Rufnummernblock

Das sollte man wissen

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1. Was ist ein Rufnummernblock?

1. Was ist ein Rufnummernblock?

Ein Rufnummernblock (RNB) wird bei Telefonanlagen verwendet, um eine einfache Verwaltung von Durchwahlrufnummern zu ermöglichen. Rufnummernblöcke kommen sowohl bei ISDN Anlagenanschlüssen als auch in der VoIP-Telefonie zum Einsatz.

Ein Rufnummernblock setzt sich aus einer Reihe von aufeinanderfolgenden Rufnummern zusammen, die an eine Basisnummer angehängt werden. Es handelt sich immer um die letzten Ziffern einer Rufnummer, über welche die Nebenstellen einer Telefonanlage (kurz auch: TK-Anlage) erreicht werden können.

In der Regel besteht ein Rufnummernblock aus ein oder zwei Ziffern und kann zum Beispiel die Rufnummern 00-99 umfassen. Bei größeren Nebenstellenanlagen können bei Bedarf auch drei Ziffern als Durchwahlen beantragt werden. Rufnummernblöcke spielen vor allem in der Business-Telefonie eine wichtige Rolle.

2. Wie setzt sich ein Rufnummernblock zusammen?

2. Wie setzt sich ein Rufnummernblock zusammen?

Eine Rufnummer aus einem Rufnummernblock setzt sich aus einer Vorwahl (z.B. 0221), einer Basisrufnummer (z.B. 23456) sowie einer Durchwahl (z.B. 1) zusammen. Die Basisrufnummer wird häufig auch als Rufnummernstamm bezeichnet. Durch diesen Aufbau ist es möglich, jeder Nebenstelle einer TK-Anlage eine eindeutige Durchwahl zuzuweisen.

Rufnummernblöcke können einstellig (0-9), zweistellig (00-99) oder dreistellig (000-999) sein und bestehen immer mindestens aus 10 Durchwahlnummern.

Beispiel fĂĽr einen einstelligen Rufnummernblock:

0221 23456 - 0
0221 23456 - 1
0221 23456 - 2
…
0221 23456 - 9

In der Business-Telefonie wird die Durchwahlrufnummer 0 häufig als Durchwahl für die Unternehmenszentrale genutzt. Über die weiteren Durchwahlen sind die Nebenstellen, zum Beispiel einzelne Abteilungen oder Mitarbeiter, erreichbar. Die Einrichtung der Nebenstellen sowie die Verwaltung der Rufnummern innerhalb eines zugeteilten Rufnummernblocks erfolgt über die Telefonanlage und kann individuell konfiguriert werden.

3. Wie erfolgt die Vergabe von Rufnummernblöcken?

3. Wie erfolgt die Vergabe von Rufnummernblöcken?

Die Zuteilung von Rufnummern erfolgt in Form eines zweiteiligen Vergabeverfahrens. Zunächst vergibt die Bundesnetzagentur (BNetzA) die Rufnummern an die unterschiedlichen Telekommunikationsanbieter. Kunden können bei Ihrem Anbieter dann entweder einzelne Rufnummern oder ganze Rufnummernblöcke buchen.

Wie groß der bestellte Rufnummernblock sein soll, hängt dabei von den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens bzw. der gewünschten Anzahl an Nebenstellen ab. Bei der Bestellung empfiehlt es sich einen ausreichend großen Rufnummernblock zu buchen, damit man - falls das Unternehmen wächst - auch neuen Mitarbeitern fortlaufende Rufnummern zuweisen kann.

Rufnummernblöcke können in der Regel auch portiert werden. Das bedeutet, bei einem Wechsel des Telekommunikationsanbieters kann der Rufnummernblock zum neuen Anbieter mitgenommen werden. Bei der Portierung von Festnetznummern zu einem neuen VoIP-Provider gilt es jedoch zu beachten, dass der Vorwahlbereich der VoIP Rufnummer dem Firmensitz des Unternehmens zugeordnet sein muss.

4. Rufnummernblöcke in der VoIP-Telefonie

4. Rufnummernblöcke in der VoIP-Telefonie

Rufnummernblöcke werden nicht nur bei herkömmlichen Anlagenanschlüssen genutzt, sondern auch im Bereich der Voice-over-IP-Telefonie. In der VoIP-Telefonie wird ein digitaler Telefonannschluss, der speziell für den Betrieb von Telefonanlagen ausgelegt ist, als SIP Trunk bezeichnet. Mit einem SIP Trunk kann eine SIP-fähige Telekommunikations-Anlage über eine Datenleitung mit dem Service eines VoIP-Anbieters verbunden werden. Bei der Konfigurierung können einem SIP Trunk entweder einzelne Rufnummern oder ganze Rufnummernblöcke zugewiesen werden.

Auch bei Placetel können Rufnummernblöcke bis zu 1000 Nummern bestellt werden, also z.B. 10er, 50er oder 100er Rufnummernblöcke. Dabei zahlen Sie nur eine einmalige Gebühr für die bestellten Rufnummern. Die monatliche Gebühr fällt nur für aktive Rufnummern an.

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