei kommt es darauf an, f√ľr welche L√∂sungsm√∂glichkeit Sie sich entscheiden.
    Wenn Sie Ihre herkömmliche Telefonanlage weiter betreiben möchten, ist dies im Grunde genommen auch an einem IP-basierten Anschluss möglich. Die analoge Telefonanlage kann via SIP Trunking an den IP-Anschluss angeschlossen werden. Ein Nachteil hiervon ist jedoch, dass klassische ISDN-Funktionen nicht länger genutzt werden können.

    Wenn Sie Ihre bisherige TK-Anlage durch eine Cloud-Telefonie-L√∂sung ersetzen, brauchen Sie Ihre alte TK-Anlage nicht mehr. Wenn Sie sich f√ľr eine Cloud-Telefonanlage entscheiden, k√∂nnen Sie auch die klassischen ISDN-Features wie ‚ÄúHalten‚ÄĚ, ‚ÄúMakeln‚ÄĚ, ‚ÄúBesetzt‚ÄĚ, ect. weiter verwenden.

  6. Welche Nachteile hat All-IP?

    Die VoIP-Telefonie hat den Nachteil, dass Sie daf√ľr einen funktionierenden Internetanschluss ben√∂tigen. Ist gerade keine Internetverbindung vorhanden, kann auch nicht telefoniert werden. Dies kann man umgehen, indem man beispielsweise eine zweite Internetleitung f√ľr die IP-Telefonie bereitstellt.


6. Zusammenfassung

6. Zusammenfassung

ISDN-Anschl√ľsse werden √ľber kurz oder lang verschwinden. Daran f√ľhrt kein Weg vorbei. Auch wenn Sie einen Provider finden, der Ihnen eine verl√§ngerte √úbergangszeit der All-IP-Umstellung bis 2022 anbietet, m√ľssen Sie sich mit dem Gedanken anfreunden, dass es langfristig keine Alternative zu VoIP geben wird.

Machen Sie sich lieber jetzt √ľber die VoIP Umstellung Gedanken und suchen Sie nach einer geeigneten L√∂sungsm√∂glichkeit f√ľr Ihr Unternehmen. Egal, ob Sie sich daf√ľr entscheiden, Ihre alte Telefonanlage mithilfe geeigneter Hardware weiter zu betreiben oder diese durch eine cloudbasierte Telefonanlage zu ersetzen, Sie sollten lieber fr√ľher als sp√§ter auf All-IP umstellen.

Denken Sie jedoch daran, dass wenn Sie Ihre ISDN-Telefonanlage weiter nutzen m√∂chten, Sie nicht die vielen Vorteile des NGNs nutzen k√∂nnen, die Ihnen beispielsweise bei einer Cloud-Telefonanlage zur Verf√ľgung stehen w√ľrden.

Wir hoffen, dass wir Ihnen in diesem Artikel einige Fragen rund um das Thema ‚ÄúAll-IP-Umstellung‚ÄĚ beantworten konnten. Falls Sie nicht gefunden haben, wonach Sie suchen oder noch weitere Fragen auftauchen, z√∂gern Sie nicht diese zu stellen. Wir freuen uns auch √ľber Kommentare oder Anregungen.

Wenn die Umstellung auf VoIP f√ľr Sie interessant ist, und Sie die vielen Vorteile einer Telefonanlage aus der Cloud nutzen wollen, setzen Sie sich einfach mit uns in Verbindung. Wir konnten schon viele Unternehmen erfolgreich bei der Umstellung von ISDN auf VoIP beraten. Wir freuen uns √ľber eine Kontaktaufnahme!

Jetzt umsteigen!