Die Digitalisierung ver√§ndert zunehmend unser Berufsleben und mit ihr wachsen auch die Anforderungen der Arbeitnehmer an den zuk√ľnftigen Arbeitsplatz. Doch wie werden wir in Zukunft arbeiten? Mit dieser Frage haben wir uns besch√§ftigt und haben - vor allem auf der Grundlage der von der IDG-Research 2017 durchgef√ľhrten Studie zum Thema ‚ÄúArbeitsplatz der Zukunft - 5 Thesen aufgestellt, wie die Zukunft der Arbeit aussehen wird.

5 Trends und Entwicklungen

1. Weniger Pr√§senzpflicht im B√ľro

Dank der immerzu fortschreitenden Digitalisierung ist das Arbeiten vom Home-Office aus schon l√§ngst problemlos m√∂glich. Arbeitnehmer k√∂nnen dank Cloud-Computing und Laptops die meisten Aufgaben ganz einfach von zu Hause erledigen. Und auch die telefonische Erreichbarkeit stellt heutzutage kein Problem mehr dar, denn durch den Einsatz von Cloud-Telefonanlagen, bleiben Mitarbeiter auf dem Handy oder einem anderen IP-Endger√§t weltweit unter ihrer B√ľrorufnummer f√ľr Kunden, Kollegen und Partner erreichbar.

Auch Katrin Beuther, COO von United Planet, denkt, dass der Arbeitsplatz in Zukunft einfach √ľberall da sein wird, wo wir gerade arbeiten m√∂chten:

Das muss nicht zwingend das B√ľro sein. Auch vom Auto oder vom Homeoffice aus ist dies m√∂glich. (Katrin Beuther)

Unternehmen bieten schon jetzt immer h√§ufiger Home-Office an, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern und Anreize f√ľr potenzielle Mitarbeiter zu schaffen. So gaben knapp 60% der √ľber 1000 befragten Unternehmen an, dass das Arbeiten von zu Hause aus entweder schon m√∂glich ist oder in K√ľrze umgesetzt werden soll. Auch wir bei Placetel verzeichnen einen Anstieg in Bezug auf Home-Office. Mittlerweile arbeiten 20% der Mitarbeiter regelm√§√üig von zu Hause. Selbst Kollegen aus dem Sales- und Support- Bereich k√∂nnen dank unserer Cloud-L√∂sung mit Call-Center Funktion vom Home-Office aus arbeiten und bleiben immer √ľber die Hotline erreichbar. Andere Kollegen arbeiten tempor√§r sogar als „digitale Nomaden“ aus Berlin und Malta und bleiben dank der virtuellen Telefonanlage immer mit allen Kollegen vernetzt.

F√ľr die Arbeitnehmer bedeutet das Arbeiten von zu Hause n√§mlich mehr Flexibilit√§t und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Von den √ľber 400 befragten Arbeitnehmern gaben ca. 50% von ihnen an, sich eine geringere Pr√§senzpflicht im B√ľro und mehr Home-Office zu w√ľnschen. Da der Arbeitsplatz der Zukunft mit dem Wettbewerb um die besten Fachkr√§fte in Verbindung steht, wird die Anwesenheitspflicht am Arbeitsplatz demnach an Bedeutung verlieren und die Mobilit√§t wird immer wichtiger werden.

2. Flexiblere Arbeitszeitmodelle

Laut der Studie der IDG-Research w√ľnschen sich zwei Drittel der Arbeitnehmer flexiblere Arbeitszeiten, da es f√ľr sie eine bessere Work-Life-Balance bedeutet. Aus Unternehmenssicht gaben 44% der Befragten an, entweder bereits eine flexible Arbeitszeiteinteilung anzubieten oder die M√∂glichkeit in K√ľrze einzur√§umen. In unserem Unternehmen wird dieser Aspekt mit Hilfe einer Vertrauensarbeitszeit gel√∂st. Das bedeutet, dass das Erledigen der Aufgaben wichtiger als die zeitliche Pr√§senz der einzelnen Arbeitnehmer ist. Je nach Abteilung haben wir deshalb eine Gleitzeit und nur bestimmte Kernarbeitszeiten, wodurch wir unseren Arbeitstag flexibel beginnen k√∂nnen. Das traditionelle Arbeitszeitmodell von 9 bis 17 Uhr k√∂nnte in Zukunft also an Bedeutung verlieren.

