Eine Telefonanlage ist erforderlich, wenn man mehrere Endger√§te wie zum Beispiel Telefone, Anrufbeantworter, Faxe oder ein Modem √ľber einen Telefonanschluss parallel betreiben m√∂chte. Die Telefonanlage dient dabei als Vermittlungsstelle zwischen den einzelnen Endger√§ten. Zudem stellt eine Telefonanlage viele unterschiedliche Funktionen wie z.B. das Einrichten von Gespr√§chsweiterleitungen oder Warteschleifen bereit. Aber worin unterscheiden sich analoge- und ISDN-Telefonanlagen √ľberhaupt und welche M√∂glichkteiten habe ich nach der IP-Umstellung?


1. Was ist eine analoge Telefonanlage?

1. Was ist eine analoge Telefonanlage?

Eine analoge Telefonanlage stellt Anschlussm√∂glichkeiten f√ľr ein bis zwei Amtsleitungen bereit. Pro Amtsleitung k√∂nnen- je nach Ausstattung der Telefonanlage - bis zu acht Nebenstellen eingerichtet werden. Da eine Analoge Leitung zu einem Zeitpunkt jedoch nur eine Verbindung zul√§sst, ist es im Gegensatz zu einem ISDN-Anschluss nicht m√∂glich, zwei Gespr√§che gleichzeitig zu f√ľhren. Des Weiteren sind bei einem analogen Telefonanschluss alle angeschlossenen Telefone nur √ľber dieselbe Rufnummer erreichbar.

Einsatz von analogen Telefonanlagen

In Unternehmen kommen analoge Telefonanlagen heutzutage nur noch sehr selten zum Einsatz, denn der digitale Standard bietet deutlich mehr Komfort. Mittels ISDN lassen sich mehr Amtsleitungen anschlie√üen und mehr Nebenstellen einrichten. Zudem erm√∂glichen digitale Telefonanlagen einen gr√∂√üeren Funktionsumfang als Analoge. Aus diesem Grund befinden sich analoge Telefonanlagen eher noch in vielen Privathaushalten oder in einem Heimb√ľro.

Mittels DSL (Digital Subscriber Line) ist es jedoch m√∂glich, eine technische Erweiterung durchzuf√ľhren, sodass auch bei einer analogen Telefonanlage die M√∂glichkeit besteht, parallel zu telefonieren und zur selben Zeit trotzdem eine Mail oder ein Fax zu versenden. Hierbei muss jedoch erw√§hnt werden, dass bei dieser Variante f√ľr jedes Telefonger√§t und somit f√ľr jede Leitung ein eigener Anschluss erforderlich ist.

Funktionsweise der analogen Technik

Bei der analogen Telefonie werden die Sprachinformationen und Daten in analoger Form √ľbertragen. Das geschieht in Form einer elektrischen Signal√ľbertragung √ľber eine Telefonleitung. Das Wort ‚Äúanalog‚ÄĚ stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie ‚Äúfortgesetzt‚ÄĚ oder ‚Äúkontinuierlich‚ÄĚ. Hiermit ist gemeint, dass die Signale bei analogen Telefonanschl√ľssen w√§hrend einer Verbindung kontinuierlich gesendet werden.

In der Fachsprache wird f√ľr die analoge Telefonie auch die Abk√ľrzung POTS genutzt. Diese steht f√ľr ‚Äúplain old telephone service‚ÄĚ und hei√üt soviel wie der gute alte Telefondienst. Urspr√ľnglich stand POTS jedoch f√ľr ‚ÄúPost Office Telephone Service‚ÄĚ.

Abbildung eines Analog-Anschlusses mit TAE, Splitter, Telefon und DSL Router.

Beim analogen Telefonanschluss ist eine TAE-Dose erforderlich, an die ein beliebiges Telefonger√§t sowie bis zu 2 weitere Endger√§te z.B. ein Faxger√§t, ein Anrufbeantworter oder ein Modem angeschlossen werden k√∂nnen. Ein DSL-Splitter, in den ein analoges Telefon eingesteckt wird, trennt die beiden Signale f√ľr Telefonie und Internet.


Vor- und Nachteile einer analogen Telefonanlage

Vorteile

  • Betriebsintern lassen sich kostenlose Gespr√§che f√ľhren (bei nur einem Amtsanschluss)
  • Gegen einen Stromausfall resistent (der Strom stammt von der Vermittlungsstelle, die ein Notstromaggregat besitzt.)
  • Die Anschaffungskosten f√ľr eine analoge Telefonanlage sind relativ gering.

