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So klingt eine gute KI-Begrüßung

Praxisbeispiele aus acht relevanten Branchen, bewährte Formulierungen und eine Checkliste für die Selbstüberprüfung

Von Sandra Plett

Die ersten fünf Sekunden eines Anrufs entscheiden darüber, ob Ihr Anrufer sich gut aufgehoben fühlt – oder auflegt. Genau in diesen Sekunden übernimmt bei vielen Unternehmen längst ein KI-Telefonassistent den ersten Kontakt. Wie dieser sich meldet, ist deshalb keine Nebensache, sondern der wichtigste Satz im gesamten Gespräch.

In diesem Artikel zeigen wir, wie eine gute Begrüßung aufgebaut ist, vergleichen Beispiel-Skripte aus verschiedenen Branchen und geben Ihnen eine praxisnahe Checkliste an die Hand, mit der Sie Ihre eigene Begrüßung Schritt für Schritt überprüfen können.

💡Das Wichtigste in Kürze

  • Gesetzliche Pflicht seit August 2026: Anrufer müssen laut EU-KI-Verordnung (Art. 50 Abs. 1) klar erfahren, dass sie mit einer KI sprechen – nicht mit einem Menschen.
  • Drei Pflichtbausteine: Jede gute Begrüßung nennt die KI-Kennzeichnung, den Unternehmensnamen und – falls relevant – einen Hinweis auf Gesprächsaufzeichnung.
  • Kurz und natürlich schlägt vollständig und technisch: Wer die Begrüßung auf das Wesentliche kürzt und regelmäßig selbst testet, wirkt vertrauenswürdiger als mit einer langen Standardansage.
  • Checkliste zur Selbstüberprüfung: Eine 8-Punkte-Checkliste zum Download hilft, die eigene Begrüßung in wenigen Minuten zu prüfen.

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Warum die KI-Begrüßung über den Erfolg des Gesprächs entscheidet

Warum die KI-Begrüßung über den Erfolg des Gesprächs entscheidet

Eine gute Begrüßung erfüllt drei Aufgaben gleichzeitig:

  • Orientierung geben – Der Anrufer muss sofort verstehen, bei wem er gelandet ist.
  • Vertrauen aufbauen – Klarheit und Transparenz schaffen von der ersten Sekunde an ein gutes Gefühl.
  • Rechtssicherheit herstellen – Seit dem 2. August 2026 gilt eine gesetzliche Informationspflicht, wenn Anrufer mit einem KI-System sprechen.

Eine zu lange, zu technische oder unklare Begrüßung kostet Sie in allen drei Punkten Anrufer – und im schlimmsten Fall auch Vertrauen in Ihr Unternehmen.

Die gesetzliche Grundlage: Transparenzpflicht seit August 2026

Die gesetzliche Grundlage: Transparenzpflicht seit August 2026

Mit Art. 50 Abs. 1 der EU-KI-Verordnung (Verordnung (EU) 2024/1689) gilt seit dem 2. August 2026: Personen müssen grundsätzlich darüber informiert werden, wenn sie mit einem KI-System interagieren. Für Ihren AI Assistenten bedeutet das konkret, dass die Begrüßung unmissverständlich klarstellen muss, dass der Anrufer mit einem virtuellen Assistenten spricht – nicht mit einem menschlichen Mitarbeiter.

Diese Pflicht ist kein Grund, die Begrüßung technisch oder unpersönlich klingen zu lassen. Im Gegenteil: Die besten Beispiele zeigen, dass Transparenz und ein sympathischer, professioneller Ton sich sehr gut verbinden lassen.

Die drei Pflichtbausteine jeder guten KI-Begrüßung

Bevor es an die Formulierung im Detail geht, sollte jede Begrüßung diese drei Elemente enthalten:

  • KI-Kennzeichnung – Der Hinweis, dass es sich um einen KI-Assistenten handelt, steht idealerweise direkt im ersten inhaltlichen Satz.
  • Unternehmensname – Für den Anrufer muss eindeutig erkennbar sein, mit welchem Unternehmen er verbunden ist.
  • Hinweis auf Gesprächsaufzeichnung – Nur relevant, wenn Gespräche zu Qualitäts- oder Trainingszwecken aufgezeichnet werden, dann aber verpflichtend vor Beginn der Aufzeichnung.
Branchenvergleich - Vorlagen für KI-Begrüßungen

