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Callback

Definition, Funktionen und Einsatzfelder

Von Michelle Mertens
Ein Mann nutzt die Callback-Funktion

In der Telekommunikation bezeichnet der Begriff Callback (auf Deutsch RĂŒckruf) ein Verfahren, dass Anrufe ĂŒber einen RĂŒckruf eines Dienstleisters in die Wege leitet, der nicht der Netzbetreiber des Telefonanschlusses ist. Dadurch, dass der Verbindungsaufbau durch den rĂŒckrufenden Dienstleister erfolgt, ist es möglich, GesprĂ€che ĂŒber einen anderen Telefonprovider als den des eigenen Telefonanschlusses oder MobilfunkgerĂ€ts zu fĂŒhren und abzurechnen.

1. Die Funktionsweise des Callbacks

1. Die Funktionsweise des Callbacks

Anders als beim sogenannten Callthrough erfolgt der Aufbau der kommunikationstechnischen Verbindung zwischen Anrufer und Dienstleister durch den Dienstleister. Um das Verfahren Callback nutzen zu können, muss der Teilnehmer dies beim Anbieter zunĂ€chst anfordern. Dies geschieht entweder mit der Hilfe eines kurzen Anrufs (Ping-Anruf), online ĂŒber einen Browser, ĂŒber eine Handysoftware oder per SMS.

Der Anbieter ruft den Teilnehmer daraufhin auf der vereinbarten RĂŒckrufnummer des Telefonanschlusses, von dem aus der Teilnehmer telefonieren möchte, zurĂŒck. Der Teilnehmer ĂŒbermittelt in einem weiteren Schritt dem Anbieter die gewĂŒnschte Rufnummer, der anschließend die Verbindung herstellt. Technisch gesehen werden beim Callback zwei Leitungen zu einer zusammengelegt. Bei diesem Vorgang kann es in manchen Situationen zu Störungen kommen, die beide GesprĂ€chspartner betreffen. In den meisten FĂ€llen sind eine vorherige Registrierung und Authentifizierung beim Anbieter fĂŒr die Herstellung der Verbindung nötig.

2. Beispiel fĂŒr einen Callback

2. Beispiel fĂŒr einen Callback

Ein Callback vom Handy aus funktioniert in der Praxis wie folgt: Der Nutzer wĂ€hlt die Telefonnummer des gewĂŒnschten Anbieters und ruft diesen an. Bereits nach einmaligem Klingeln legt der Anrufer wieder auf. Nur wenige Sekunden spĂ€ter klingelt sein Handy. Nimmt der Nutzer diesen Anruf entgegen, wird er lediglich ein Freizeichen am anderen Ende der Leitung hören. Jetzt kann er die eigentliche Zielrufnummer eingeben und sich mit seinem GesprĂ€chspartner verbinden lassen.

In der Regel wird das Callback-Verfahren von herkömmlichen, stationĂ€ren Telefonanlagen sowie von modernen Cloud-Telefonanlagen unterstĂŒtzt. Private MobilfunkanschlĂŒsse lassen sich mit der Hilfe dieses Verfahrens in ein Firmennetz integrieren. Die Kosten fĂŒr den Anruf werden durch die Telefonanlage und den Telekommunikationsanbieter des Anlagenanschlusses aufgebaut sowie abgerechnet.

3. WofĂŒr wird Callback genutzt?

3. WofĂŒr wird Callback genutzt?

Das Verfahren Callback wird hauptsĂ€chlich zur Kostenreduzierung eingesetzt. So ergibt ein Callback vor allem dann Sinn, wenn das Terminierungsentgelt fĂŒr den GesprĂ€chsabschluss beim Anrufer wesentlich geringer ausfĂ€llt als die Kosten des Verbindungstarifs, die bei einem GesprĂ€chsaufbau durch den Anrufer verursacht werden.

Das Terminierungsentgelt ist der Betrag, den eine Telefongesellschaft bei der Netzzusammenschaltung fĂŒr die Anrufzustellung beziehungsweise den GesprĂ€chsabschluss (Terminierung) eines TelefongesprĂ€chs in ein fremdes Netz zahlen muss. Dementsprechend wird der Betrag des Terminierungentgelts immer dann fĂ€llig, wenn der Netzbetreiber des Anrufers nicht mit dem des Angerufenen ĂŒbereinstimmt.

Im Arbeitsumfeld ermöglicht das Verfahren Callback den Mitarbeitern, ĂŒber den eigenen Anschluss Telefonate zu tĂ€tigen, ohne dabei private TelefongebĂŒhren anzuhĂ€ufen. Die Nutzung des Call by Call Verfahrens ist auch dann möglich, wenn der eigene Anschluss die Call by Call Funktion zur Auswahl eines anderen Telefondienstleisters nicht unterstĂŒtzt.

4. Callback und Call by Call

4. Callback und Call by Call

Der Begriff Call by Call bezeichnet die Möglichkeit, TelefongesprĂ€che oder Internetverbindungen ĂŒber einen anderen Anbieter als den eigenen Telefonanschlussanbieter abzuwickeln. Der Verbraucher erhĂ€lt so die Option, auf einen in der Regel gĂŒnstigeren Verbindungsnetzbetreiber auszuweichen, indem er den teureren Anbieter „umwĂ€hlt“.

Dies geschieht im Falle eines TelefongesprĂ€chs mithilfe einer Sonderrufnummer, genauer gesagt der Verbindungsnetzbetreiberkennzahl. Diese Kennzahl wird umgangssprachlich Sparvorwahl, Vorvorwahl oder Call-by-Call-Nummer genannt. Geht es um den Zugang zum Internet, wird die Einwahlnummer des gewĂŒnschten Anbieters benötigt. Die jeweiligen Zugangsdaten (bestehend aus Benutzername und Passwort) sind fĂŒr alle Nutzer gleich. Um eine schnelle und unkomplizierte Nutzung zu ermöglichen, werden diese von dem sogenannten Internet Service Provider öffentlich zur VerfĂŒgung gestellt.

In Deutschland bringt Call by Call den Nachteil mit sich, dass Anbieter ihre Angebote kurzfristig verteuern. Der Kunde muss sich dementsprechend stets ĂŒber die aktuellen Tarife informieren, um böse Überraschungen zu vermeiden.