Wenn von VoIP-Telefonie gesprochen wird, stößt man hin und wieder auf Begriffe wie SIP-Server, SIP-Proxy oder auch Registrar. Alle drei Begriffe beschreiben im Grunde dasselbe, und zwar Komponenten, die die VoIP-Telefonie möglich machen. Der SIP-Server ist dafür zuständig, alle SIP-Anrufe zu organisieren.

1. Definition - Was ist ein SIP-Server?

1. Definition - Was ist ein SIP-Server?

Was ist das SIP-Protokoll?

SIP ist die Abkürzung für “Session Initiation Protocol”. Das ist ein sogenanntes Protokoll und Protokolle sind für den Austausch von Daten in einem Netzwerk und die Steuerung der Telefonate zuständig. Das SIP Protokoll wird genutzt, um Kommunikation im Netzwerk möglich zu machen. Es sorgt dafür, dass alle Gespräche über das Internet vernünftig aufgebaut und wieder getrennt werden.

Dieses SIP-Protokoll stellt eine Verbindung zwischen zwei oder mehreren Teilnehmern her und sorgt nach Beendigung des Anrufs dafür, dass die Verbindung wieder getrennt wird. Zum Aufbau der Verbindung wird die SIP-Adresse genutzt, deren Aufbau einer E-Mail-Adresse gleicht. Eine SIP-Adresse kann beispielsweise so aussehen:

Das SIP-Protokoll wird häufig bei der Voice over IP Telefonie eingesetzt und regelt hier den Aufbau und Abbau der VoIP-Gespräche. Das SIP-Protokoll ist allerdings nicht dafür verantwortlich, die Datenpakete, also die Sprache zu übertragen, das ist die Aufgabe eines anderen Protokolls, zum Beispiel vom RTP (Real-Time-Protocol). Die meisten SIP-Telefone , SIP-Gateways usw. nutzen mittlerweile das SIP-Protokoll um miteinander zu kommunizieren.

Was ist ein SIP/Proxy-Server?

Die Aufgabe der SIP-Server ist der Verbindungsaufbau zwischen einzelnen SIP-Endpunkten. Genau genommen beschreibt der SIP-Server aber sowohl SIP-Registrar und SIP-Proxy, die verschiedene Aufgaben haben.

Die Aufgabe eines SIP-Servers ist es, Anfragen entgegenzunehmen und die Informationen dieser Anfragen weiterzuleiten. Wenn eine Verbindung aufgebaut wird, muss der SIP-Server den aktuellen Host ermitteln, auf dem der Zielbenutzer erreichbar ist.

Jeder SIP-Teilnehmer meldet sich sozusagen am SIP-Registrar an und schickt ihm regelmäßige Anfragen. In den Anfragen werden die IP-Adresse und die SIP-Adresse des Teilnehmers übermittelt. Mit diesen Informationen kann der SIP-Proxy später den Teilnehmer finden. Proxy-Server arbeiten als Vermittler, nehmen die Verbindungsanfragen entgegen, die sie an die Zieladresse über ihre eigene Adresse zustellen.

SIP vs. VoIP

SIP und VoIP sind nicht direkt miteinander vergleichbar. Während VoIP den allgemeinen Telefondienst über das Internet beschreibt, ist SIP ein Kommunikationsprotokoll, das in den meisten Fällen für die VoIP Telefonie verwendet wird.

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VoIP beschreibt also die Telefonie über das Internet anstelle der traditionellen Telefonie über das öffentliche Telefonnetz und SIP hat die Aufgabe, die Verbindung eines Telefonats aufzubauen und auch wieder abzubauen, so wie die Steuerung der Telefonate. SIP wird genutzt, um die VoIP Telefonie möglich zu machen. Andersrum nutzt aber nicht jede VoIP-Technologie das Protokoll SIP. Allerdings wird SIP am häufigsten genutzt.

2. Funktionen eines SIP-Servers

2. Funktionen eines SIP-Servers

Wie funktioniert das Aufbauen einer Verbindung ?

Eine der Aufgaben eines SIP-Servers ist der Aufbau einer Verbindung zwischen einem oder mehreren Teilnehmern, wie zum Beispiel einem IP-Telefon. Es gibt mindestens zwei Teilnehmer. Dabei möchte Teilnehmer A Teilnehmer B anrufen.

Die Kommunikation kann zwar zwischen den Teilnehmern direkt ablaufen, allerdings ist das nicht immer möglich, da ein Teilnehmer möglicherweise nicht erreichbar ist oder eine andere IP-Adresse hat. Genau aus diesem Grund wird der SIP-Server benötigt.

Die Teilnehmer melden sich am SIP-Registrar an, dieser merkt sich die IP-Adressen. Sobald die SIP-Adresse von Teilnehmer B angerufen wird, ermittelt der Proxy-Server, wo der Teilnehmer erreichbar ist und die Anfrage wird an diesen Teilnehmer weitergeleitet.

Um die Verbindung aufzubauen, akzeptiert der SIP-Proxy zunächst die Anfrage von Teilnehmer A. Danach ermittelt der Proxy-Server die IP-Adresse von Teilnehmer B, der angerufen werden soll. Sobald der SIP-Proxy die Adressinformation hat, stellt er eine Anfrage an Teilnehmer B. Daraufhin signalisiert der Endpunkt, also zum Beispiel das IP-Telefon oder Softphone dem Benutzer, dass es klingelt. Wenn der Benutzer annimmt, wird dem Proxy-Server mitgeteilt, dass die Verbindung aufgebaut werden kann. Der Anrufende Teilnehmer erhält diese Nachricht und sendet eine Bestätigung an den SIP-Proxy, der die Bestätigung dann an Teilnehmer B weiterleitet.

Beenden einer Sitzung

Für die Übertragung des eigentlichen Gesprächs ist der SIP-Server nicht verantwortlich. Hierfür gibt es eigene Protokolle, häufig wird zum Beispiel RTP genutzt. Wenn ein Teilnehmer das Gespräch beenden möchte, wird eine Anfrage an den SIP-Proxy geschickt. Daraufhin muss der Endpunkt des anderen Teilnehmers diese Anfrage bestätigen.

3. Vorteile eines SIP-Proxys

3. Vorteile eines SIP-Proxys

  • SIP-Proxy und SIP sind der wesentliche Bestandteil der meisten Cloud Telefonanlagen
  • seine Hauptaufgabe ist der Aufbau/Abbau und die Steuerung eines Gesprächs
  • SIP macht VoIP-Gespräche kostengünstig und bietet eine hohe Qualität
  • Neben Gesprächen sind auch Instant Messaging, Videoanrufe und die Übertragung anderer Medien möglich
  • SIP-Server bieten eine hohe Sicherheit
  • Die Telefonie mit SIP bietet viel Flexibilität und Gestaltungsmöglichkeiten
4. Placetel und der SIP-Server

4. Placetel und der SIP-Server

Der SIP-Server ist das Bindeglied einer jeden IP-Telefonanlage und so auch bei Placetel. Sie müssen sich allerdings keine Gedanken um einen SIP-Server/SIP-Registrar machen, denn der ist automatisch vorhanden, sobald ein VoIP-Ziel erstellt wird und das Beste daran ist, dass der SIP-Server durch die Autoprovisionierung (automatische Konfiguration der IP-Telefone) direkt im Telefon eingetragen ist.

Die Cloud-Telefonanlage von Placetel. Bekannt aus diesen Medien.