Branchenvergleich - Vorlagen für KI-Begrüßungen

Eine gute Begrüßung folgt überall demselben Grundgerüst – KI-Hinweis, Unternehmen, Angebot zur Hilfe –, unterscheidet sich aber im Ton und in den branchentypischen Ergänzungen. Im Folgenden finden Sie acht Beispiele aus den folgenden Branchen:

  • Arztpraxis
  • Autohaus
  • Hausverwaltung
  • Kanzlei / Steuerberatung
  • Immobilienmakler
  • Reisebüro
  • Pflegedienst
  • SHK-Betrieb

So klingen gute KI-Begrüßungen in der Praxis

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KI-Begrüßungsvorlage für Artzpraxen

„Guten Tag, Sie sprechen mit dem virtuellen Assistenten der Zahnarztpraxis [Name]. Ich kann Ihnen bei der Terminvergabe helfen oder Sie mit unserem Team verbinden. Wie kann ich Ihnen helfen?“

→ Mehr zum KI-Telefonassistent für Arztpraxen

KI-Begrüßungsvorlage für das Autohaus

„Guten Tag, Sie sprechen mit dem KI-Telefonassistenten des Autohauses [Name]. Geht es um einen Werkstatttermin, eine Probefahrt oder ein Fahrzeugangebot? Ich helfe Ihnen gerne weiter.“

→ Mehr zum KI-Telefonassistent für Autohäuser

KI-Begrüßungsbeispiel für Hausverwaltungen

„Guten Tag, hier ist der virtuelle Assistent der Hausverwaltung [Name]. Geht es um einen Schaden, eine Frage zu Ihrer Abrechnung oder ein anderes Anliegen? Ich nehme das gerne für Sie auf oder verbinde Sie mit Ihrem Ansprechpartner.“

→ Mehr zum KI-Telefonassistent für Hausverwaltungen

KI-Begrüßung für Kanzlei / Steuerberatung

„Guten Tag, hier ist der KI-Assistent der Kanzlei [Name]. Bitte teilen Sie mir keine vertraulichen Inhalte mit – ich verbinde Sie gerne mit Ihrem Ansprechpartner oder nehme eine Nachricht für Sie auf.“

→ Mehr zum KI-Telefonassistenten für Kanzleien

KI-Begrüßung für Immobilenmakler

„Guten Tag, hier spricht der virtuelle Assistent von [Firmenname]. Geht es um eine Ihrer Immobilienanfragen oder einen Besichtigungstermin? Ich helfe Ihnen gerne weiter.“

→ Mehr zum KI-Telefonassistenten für Immobilienmakler

KI-Begrüßung fürs Reisebüro

„Herzlich willkommen beim KI-Assistenten von [Firmenname]. Egal ob Buchung, Umbuchung oder eine Frage zu Ihrer Reise – ich bin für Sie da.“

→ Mehr zum KI-Telefonassistenten fürs Reisebüro

KI-Begrüßungsvorlagen für Pflegedienste

„Guten Tag, Sie sprechen mit dem virtuellen Assistenten von [Name]. Falls es sich um einen dringenden Pflegefall handelt, verbinde ich Sie sofort mit unserem Team.“

→ Mehr zum KI-Telefonassistenten für Pflegedienste

KI-Begrüßung für SHK-Betrieb

„Guten Tag, Sie erreichen den KI-Telefonassistenten von [Firmenname]. Rufen Sie wegen eines Notfalls an, oder kann ich Ihr Anliegen aufnehmen?“

In sensiblen Bereichen wie dem Gesundheitswesen oder Rechtsgebieten ist der schnelle, unkomplizierte Weg zu einem menschlichen Ansprechpartner besonders wichtig – die KI-Begrüßung sollte diesen Weg von Anfang an sichtbar machen.

Im Folgenden können Sie verschiedene KI-Telefonassistenten auch einfach selbst ausprobieren und sich die KI-Begrüßung anhören:

Best Practices bei der Erstellung einer KI-Begrüßung

Best Practices bei der Erstellung einer KI-Begrüßung

KI-Hinweis zuerst formulieren, dann kürzen.

