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Callback

Definition, Funktionen und Einsatzfelder

Ein Mann nutzt die Callback-Funktion

In der Telekommunikation bezeichnet der Begriff Callback (auf Deutsch Rückruf) ein Verfahren, dass Anrufe über einen Rückruf eines Dienstleisters in die Wege leitet, der nicht der Netzbetreiber des Telefonanschlusses ist. Dadurch, dass der Verbindungsaufbau durch den rückrufenden Dienstleister erfolgt, ist es möglich, Gespräche über einen anderen Telefonprovider als den des eigenen Telefonanschlusses oder Mobilfunkgeräts zu führen und abzurechnen.

1. Die Funktionsweise des Callbacks

1. Die Funktionsweise des Callbacks

Anders als beim sogenannten Callthrough erfolgt der Aufbau der kommunikationstechnischen Verbindung zwischen Anrufer und Dienstleister durch den Dienstleister. Um das Verfahren Callback nutzen zu können, muss der Teilnehmer dies beim Anbieter zunächst anfordern. Dies geschieht entweder mit der Hilfe eines kurzen Anrufs (Ping-Anruf), online über einen Browser, über eine Handysoftware oder per SMS.

Der Anbieter ruft den Teilnehmer daraufhin auf der vereinbarten Rückrufnummer des Telefonanschlusses, von dem aus der Teilnehmer telefonieren möchte, zurück. Der Teilnehmer übermittelt in einem weiteren Schritt dem Anbieter die gewünschte Rufnummer, der anschließend die Verbindung herstellt. Technisch gesehen werden beim Callback zwei Leitungen zu einer zusammengelegt. Bei diesem Vorgang kann es in manchen Situationen zu Störungen kommen, die beide Gesprächspartner betreffen. In den meisten Fällen sind eine vorherige Registrierung und Authentifizierung beim Anbieter für die Herstellung der Verbindung nötig.

2. Beispiel fĂĽr einen Callback

2. Beispiel fĂĽr einen Callback

Ein Callback vom Handy aus funktioniert in der Praxis wie folgt: Der Nutzer wählt die Telefonnummer des gewünschten Anbieters und ruft diesen an. Bereits nach einmaligem Klingeln legt der Anrufer wieder auf. Nur wenige Sekunden später klingelt sein Handy. Nimmt der Nutzer diesen Anruf entgegen, wird er lediglich ein Freizeichen am anderen Ende der Leitung hören. Jetzt kann er die eigentliche Zielrufnummer eingeben und sich mit seinem Gesprächspartner verbinden lassen.

In der Regel wird das Callback-Verfahren von herkömmlichen, stationären Telefonanlagen sowie von modernen Cloud-Telefonanlagen unterstützt. Private Mobilfunkanschlüsse lassen sich mit der Hilfe dieses Verfahrens in ein Firmennetz integrieren. Die Kosten für den Anruf werden durch die Telefonanlage und den Telekommunikationsanbieter des Anlagenanschlusses aufgebaut sowie abgerechnet.

3. WofĂĽr wird Callback genutzt?

3. WofĂĽr wird Callback genutzt?

Das Verfahren Callback wird hauptsächlich zur Kostenreduzierung eingesetzt. So ergibt ein Callback vor allem dann Sinn, wenn das Terminierungsentgelt für den Gesprächsabschluss beim Anrufer wesentlich geringer ausfällt als die Kosten des Verbindungstarifs, die bei einem Gesprächsaufbau durch den Anrufer verursacht werden.

Das Terminierungsentgelt ist der Betrag, den eine Telefongesellschaft bei der Netzzusammenschaltung für die Anrufzustellung beziehungsweise den Gesprächsabschluss (Terminierung) eines Telefongesprächs in ein fremdes Netz zahlen muss. Dementsprechend wird der Betrag des Terminierungentgelts immer dann fällig, wenn der Netzbetreiber des Anrufers nicht mit dem des Angerufenen übereinstimmt.

Im Arbeitsumfeld ermöglicht das Verfahren Callback den Mitarbeitern, über den eigenen Anschluss Telefonate zu tätigen, ohne dabei private Telefongebühren anzuhäufen. Die Nutzung des Call by Call Verfahrens ist auch dann möglich, wenn der eigene Anschluss die Call by Call Funktion zur Auswahl eines anderen Telefondienstleisters nicht unterstützt.

4. Callback und Call by Call

4. Callback und Call by Call

Der Begriff Call by Call bezeichnet die Möglichkeit, Telefongespräche oder Internetverbindungen über einen anderen Anbieter als den eigenen Telefonanschlussanbieter abzuwickeln. Der Verbraucher erhält so die Option, auf einen in der Regel günstigeren Verbindungsnetzbetreiber auszuweichen, indem er den teureren Anbieter „umwählt“.

Dies geschieht im Falle eines Telefongesprächs mithilfe einer Sonderrufnummer, genauer gesagt der Verbindungsnetzbetreiberkennzahl. Diese Kennzahl wird umgangssprachlich Sparvorwahl, Vorvorwahl oder Call-by-Call-Nummer genannt. Geht es um den Zugang zum Internet, wird die Einwahlnummer des gewünschten Anbieters benötigt. Die jeweiligen Zugangsdaten (bestehend aus Benutzername und Passwort) sind für alle Nutzer gleich. Um eine schnelle und unkomplizierte Nutzung zu ermöglichen, werden diese von dem sogenannten Internet Service Provider öffentlich zur Verfügung gestellt.

In Deutschland bringt Call by Call den Nachteil mit sich, dass Anbieter ihre Angebote kurzfristig verteuern. Der Kunde muss sich dementsprechend stets über die aktuellen Tarife informieren, um böse Überraschungen zu vermeiden.