Nachteile

  • Mit einem analogen Anschluss ist immer nur eine einzige Sprach- und Datenverbindung m√∂glich. Das hat zur Folge, dass Anschl√ľsse f√ľr Telefon, Modem oder Fax nicht zur selben Zeit genutzt werden k√∂nnen. Zudem k√∂nnen keine zwei Gespr√§che parallel gef√ľhrt werden.
  • Alle Telefonger√§te haben dieselbe Telefonnummer.
  • Analoge Signal√ľbertragung ist st√∂ranf√§lliger als die digitale Signal√ľbertragung, wodurch die Gespr√§chsqualit√§t eher beeintr√§chtigt werden kann.

Lohnt sich eine analoge Telefonanlage noch?

Eine analoge TK-Anlage lohnt sich nur f√ľr Privathaushalte oder Unternehmen, bei denen firmeninterne Gespr√§che den wichtigsten Teil der Telefonie ausmachen und lediglich eine Rufnummer ben√∂tigt wird. Au√üerdem ist es wichtig, dass Funktionen wie Internet oder Fax nur ab und zu genutzt werden m√ľssen.

Sollte die Telefonanlage jedoch mehr leisten k√∂nnen und das Unternehmen auch Anrufe ins deutsche oder internationale Netz f√ľhren m√ľssen, ist es ratsam, auf eine digitale TK-Anlage zur√ľckzugreifen. Gerade in Zeiten, in denen die analoge- und die ISDN-Telefonie durch die IP-Umstellung abgel√∂st werden ist es empfehlenswert, sich keine neue analoge- oder ISDN-Telefonanlage mehr anzuschaffen, sondern vielmehr auf eine virtuelle Telefonanlage umzusteigen.

2. Was ist eine ISDN-Telefonanlage?

2. Was ist eine ISDN-Telefonanlage?

Eine ISDN-Telefonanlage, auch ISDN-PBX genannt, wird an einem ISDN-Anlagenanschluss betrieben und kann normalerweise nicht an einen Analogen Telefonanschluss angeschlossen werden. Im Gegensatz zum analogen Telefonanschluss stehen dem Endverbraucher beim ISDN-Telefonanschluss zwei Kan√§le gleichzeitig zur Verf√ľgung. Das bedeutet, dass wenn der Nutzer auf einem Kanal ein Gespr√§ch f√ľhrt, der zweite Kanal noch frei ist. Auf diesem kann dann parallel telefoniert werden oder er kann zum Faxen oder Surfen verwendet werden.

Bei einem ISDN-Basisanschluss k√∂nnen bis zu zehn Rufnummern vergeben werden, √ľblich sind jedoch 3. Diese lassen sich auf unterschiedliche ISDN-Ger√§te aufteilen. Aus diesem Grund war die ISDN-Technik bis vor Kurzem vor allem f√ľr Unternehmen interessant, die unter verschiedenen Durchwahlen erreicht werden m√ľssen.

Eine ISDN-Telefonanlage verf√ľgt √ľber ein gr√∂√üeres Funktionsspektrum als eine analoge Telefonanlage. Der Funktionsumfang ist jedoch von der ISDN-Anlage selbst und vom jeweiligen Netzbetreiber abh√§ngig. Funktionen einer ISDN-Anlage sind unter anderem die Rufnummernunterdr√ľckung, eine Anrufumleitung, kundenspezifische Rufnummernanzeige und eine Rufnummernidentifikation trotz Unterdr√ľckung.

Funktionsweise der ISDN-Telefonie

Die Abk√ľrzung ISDN steht f√ľr Integrated Services Digital Network. W√§hrend die Daten und Sprachinformationen beim analogen Telefonanschluss analog √ľbertragen werden, geschieht die Daten√ľbertragung beim ISDN-Telefonanschluss vollst√§ndig digital. Verglichen mit der analogen Telefonie kann bei der ISDN-Telefonie eine bessere Sprachqualit√§t realisiert und eine verlustfreie Signal√ľbertragung gew√§hrleistet werden. Das verst√§rkte Rauschen, das oftmals bei der analogen Telefonie aufgetreten ist, wird durch ISDN gemindert.

Im Gegensatz zum Analogen Telefonanschluss ist die Verkabelung beim ISDN-Anschluss sehr viel aufwendiger, denn dieser erfordert ein Netzabschlussgerät (NTBA, Network Termination for ISDN Basic Access).

Abbildung eines ISDN-Anschlusses mit DSL-Router, TAE, Splitter, NTBA und ISDN-TK-Anlage.

Beim ISDN-Anschluss wird die TAE-Dose mit dem Splitter verbunden, der wiederum an den ISDN NTBA angeschlossen wird. Der ISDN-NTBA ist √ľber einen RJ45 Stecker mit der ISDN-Telefonanlage verbunden.

