New Work: Was es ist + erfolgreiche Umsetzung

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Weg von starren Strukturen hin zu neuen, flexibleren Arbeitsformen: In Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung hat sich New Work zu weit mehr als nur einem Trend entwickelt. Doch was versteht man unter New Work eigentlich? Wir verraten Ihnen, was es mit dem New-Work Konzept auf sich hat, welche Vorteile es bietet und wie die Umsetzung gelingt.

1. Was ist New Work?

1. Was ist New Work?

New Work ist ein Sammelbegriff, der den strukturellen Wandel in unserer Arbeitswelt und damit verbunden sĂ€mtliche neue Arbeitsformen in Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung umfasst. GeprĂ€gt wurde der Begriff vom Sozialphilosophen Frithjof Bergmann, der die zentralen Werte von New Work als “Freiheit”, “SelbststĂ€ndigkeit” und “Teilhabe an der Gemeinschaft” definierte.

Wodurch zeichnet sich New Work aus und was sind die Vorteile?

  • OrtsunabhĂ€ngiges Arbeiten:
    Dank moderner Tools und Technologien ist es heutzutage nicht mehr notwendig, dass Arbeitnehmer im BĂŒro arbeiten. Home-Office setzt sich immer mehr durch. Beeinflusst hat das vor allem auch die Corona-Pandemie. Laut der Smart Workplace Studie von IDG Research Services hat sich die Einstellung zum Home-Office seit der Pandemie deutlich verbessert. Mittlerweile arbeitet knapp jeder Zweite entweder komplett oder zumindest teilweise von Zuhause. Zudem gehört es vor allem bei internationalen Arbeitgebern schon zur NormalitĂ€t, dass Mitarbeiter ĂŒber die ganze Welt verteilt sind.

    Quelle: Smart Workplace Studie von IDG-Research Services in Zusammenarbeit mit Placetel, MĂŒnchen 2020
  • Neue BĂŒroraumkonzepte:
    Wenn immer mehr Mitarbeiter vom Home-Office oder von unterwegs arbeiten, wird folglich auch weniger Platz im BĂŒro benötigt. Aus diesem Grund ĂŒberdenken Unternehmen ihre traditionellen GroßraumbĂŒros. Hoch im Kurs stehen flexible BĂŒrolandschaften mit offenen Bereichen fĂŒr einen gemeinsamen Austausch und Ruhezohnen fĂŒr ungestörtes, konzentriertes Arbeiten. MeetingrĂ€ume mit Post-Its, Tafeln zum Bemalen ect. fördern zudem die KreativitĂ€t.

  • Flache Hierarchien:
    Bei New Work entscheidet nicht mehr der Titel oder die Position darĂŒber, ob man sich in Projekte einbringen kann, sondern das Interesse und die nötigen FĂ€higkeiten. SelbststĂ€ndigkeit und Eigeninitiative lösen Regeln und Hierarchien ab und spielen bei New Work eine große Rolle. Jeder Mitarbeiter soll die Chance haben, seine eigenen Ideen einzubringen und mehr Verantwortung ĂŒbernehmen, um selbststĂ€ndig Entscheidungen zu treffen und das Unternehmen voranzubringen. Hierbei ist eine offene und transparente Kommunikation das A und O.

  • Effizientere Zusammenarbeit:
    Eine offenere und transparentere Kommunikation fĂŒhrt auch dazu, dass das Zusammenarbeiten verbessert wird. Meinungen werden berĂŒcksichtigt, Ideen ausgewertet und ergĂ€nzt und EinwĂ€nde sorgsam geprĂŒft. So arbeitet nicht mehr jeder fĂŒr sich, sondern der Teamgedanke steht im Vordergrund und ermöglicht eine effizientere Zusammenarbeit selbst ĂŒber LĂ€ndergrenzen hinweg.

  • Bessere Work-Life-Balance:
    Durch die Möglichkeit des dezentralen Arbeitens und durch flexiblere Arbeitszeitgestaltung (Vertrauensarbeitszeit) bietet New Work eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

    2. Warum New Work?

    2. Warum New Work?

    Deutschland leidet unter einem FachkrĂ€ftemangel, der Unternehmen vor völlig neue Herausforderungen stellt. Gute FachkrĂ€fte lassen sich heutzutage nicht mehr alleine durch Geld ĂŒberzeugen. Sie wollen sich entfalten, ihre Ideen einbringen und sich wertgeschĂ€tzt fĂŒhlen. Laut der Smart Workplace Studie sind WohlfĂŒhlambiente, flexiblere Arbeitszeitmodelle, schnelle Bereitstellung technischer Innovationen und mehr Home-Office die wichtigsten WĂŒnsche von Mitarbeitern. Nur Unternehmen, die sich mit dem Thema New Work auseinandersetzen und Bewerbern genau das bieten können, werden langfristig zukunftsfĂ€hig sein.