3. Neue Formen der Zusammenarbeit

Gute Zusammenarbeit ist f√ľr den Erfolg eines Unternehmens unerl√§sslich. Aus diesem Grund geh√∂ren f√ľr knapp 44% der befragten Unternehmen auch neue Formen der Zusammenarbeit zur Arbeitswelt der Zukunft dazu. Dazu z√§hlen vor allem Tools wie Filesharing, Instant Messaging, Workgrouping-Tools sowie Web- und Videokonferenzsysteme. Am h√§ufigsten werden Telefonkonferenzen verwendet. Hier gaben √ľber die H√§lfte der Unternehmen an, sie bereits genutzt zu haben.

Da durch den Einsatz von Collaborations-Tools die Kommunikation und die Zusammenarbeit im Team verbessert werden kann, vertrauen wir bei Placetel auf unsere UC-One-L√∂sung. Mit Placetel UC-One haben wir so alle Collaborations-Tools in nur einer Anwendung. Dadurch wird die Zusammenarbeit mit BroadSoft-Teams aus anderen L√§ndern enorm vereinfacht. Auch wenn man sich noch nie gesehen hat oder gar nicht kennt, kann man so √ľber den UC-Communicator ganz einfach jemanden anschreiben, anrufen oder bei Bedarf sogar eine Video-Konferenz in HD-Qualit√§t starten.

4. Häufigere Nutzung von Cloud-Lösungen

Die Mehrheit der Arbeitnehmer w√ľnscht sich, standortunabh√§ngig auf alle Daten des Unternehmens zuzugreifen, um so beispielsweise auch von zu Hause oder von unterwegs arbeiten und flexibler agieren zu k√∂nnen. Aus diesem Grund werden immer h√§ufiger Cloud-L√∂sungen in Unternehmen eingesetzt, da hierbei die IT-Infrastruktur √ľber das Internet bereitgestellt wird und Mitarbeiter √ľberall dort, wo es eine Internetverbindung gibt, auf alle ben√∂tigten Daten Zugriff haben. Da wir selbst ein Cloud-Anbieter sind, geh√∂ren Cloud-L√∂sungen zu unserer Unternehmens-DNA dazu. Alle Tools, die wir nutzen, kommen aus der Cloud.

Thomas Gierich, Head of International Solution Sales bei T-System geht davon aus, dass der Einsatz von Cloud-Lösungen in Zukunft enorm steigen wird:

85 bis 90 Prozent der Unternehmens-IT kommen in Zukunft aus der Cloud. (Thomas Gierich)

Cloud-Telefonanlagen

Knapp 50% der befragten Unternehmen gaben an, bereits eine IP-/ Cloud-basierte Telefonanlage im Einsatz zu haben. Durch die Nutzung einer Cloud-Telefonanlage k√∂nnen Mitarbeiter mehrerer Standorte, Au√üendienstmitarbeiter und Mitarbeiter im Home-Office in dieselbe Telefonanlage eingebunden werden. Zwar teilten im Interview 28% der befragten Unternehmen mit, noch eine ISDN-Telefonanlagen im Einsatz zu haben, doch nach und nach werden diese wohl von Cloud-Telefonanlagen abgel√∂st werden. Grund daf√ľr ist zum einen die IP-Umstellung der Telekom, die bis 2018 vollzogen sein soll und zum anderen bieten virtuelle Telefonanlagen gegen√ľber ISDN-Telefonanlagen sehr viele Vorteile: Mehr Funktionen, g√ľnstigere Verbindungsentgelte, weltweite Erreichbarkeit, u.v.m.

5. Schaffung neuer Arbeitsplätze

Werden uns Roboter in Zukunft unsere Arbeitsplätze wegnehmen?