An einem ISDN-Basisanschluss ist es m√∂glich, bis zu 8 ISDN-Telefone anzuschlie√üen. Alternativ kann aber auch eine ISDN-Telefonanlage verwendet werden, die dann als Schnittstelle f√ľr mehrere ISDN Endger√§te dient und die √ľber die TK-Anlage zentral verwaltet werden k√∂nnen. Bei einigen ISDN-Telefonanlagen k√∂nnen sowohl ISDN-Telefone als auch analoge Telefone angeschlossen werden. √úber den DSL-Splitter, der per Kabel an die FritzBox oder ein anderes Modem-Routerger√§t angeschlossen ist, wird der Internetzugang erm√∂glicht.

Unterschied zwischen einem Basisanschluss und einem Primärmultiplexanschluss

Bei ISDN wird zwischen einem Basisanschluss und einem Primärmultiplexanschluss unterschieden. Der ISDN-Basisanschluss, auch Mehrgeräteanschluss genannt, gilt als Standardanschluss an das digitale ISDN-Netz und kam bis jetzt vor allem bei Privathaushalten oder kleineren Unternehmen zum Einsatz.

Merkmale des Basisanschlusses

Bei einem Basisanschluss stehen dem Endkunden zwei Nutzkan√§le mit je 64 kbit/s √úbertragungsgeschwindigkeit zur Verf√ľgung, die f√ľr unterschiedliche √úbertragungen wie z.B. die √úbertragung von Sprache oder Daten genutzt werden k√∂nnen. Ein Nutzkanal ist ein Kommunikationskanal, der f√ľr eine Telefonverbindung genutzt werden kann. Zudem gibt es einen Steuerungskanal mit 16 kbit/s √úbertragungsrate, der jedoch nicht aktiv f√ľr die Telefonie eingesetzt werden kann.

Merkmale des Primärmultiplexanschlusses

Der Prim√§rmultiplexanschluss ist ein Anlagen-Anschluss f√ľr Telefonanlagen an das ISDN-Netz und wurde bis jetzt vor allem bei Unternehmen verwendet. Ein Prim√§rmultiplexanschluss setzt sich aus mindestens 16 und maximal 30 Nutzkan√§len mit einer √úbertragungsrate von je 64 kbit/s und einem Signalisierungskanal und einem Synchronisationskanal zusammen.

3. Alternative Bezeichnungen

3. Alternative Bezeichnungen f√ľr Telefonanlage

Es gibt viele weitere Bezeichnungen, die synonym f√ľr Telefonanlage verwendet werden:

  • TK-Anlage (Telekommunikationsanlage)
  • Nebenstellenanlage
  • TK-System
  • PBX (Private Branch Exchange)
  • PABX (Private Automatic Branch Exchange)
  • TVA (Teilnehmervermittlungsanlage)
4. Geschichte der Telefonie

4. Geschichte der Telefonie - Wie alles begann!

Die Telefonie ist heute sowohl im privaten Bereich als auch in der Unternehmenskommunikation nicht mehr wegzudenken. Als bedeutende Entwicklungsschritte der Fernsprech√ľbertragung k√∂nnen die analoge Telefonie, die ISDN-Telefonie und nun die IP-Telefonie genannt werden. Aber es hat sich noch vielmehr ge√§ndert. Damals konnte zum Beispiel nur √ľber das Festnetz telefoniert werden. Heute z√§hlen Handys f√ľr die meisten ebenso zum Standard wie ein Festnetztelefon.

Bild eines Smartphones

So existiert in 9 von 10 Haushalten mindestens ein Handy. Zudem verf√ľgen √ľber rund 62% der deutschen Haushalte √ľber einen Breitband-Internetzugung und die Anzahl der Internetnutzer steigt jedes Jahr kontinuierlich. Die zunehmende Verbreitung der Breitbandinternetanschl√ľsse sowie die Abl√∂sung des ISDN-Netzes durch die IP-Telefonie, f√ľhrt dazu, dass die Internettelefonie sich immer weiter verbreitet und f√ľr immer mehr Unternehmen eine hervorragende Alternative zu ISDN darstellt.

Analoge Telefonie

Der Anfang der Telefonie geht auf das Jahr 1861 zur√ľck. In diesem Jahr baute Johann Philipp Reis als erster eine funktionierende, elektrische Fernsprechverbindung auf. 1971 konnten zum ersten Mal mehr Telefongespr√§che (11,7 Milliarden) als Briefsendungen (11,5 Milliarden) in Westdeutschland verzeichnet werden.

Alexander Graham Bell

10 Jahre später meldete Alexander Graham Bell das erste Telefon in den USA zum Patent an.

Im selben Jahr entstanden die ersten öffentlichen Telefonnetze, unter anderem auch in Berlin und die erste Telefonzelle wurde in Betrieb genommen.