    Quelle: Smart Workplace Studie von IDG-Research Services in Zusammenarbeit mit Placetel, MĂŒnchen 2020
3. Umsetzung von New Work: Wie gelingt sie?

3. Umsetzung von New Work: Wie gelingt sie?

Eine Standardlösung, wie New Work bestmöglich im Unternehmen etabliert werden kann, gibt es nicht. Die Umsetzung hĂ€ngt von verschiedenen Faktoren wie den speziellen BedĂŒrfnissen und Herausforderungen sowie von den einzelnen Mitarbeitern ab. Die Umsetzung erfolgt nicht von jetzt auf gleich, sondern ist mit einem tiefgreifenden Wandel im Unternehmen und Mindset verbunden. New Work ArbeitsplĂ€tze, agiles Projektmanagement und neue Technologien sind zwar ein guter Anfang, machen alleine aber noch lange kein New Work aus. Ein Wandel benötigt Zeit und das Wichtigste: Die Begeisterung aller Beteiligten.

  • Einbeziehung aller Beteiligten:
    Die Beteiligung aller Mitarbeiter stellt den SchlĂŒssel zum Erfolg dar. Nur durch die Einbeziehung aller Beteiligten können Denk- und Verhaltensmuster durchbrochen und neue Prozesse implementiert werden. Es hat keinen Zweck, wenn alles von oben delegiert und durchgesetzt wird, sondern es sollte zunĂ€chst ermittelt werden, inwieweit einzelne Mitarbeiter fĂŒr VerĂ€nderungen bereit sind, um Konflikte von vornherein zu vermeiden. Gelingt es, Mitarbeiter vom Mehrwert fĂŒr das Unternehmen und fĂŒr jeden Einzelnen zu ĂŒberzeugen, ist der erste Schritt in Richtung EinfĂŒhrung gelungen.

  • Gemeinsame Ideenfindung:
    In einem Workshop sollen Mitarbeiter gemeinsam WĂŒnsche, Ideen sowie mögliche LösungsansĂ€tze erarbeiten. Wie wollen sie in Zukunft arbeiten? Soll es mehr Automatisierung, hierarchieĂŒbergreifende Teamarbeit und kurze Entscheidungswege geben? Das erfordert z.B. flexiblere Arbeitsumgebungen, wo sich jeder entfalten und seiner KreativitĂ€t freien Lauf lassen kann. Aber auch ĂŒber neue Collaboration-Tools sollte diskutiert werden. Welche Technologien treiben das Unternehmen voran und können die Zusammenarbeit weiter verbessern? Sind alle mit der aktuellen Meetingkultur einverstanden? HĂ€ufig gibt es zahlreiche Regeltermine und Abstimmungsrunden, die fĂŒr viele Mitarbeiter gar nicht relevant sind. Hier sollte man jedes Meeting auf seinen Sinn ĂŒberprĂŒfen.

  • Strategieentwicklung & Umsetzung
    Nach der Ideenfindung werden die einzelnen VorschlĂ€ge auf ihre Machbarkeit ĂŒberprĂŒft und Projekte definiert und priorisiert. Bei der schrittweisen Umsetzung ist es erforderlich, die VerĂ€nderungen jederzeit offen und transparent fĂŒr alle Mitarbeiter zu kommunizieren. Eine besonders wichtige Rolle spielt auch das Commitment und Engagement der FĂŒhrungskrĂ€fte. Manager mĂŒssen das neue Arbeiten z.B. auch in offenen, flexiblen BĂŒroumgebungen vorleben. Zudem sollten Schulungen fĂŒr z.B. neue Tools und Technologien angeboten werden.

  • Stetige Optimierung
    Die Umsetzung von New Work ist wie gesagt ein fortlaufender Prozess, der eine stetige ÜberprĂŒfung des Status Quo erfordert. Wurden die vorgenommen Ziele erreicht? Kann etwas optimiert werden? Gemeinsam mit den Mitarbeitern sollten stets neue Dinge ausprobiert werden. Wichtig dabei ist eine Innovationskultur nach dem Bottom-Up Prinzip. Denn nicht umsonst zĂ€hlen Unternehmen mit einer ausgereiften Mitmachkultur zu den erfolgreichsten.

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