Viele √Ėkonomen sind zurzeit in eine hei√üe Diskussion verwickelt. Wie werden sich Roboter, Computer und die k√ľnstliche Intelligenz auf die Zukunft der Arbeit auswirken? Viele Forscher der Oxford Universit√§t f√ľrchten, die Industrie 4.0 k√∂nnte zu einer Massenarbeitslosigkeit f√ľhren. Sie sind der Meinung, dass rund die H√§lfte aller Jobs durch den Einsatz von Maschinen √ľberfl√ľssig werden k√∂nnten.

Die Organisation f√ľr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) konnte diese Aussage jedoch relativieren. Demnach k√∂nnten nur einzelne T√§tigkeiten, vor allem Routinet√§tigkeiten, automatisiert werden. Die Analyse der OECD ergab, dass in allen 21 OECD-L√§ndern nur durchschnittlich 9% aller Jobs durch die Digitalisierung bedroht seien.

Viele Experten sind sich jedoch einig, dass neue Erfindungen auch oft neue Arbeitsplätze schaffen. Das wurde uns in der Vergangenheit bereits mehrfach bewiesen. Zwar wurden viele traditionellen Berufe während der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert aufgrund von industriellen Produktionsweisen abgelöst, jedoch brachte die Industrialisierung im Schnitt mehr Arbeitsplätze hervor als sie verdrängte. Und auch die Verbreitung von Computern in den 80er Jahren hatte positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, sodass davon ausgegangen werden kann, dass sich das auch heutzutage wiederholt:

Als die Automatisierung in den Achtzigerjahren begann, galt sie als Arbeitsvernichter. Trotzdem gibt es in Deutschland heute mehr Besch√§ftigte als damals. Industrie 4.0 kann ebenfalls so gro√üe Wachstumsimpulse bringen, dass der Verlust √ľberkompensiert wird. In vielen Berufen werden die Menschen Routineaufgaben an automatische Systeme abgeben und die Zeit f√ľr anspruchsvollere Aufgaben nutzen. Wenn Softwareprogramme zum Beispiel Verwaltungsaufgaben von √Ąrzten und Pflegern erledigen, haben diese mehr Zeit f√ľr Patientengespr√§che. (Professor Henning Kagermann in der S√ľddeutschen Zeitung)

Der digitale Wandel f√ľhrt demnach also nicht zur Massenarbeitslosigkeit, sondern sorgt f√ľr eine Verschiebung der Arbeitsaufteilung und f√ľr die Schaffung neuer Arbeitspl√§tze. Denn ein technologischer Fortschritt hat auch immer ganz neue Bed√ľrfnisse der Menschen zur Folge und so entstehen Jobs, von denen man vielleicht gestern noch gar nicht wusste, dass es sie gibt. So ist Professor Kagermann zuversichtlich, dass in Zukunft vor allem mehr Arbeitspl√§tze in den Bereichen IT-Sicherheit, Datenanalyse und der Konfiguration von Robotern entstehen, welche dann vor allem Verwaltungsaufgaben √ľbernehmen k√∂nnten.

Zusammenfassung

Der B√ľroalltag hat sich in den letzten Jahrzehnten bereits enorm ver√§ndert und wird es auch weiterhin tun. Die Hierarchien werden immer flacher und die Arbeitsverh√§ltnisse flexibler. Unternehmen haben die Notwendigkeit erkannt, ihren Mitarbeitern in Sachen Home-Office und flexibler Arbeitszeiteinteilung entgegenzukommen, um diese langfristig an sich zu binden. Die Umsetzung hat zur Folge, dass der Einsatz von Cloud-L√∂sungen und Collaborations-Tools immer wichtiger wird. So k√∂nnen die Mitarbeiter von Zuhause oder von unterwegs auf die ben√∂tigten Daten zugreifen und bleiben immer miteinander vernetzt.

Uneinigkeit herrscht dar√ľber, ob die Digitalisierung eine Massenarbeitslosigkeit zur Folge hat oder den Weg f√ľr neue Arbeitspl√§tze ebnet. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass durch einen technologischen Wandel eher neue Jobs entstehen als dass alte vernichtet werden. Roboter werden uns also zuk√ľnftig wohl weniger unseren Job wegnehmen, als dass sie uns vielmehr bei einigen Aufgaben z.B. in der Verwaltung unterst√ľtzen, damit wir mehr Zeit f√ľr wichtigere Aufgaben haben.