Telefonzelle

Am Anfang wurden Telefongespr√§che noch manuell durch das ‚ÄúFr√§ulein vom Amt‚ÄĚ vermittelt. Diese musste, um eine Verbindung der Gespr√§chspartner miteinander herzustellen, Metallst√∂psel stecken. Mitte der 80er Jahre kamen dann die ersten Schnurlostelefone auf den Markt.

ISDN-Telefonie

Die Digitalisierung des 100 Jahre alten analogen Telefonnetzes war ein Meilenstein in der Geschichte der Telefonie und ein riesiges Investitionsprojekt. Die Entscheidung daf√ľr wurde in der Bundesrepublik Deutschland 1979 von der Deutschen Bundespost getroffen. 1982 entschied sie sich f√ľr die ISDN-Technik und die Umsetzungspl√§ne wurden konkretisiert. Durch die Umstellung auf ISDN konnten die Leitungen nun endlich f√ľr mehrere Dienste parallel genutzt werden. Dadurch war es m√∂glich, w√§hrend eines Telefongespr√§ches nebenbei noch ein Fax zu versenden oder zu surfen.

Nach zwei Pilotprojekten in Stuttgart und Mannheim begann 1989 der offizielle Betrieb von ISDN. 1995 war die Digitalisierung so weit abgeschlossen, dass ISDN fl√§chendeckend zur Verf√ľgung stand (waren Vermittlungsstellen noch nicht digitalisiert, konnte den Kunden ISDN durch eine Fremdanschaltung bereitgestellt werden). Zwei Jahre sp√§ter war die vollst√§ndige Digitalisierung des Telefonnetzes abgeschlossen.

VoIP-Telefonie

Bereits im Jahr 1995 kam das Thema der Internettelefonie auf, war jedoch damals noch nicht massentauglich, denn die damalige Infrastruktur des Internet-Providers war zu diesem Zeitpunkt nicht f√ľr eine Echtzeit-Anwendung wie VoIP ausgelegt. Es wurden breitere Datenleitungen ben√∂tigt, denn √ľber schmalbandige Modem- oder ISDN-Anbindungen konnten keine Telefongespr√§che gef√ľhrt werden. Zudem fehlte es noch an einheitlichen technischen Standards. Mit der Verbreitung von DSL-Anschl√ľssen wurde der Weg f√ľr die VoIP-Technologie geebnet, die durch die leistungsf√§higere Breitband-Leitung nun realisiert werden konnte. In Deutschland stellte sich der VoIP-Umbruch im Jahre 2004 und 2005 ein.

Seit der Jahrtausendwende kommen nun immer mehr IP-basierte Telefonie-L√∂sungen zum Einsatz. Grund daf√ľr sind zum einen zahlreiche Vorteile, die die IP-Telefonie bietet uns zum anderen die geplante ISDN-Abschaltung der Telekom.

Funktionsweise der VoIP-Telefonie

Bei der IP-Telefonie, auch VoIP-Telefonie oder Internettelefonie genannt, werden wichtige Informationen wie Sprache und Daten als kleine Datenpakete √ľber ein Datennetz √ľbertragen. Ein Gespr√§ch wird nur noch kurz vor dem Festnetzanschluss des Empf√§ngers ins Festnetz eingespeist, der Rest der Telefonie geschieht √ľber das Internet.

Durch die Breitbandinternetverbindung k√∂nnen bei VoIP mehr Sprachverbindungen als noch bei ISDN realisiert werden. Zudem ist eine bessere Sprachqualit√§t m√∂glich. Die IP-Telefonie stellt aufgrund ihrer zahlreichen M√∂glichkeiten und g√ľnstigen Verbindungsentgelten die Zukunftstechnologie der Telekommunikation dar und wird in nicht allzu langer Zeit die ISDN-Telefonie abl√∂sen.

5. Welche Anbieter gibt es?

5. Analoge- und ISDN-Telefonanlagen kaufen - Welche Anbieter gibt es?

Die Preisunterschiede zwischen analogen- und ISDN-Telefonanlagen variieren teilweise stark. Analoge Telefonanlagen sind bereits ab ca. 200 ‚ā¨ erh√§ltlich und damit deutlich g√ľnstiger als ISDN-Telefonanlagen. Daf√ľr haben diese aber auch einen geringeren Funktionsumfang und sind im Allgemeinen seltener auf dem Markt erh√§ltlich. Denn die wenigsten haben heute noch einen analogen Telefonanschluss. Die Anzahl der Nebenstellen ist von der einzelnen Telefonanlage abh√§ngig. Analoge Telefonanlagen sind mit ein, zwei, vier oder bis zu acht Nebenstellen erh√§ltlich.