Schreiben Sie die Begrüßung zunächst vollständig auf, streichen Sie danach jedes Wort, das nicht zur Orientierung des Anrufers beiträgt.

Ein Satz, eine Botschaft.

Vermeiden Sie verschachtelte Sätze – Anrufer hören nur einmal zu, ohne mitzulesen.

Natürliche Sprache statt Fachbegriffe.

„Virtueller Assistent“ oder „KI-Assistent“ wirken zugänglicher als technische Begriffe wie „Voicebot“ oder „Sprachsystem“.

Sprechtempo und Lautstärke prüfen.

Der KI-Hinweis darf nicht zu schnell gesprochen oder von Musik und Werbeansagen überlagert werden.

Mehrsprachigkeit mitdenken.

Wird der Assistent in mehreren Sprachen eingesetzt, braucht jede Sprachversion den vollständigen KI-Hinweis – inklusive Aufzeichnungshinweis, falls zutreffend.

Weiterleitung ehrlich ankündigen.

Versprechen Sie nur eine Weiterleitung an einen Menschen, wenn diese auch technisch eingerichtet ist.

Berufsgeheimnisträger besonders prüfen.

Ärzte, Kanzleien und Steuerberater sollten klären, ob vertrauliche Inhalte über den Assistenten ausgeschlossen werden müssen.

Regelmäßig selbst testen.

Rufen Sie Ihren eigenen Assistenten an und hören Sie sich die vollständige Begrüßung bewusst an – am besten nach jeder Änderung.

Änderungen dokumentieren.

Halten Sie fest, welcher Begrüßungstext wann von wem geändert wurde – das erleichtert spätere Anpassungen und die rechtliche Nachvollziehbarkeit.

Bildquelle: © Ariestia – stock.adobe.com
Checkliste: Transparente Begrüßung in 8 Schritten

Checkliste: Transparente KI-Begrüßung in 8 Schritten

Damit Sie Ihre eigene KI-Begrüßung systematisch prüfen können, haben wir die wichtigsten Punkte in einer Checkliste zusammengefasst:

1. KI-Hinweis in der Begrüßung – Anrufer erfahren gleich zu Beginn, dass sie mit einem KI-Assistenten sprechen.

2. Ihr Unternehmen in der Begrüßung – Der tatsächliche Unternehmensname ist eindeutig erkennbar.

3. Hinweis auf Gesprächsaufzeichnungen – Falls Gespräche aufgezeichnet werden, erfolgt der Hinweis klar und vor Beginn der Aufzeichnung.

4. Verständlichkeit und Wahrnehmbarkeit – Normale Lautstärke, verständliches Sprechtempo, keine Überlagerung durch Musik oder Werbung.

5. Mehrsprachige Assistenten – Der KI-Hinweis liegt in jeder verwendeten Sprache vor.

6. Weiterleitung an einen Menschen – Anrufer wissen, wie sie einen Mitarbeiter erreichen können.

7. Besondere Anforderungen für Berufsgeheimnisträger – Relevant für z.B. Ärzte, Rechtsanwälte und Steuerberater.

8. Begrüßung dokumentieren – Begrüßungstext, Prüfdatum, verantwortliche Person und Sprachversionen sind festgehalten.

Die ausführliche Version mit allen Detailfragen und rechtlichen Hinweisen können Sie hier herunterladen: Checkliste zur transparenten Begrüßung Ihres Placetel AI Assistenten (PDF).

💡Hinweis: Die Checkliste dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine rechtliche Prüfung des konkreten Einzelfalls.

Fazit

Eine gute KI-Begrüßung ist kurz, klar und ehrlich: Sie sagt dem Anrufer sofort, mit wem er spricht, und macht deutlich, wie er weiterkommt. Branchenspezifische Ergänzungen – ob Terminvergabe, Notfallabfrage oder Vertraulichkeitshinweis – machen aus einer rechtlich korrekten Ansage eine Begrüßung, die zu Ihrem Unternehmen passt. Mit der Checkliste oben und den Beispiel-Skripten aus verschiedenen Branchen haben Sie alles an der Hand, um Ihre eigene ki-generierte Begrüßung in wenigen Minuten zu überprüfen und anzupassen.

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