Die Preise bei ISDN-Telefonanlage gehen teilweise weit auseinander. Je nach gew√ľnschtem Funktionsumfang zahlt man zwischen 300 ‚ā¨ und bis √ľber 1000‚ā¨. Daf√ľr stehen einem h√§ufig aber auch mehr Nebenstellen zur Verf√ľgung.

ISDN- oder Analoge Telefonanlagen können Sie z.B. bei den folgenden Herstellern erwerben:

Telefonanlagen-Angebote der Hersteller Agfeo und Teleg√§rter finden Sie auf der Preisvergleichsseite Idealo oder auf Testberichte.de. Hier finden Sie auch Bewertungen, wie einzelne Telefonanlagen im Test abgeschnitten haben. So bekam die ISDN-Anlage Agfeo AS 200 IT im Test ein Sehr gut (1,0). Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass der Test im Februar 2009 durchgef√ľhrt wurde.

Was man beim Kauf beachten sollte

Bevor Sie sich eine neue Telefonanlage anschaffen, sollten Sie jedoch bestimmen, wie gro√ü die Kapazit√§t der Anlage sein muss, um bei einem Unternehmenszuwachs keine Schwierigkeiten zu bekommen. Denn unter Umst√§nden brauchen Sie nicht nur mehr interne Nebenstellen sondern auch mehr externe Leitungen, √ľber die gleichzeitig telefoniert werden kann. Hierf√ľr sind jedoch nicht alle Telefonanlagen geeignet.

Zwar gibt es modulare Anlagen, bei denen es m√∂glich ist, interne wie externe Leitungen durch nachgekaufte Steckkarten oder Software-Updates zu erweitern, jedoch bieten auch diese TK-Anlagen nicht die Flexibilit√§t, die von einer Cloud-Telefonanlage ausgeht. Zum anderen sollten Sie daran denken, dass die gro√üen deutschen Telekommunikationsanbieter planen, in den n√§chsten Jahren das ISDN-Netz abzuschalten und es dann immer schwieriger werden wird, die erforderlichen Ersatzteile f√ľr Ihre Telefonanlage vom Hersteller zu bekommen.

6. Umstellung von ISDN auf All-IP

6. Ablösung von ISDN steht fest - All-IP Umstellung bis 2018

Die All-IP-Umstellung der Telekom l√§uft auf Hochtouren, denn bis Ende 2018 plant sie bereits die vollst√§ndige Abschaltung des ISDN-Netzes. Aus diesem Grund hat die Telekom auch bereits schon viele K√ľndigungen an Privatkunden und kleine- und mittelst√§ndische Unternehmen verschickt, wenn sich diese bez√ľglich der Umstellung geweigert haben. Jedoch steht die Umstellung bereits seit l√§ngerer Zeit fest und daran f√ľhrt auch kein Weg vorbei. Unternehmen k√∂nnen die All-IP Umstellung lediglich noch etwas hinausz√∂gern, indem sie ihren Telekommunikationsanbieter wechseln. Einige Anbieter z.B. Vodafone werben damit, ISDN noch bis 2022 anzubieten. Aber sp√§testens dann wird es kein ISDN mehr geben.

Gr√ľnde f√ľr die Abschaltung des ISDN-Netzes

Ein Grund f√ľr die Abschaltung des ISDN-Netzes ist auf der einen Seite die veraltete Technik. Auf der anderen Seite wird bereits seit langem ein zweites Netz f√ľr den Internetzugang und die Datenkommunikation aufgebaut, sodass der parallele Betrieb zweier Netze f√ľr die Telekom nur noch unn√∂tige Kosten verursacht. Zudem gilt All-IP als das Netz der Zukunft, das dem Kunden viele Vorteile erm√∂glicht.

Vorteile von All-IP

1. Einfache Einrichtung und Konfiguration

Bei IP-Anschl√ľssen gibt es keine aufwendige Verkabelung mehr wie noch bei ISDN-Anschl√ľssen. Weder ein DSL-Splitter noch ein NTBA sind hier erforderlich. Der Router wird direkt an die TAE-Dose angeschlossen.

Viele VoIP-Anbieter stellen au√üerdem eine Web-Benutzeroberfl√§che zur Verf√ľgung, √ľber die jederzeit eine schnelle Konfiguration m√∂glich ist.

Weboberfläche Placetel


2. Kostenvorteile

Da durch die IP-Technologie nun alle Dienste √ľber das NGN (Next Generation Network) angeboten werden k√∂nnen, ist es m√∂glich durch Komplettangebote von Telefonie, Fernsehen, Internet und Mobilfunk Kosten zu sparen. Zudem k√∂nnen Telefonate via VoIP √ľber eine Breitband-Internetverbindung erheblich g√ľnstiger gef√ľhrt werden als √ľber ISDN-Prim√§rmultiplexanschl√ľsse, da die meisten VoIP-Anbieter sehr g√ľnstige Verbindungsentgelte bieten. Betriebsinterne Gespr√§che sind sogar kostenfrei.
Entscheiden Sie sich gegen eine On-Premise- und f√ľr eine On-Demand-L√∂sung entf√§llt zudem der Kosten- und Zeitaufwand f√ľr die Wartung, Instandhaltung und anfallende Updates.

3. Keine oder kurze Mindestvertragslaufzeit & K√ľndigungsfrist

Bei den meisten VoIP-Anbietern gibt es keine Mindestvertragslaufzeiten. Die K√ľndigungsfrist betr√§gt normalerweise lediglich einen Monat.

4. Ortsunabhängigkeit

Mann telefoniert im Park im Ausland.

Mit All-IP k√∂nnen Sie √ľberall telefonieren, wo Sie eine Internetverbindung haben. Spezielle Apps f√ľr Ihr Smartphone sorgen daf√ľr, dass Sie auch unterwegs sogar im Ausland und auf Wunsch unter Ihrer B√ľronummer erreicht werden k√∂nnen.

5. Ausgezeichnete Sprachqualität

Dank High-Definitionen-Voice erm√∂glicht die IP-Telefonie eine hervorragende Sprachqualit√§t. Die Vorteile von HD-Voice k√∂nnen Sie allerdings nur genie√üen, wenn auch die VoIP- Hard- und Software, der Router sowie die Technik Ihres Gegen√ľber HD-Voice unterst√ľtzt.

6. Schnellere Geschwindigkeit

Mit der All-IP-Umstellung werden Frequenzbereiche frei, die zuvor noch f√ľr die ISDN- und Analog-Telefonie belegt waren. Das erm√∂glicht einen schnelleren Datentransport. Nun sind Bandbreiten bis zu 100 Mbit/s m√∂glich.

7. Mehr parallele Gespräche möglich

W√§hrend ein ISDN-Anlagenanschluss noch auf zwei parallele Kan√§le beschr√§nkt war, ist es mit einem IP-Anschluss m√∂glich, eine Vielzahl an Gespr√§chen gleichzeitig zu f√ľhren. Wie viele Gespr√§che jedoch tats√§chlich gef√ľhrt werden k√∂nnen, h√§ngt von Ihrer Daten√ľbertragungsrate und der Anzahl Ihrer gebuchten Rufnummern ab.

8. Effektivere Kommunikation und Zusammenarbeit

Mittels Internettelefonie kann sowohl die Kundenkommunikation als auch die Zusammenarbeit im Team verbessert werden. Möglich wird das durch innovative Funktionen wie Videokonferenzen oder File-Sharing. Zudem wird durch die problemlose Integration von mobilen Endgeräten eine kontinuierliche Erreichbarkeit gewährleistet.

9. Neue Funktionen sorgen f√ľr Zukunftsf√§higkeit

Dank IP-Technologie ist es möglich, neue Funktionen zu entwickeln, die mit ISDN bisher nicht realisierbar waren. Zum Beispiel können nun CRM-Systeme in eine VoIP-Telefonanlage eingebunden werden. Generell umfassen IP-Telefonanlagen ein breites Funktionsspektrum. So bieten die meisten VoIP-Anbieter ihren Kunden mehr als 150 Funktionen an. Und auch Collaboration-Funktionen wie Unified Communications sind erhältlich.

Nachteile von All-IP

Nat√ľrlich gibt es auch bei der IP-Telefonie einige Nachteile, die wir Ihnen selbstverst√§ndlich nicht vorenthalten m√∂chten.

1. Abhängigkeit von der Internetverbindung

Die einzige Voraussetzung f√ľr die Nutzung von VoIP ist eine ausreichende und stabile Internetverbindung. Zwar ist mit der Internettelefonie eine ausgezeichnete Sprachqualit√§t m√∂glich, diese kann aber nur so gut sein wie Ihre Internetverbindung. Als Richtwert f√ľr eine ausreichende Bandbreite gelten 100 kbit/s pro Sprachkanal. Bei unzureichender Bandbreite oder einer instabilen Internetverbindung kann es zu Aussetzern oder Gespr√§chsabbr√ľchen kommen. Sollte die Internetverbindung komplett getrennt sein, kann VoIP auch nicht mehr l√§nger genutzt werden. Um einen Ausfall zu vermeiden, empfehlen wir grunds√§tzlich eine Breitbandanbindung mit garantierter Verf√ľgbarkeit wie zum Beispiel bei einer S-DSL Leitung.

2. Bisherige ISDN-Anlage muss ggf. ersetzt werden

Selbst etwas √§ltere Telefonanlage k√∂nnen meist mit hilfe spezieller Router und Gateways weiter genutzt werden. Kritisch kann es jedoch werden, wenn Ihre Anlage √§lter als f√ľnf Jahre ist, denn dann ist eine Umr√ľstung oft nicht m√∂glich und wenn ist es so teuer, dass sie sich oftmals nicht lohnt. Aber auch wenn Sie Ihre bisherige ISDN-Telefonanlage nicht weiter betreiben k√∂nnen, ist eine Investition in eine neue TK-Anlage nicht erforderlich. √úberlegen Sie sich stattdessen, ob Sie nicht lieber auf eine Cloud-Telefonanlage umsteigen und dadurch keine Hardwareinvestitionen in Kauf nehmen m√ľssen.

3. Funktionsunfähigkeit bei einem Stromausfall

In diesem Punkt hat das kabelgebundene, analoge Telefon leider einen Vorteil. Dank Notstromaggregat an den Vermittlungsstellen kann auch bei einem Stromausfall weiter telefoniert werden. Die IP-Telefonie wird jedoch √ľber einen Router erm√∂glicht, der am Strom angeschlossen ist. Erh√§lt dieser keine Stromzufuhr mehr, ist die M√∂glichkeit zu telefonieren nicht mehr gegeben. Allerdings kann man sich als Notl√∂sung eine Pufferbatterie (USV) zulegen. Au√üerdem besteht bei einer Cloud-Telefonanlage die M√∂glichkeit, w√§hrend eines Stromausfalls √ľber die mobile Breitbandverbindung auf dem Smartphone weiterzutelefonieren oder eine Weiterleitung auf die Mobilfunkrufnummer einzurichten.

4. Es können Probleme mit ans Telefonnetz angeschlossenen Geräten auftreten

Bevor Sie auf All-IP umstellen, sollten Sie sich dar√ľber informieren, was das f√ľr Ihre ans Telefonnetz angeschlossenen Ger√§te wie z.B. Alarmanlagen, Hausnotruf-Ger√§te, EC-/Kreditkarten-Automaten oder f√ľr Ihr Faxger√§t bedeutet und ob diese nach der Umstellung auch noch einwandfrei funktionieren. Da die gerade erw√§hnten Ger√§te zum Teil auf spezielle ISDN-Funktionen angewiesen sind oder sie einer St√∂rsicherheit und bitgenauen √úbertragung bed√ľrfen, kann es hier unter Umst√§nden Probleme geben.

5. Sichere Passwörter sind ein Muss

Alles, was im Internet geschieht, sollte mit sicheren Passw√∂rtern gesichert sein. Das gilt f√ľr Ihr Online-Banking genauso sehr wie f√ľr das Benutzerkonto Ihrer virtuellen Telefonanlage. Die meisten VoIP-Anbieter erm√∂glichen Ihren Kunden heute aber noch einen weiteren Sicherheitsfaktor, die Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Damit Sie sich nun nochmal einen besseren √úberblick √ľber die Vor- und Nachteile von All-IP verschaffen k√∂nnen, haben wir das F√ľr und Wieder nochmal in einer Tabelle gegen√ľbergestellt.

Vorteile und Nachteile von All-IP


7. Möglichkeiten nach der IP-Umstellung

7. Welche Möglichkeiten habe ich nach der IP-Umstellung?

Im Zuge der IP-Umstellung fragen sich viele Unternehmen zu Recht, was mit ihrer bestehenden Hardware nach der ISDN-Abschaltung geschieht. Aber keine Sorge: Auch etwas √§ltere Telefonanlagen lassen sich meist √ľber einen SIP-TK-Anlagenanschluss √ľber eine Internetverbindung ans Telefonnetz anbinden. Gerade wenn Sie sich erst vor Kurzem eine ISDN-Telefonanlage angeschafft haben oder Sie eine sehr teure ISDN-TK-Anlage besitzen, bei der die Installation sehr aufwendig war, stellt SIP-Trunking eine sehr gute √úbergangsl√∂sung dar, um Ihre bestehende Hardware weiterzuverwenden.

Ist Ihre ISDN-Telefonanlage jedoch schon in die Jahre gekommen und Sie spielen sowieso mit dem Gedanken, sich eine neue Telefonanlage zuzulegen, sollten Sie sich √ľberlegen, auf eine Telefonanlage aus der Cloud umzusteigen. Dadurch sparen Sie sich die Anschaffungskosten und m√ľssen sich nicht l√§nger um die Wartung und Instandhaltung der Telefonanlage k√ľmmern. Mehr Informationen, wie Sie Ihre bestehende Hardware weiterverwenden k√∂nnen und wann ein Umstieg auf eine virtuelle Telefonanlage sinnvoll ist, bekommen Sie hier.

8. Weiterf√ľhrende Links f√ľr die Einrichtung Ihres IP-Anschlusses

  1. Auerswald TK-Anlage an einer Fritz!Box betreiben
  2. VoIP: Von ISDN auf Internet-Telefonie umsteigen
  3. Einrichtung von ISDN-Endgeräten an der FRITZ!BOX 7490
  4. Fritzbox als Telefonanlage nutzen - so geht’s

9. FAQ

9. FAQ

1. Welche Router eignen sich f√ľr die Nutzung eines IP-basierten Anschlusses?
Beispiele f√ľr IP-f√§hige Router am Telekom Anschluss sind der Speedport W 921V, Speedport W 922V, Speedport W 724V (mit ISDN-Adapter) und Speedport Entry (mit ISDN-Adapter). Zudem sind alle aktuellen FRITZ!Box-Modelle IP-f√§hige Router, an denen Sie Ihre ISDN-Telefone oder Ihre ISDN-Anlage am S0- Bus anschlie√üen k√∂nnen. Ein Beispiel hierf√ľr w√§re die Fritzbox 7490. Weitere Informationen √ľber geeignete Router finden Sie hier.

2. Kann ich mein Faxgerät nach der Umstellung weiter verwenden?
Faxger√§te k√∂nnen √ľber einen Analogadapter (ATA) nach der Umstellung weiter angeschlossen werden. Allerdings sind Laufzeitprobleme m√∂glich. Jedoch bieten Ihnen VoIP-Anbieter wie Placetel auch die M√∂glichkeit, elektronische Faxe zu versenden. Dadurch ist ein Faxger√§t nicht mehr l√§nger notwendig.

3. Ich möchte bei ISDN bleiben. Kann ich nicht einfach den Anbieter wechseln?
Auch wenn manche Anbieter wie Vodafone eine Verlängerung von ISDN bis 2022 garantieren, so ist doch spätestens danach Ende. Aus diesem Grund können Sie den Umstieg höchstens noch etwas hinauszögern, aber Sie kommen um die IP-Umstellung nicht herum.

4. Ich kann die Telefone doch auch am Router anschlie√üen. Wof√ľr brauche ich also eine ISDN-Anlage?
Eine ISDN-Anlage ist erforderlich, wenn Sie mehrere Telefone gleichzeitig anschlie√üen m√∂chten. Ein Router hat 2 Analoganschl√ľsse, einen ISDN-Anschluss und 4 Ethernet-Anschl√ľsse. Ist das f√ľr Ihre Telefone ausreichend, brauchen Sie keine Telefonanlage. Auch bei einer Cloud-Telefonanlage kann die ISDN-Anlage komplett wegfallen.

5. Wie sieht die Verkabelung bei All-IP aus?
Splitter und NTBA werden bei der Internettelefonie nicht mehr l√§nger ben√∂tigt. Der Router kann direkt am Amtsanschluss betrieben werden. Eine lokale Telefonanlage ist bei der IP-Telefonie jedoch nicht mehr l√§nger erforderlich, da auch eine Cloud-Telefonanlage (Punkt 5.3) genutzt werden kann. Ist eine lokale Telefonanlage dennoch erw√ľnscht, kann diese an einem der LAN-Ports des Routers angeschlossen werden. √úber die IP- oder ISDN-Telefonanlage k√∂nnen Sie Ihre Telefonendger√§te wie Ihr IP-Telefon, Ihr ISDN-Telefon oder Ihr analoges Telefon anbinden.

6. Ist beim Umstieg auf einen All-IP-Anschluss eine besondere Konfiguration auf der Fritzbox oder der ISDN-Telefonanlage erforderlich?
F√ľr den Umstieg m√ľssen Sie den Telefoniebereich vom Festnetz auf IP umstellen. Zudem muss sichergestellt werden, dass sich alle Rufnummern richtig registriert haben. Wie Sie die FRITZ!Box f√ľr den Betrieb am IP-basierten Telekom Anschluss einrichten, k√∂nnen Sie hier Schritt f√ľr Schritt nachlesen.
Auch das folgenden Video zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Fritzbox am IP-basierten Anschluss einrichten:

7. Können an den aktuellen Fritz!Boxen auch ISDN-Geräte angeschlossen werden?
Ja, sowohl ISDN-Telefone, ISDN- Telefonanlagen und Faxe können an ihnen angeschlossen werden. Sogar das Anschließen von analogen Telefonen ist möglich.

8. Wo können ISDN-Telefone oder ISDN-Telefonanlagen an der Fritzbox angeschlossen werden?
Sie werden am Anschluss ‚ÄúFON S0‚ÄĚ der FRITZ!BOX angeschlossen.

9. Kann ich die Fritzbox auch als Telefonanlage nutzen?
Ja, das ist m√∂glich. Die Administration der Telefone und Rufnummern erfolgt dann √ľber die Fritzbox selbst.